Mark Landin

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Mark Landin
Mark Landin
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Mark Landin hervorgehoben
Koordinaten: 53° 6′ N, 14° 7′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Uckermark
Amt: Oder-Welse
Höhe: 38 m ü. NHN
Fläche: 45,41 km2
Einwohner: 1014 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 22 Einwohner je km2
Postleitzahl: 16278
Vorwahlen: 033335, 033336
Kfz-Kennzeichen: UM, ANG, PZ, SDT, TP
Gemeindeschlüssel: 12 0 73 386
Adresse der Amtsverwaltung: Gutshof 1
16278 Pinnow
Webpräsenz: www.amt-oder-welse.de
Bürgermeister: Wolfgang Säger (SPD)
Lage der Gemeinde Mark Landin im Landkreis Uckermark
Angermünde Berkholz-Meyenburg Boitzenburger Land Brüssow Carmzow-Wallmow Casekow Flieth-Stegelitz Gartz (Oder) Gerswalde Göritz Gramzow Grünow Hohenselchow-Groß Pinnow Lychen Mark Landin Mescherin Milmersdorf Mittenwalde Nordwestuckermark Oberuckersee Passow Pinnow Prenzlau Randowtal Schenkenberg Schöneberg Schönfeld Schwedt/Oder Tantow Temmen-Ringenwalde Templin Uckerfelde Uckerland Zichow BrandenburgKarte
Über dieses Bild

Mark Landin ist eine Gemeinde im Landkreis Uckermark in Brandenburg (Deutschland). Sie wird vom Amt Oder-Welse mit Sitz in Pinnow verwaltet.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Mark Landin liegt zwischen den uckermärkischen Städten Schwedt/Oder, Prenzlau und Angermünde. Charakteristisch für das Grundmoränengebiet sind die zahlreichen Seen in den Senken, von denen der Landiner Haussee und der unter Naturschutz stehende Felchowsee hervorzuheben sind. Der Landiner Abzugsgraben entwässert einen Teil der Seen zur Welse (einem linken Oder-Nebenfluss). Das Gelände fällt im Westen der Gemeinde zum Welsebruch um ca. 40 Meter ab. Das Gemeindegebiet wird von weiten landwirtschaftlich genutzten Ackerflächen und dem Landiner Windpark geprägt.

Windpark nahe Mark Landin
Feuerwehrhaus an der alten Brennerei
Gemeindeflächennutzung

(Stand: 2004)

Art ha
Landwirtschaftsfläche ca. 3.500
Waldfläche
(u.a. Niederlandiner Heide)
ca. 400
Wasserfläche ca. 200
Verkehrsfläche ca. 100
Gebäudefläche ca. 100
Gesamtfläche der Gemeinde 4.452

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Mark Landin gehören die Ortsteile Grünow, Landin und Schönermark sowie die Wohnplätze Augustenhof, Hohenlandin, Julienwalde und Niederlandin.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch den Vertrag von Landin aus dem Jahr 1250, der als Geburtsstunde der Uckermark gilt, ging Landin in die Geschichte ein. Der Vertrag bildet zudem die erste urkundliche Erwähnung des Ortes.

1860–1861 wurde das Schloss Hohenlandin („Warburg House“) im Auftrag des Freiherrn von Warburg im Tudorstil errichtet (Architekt Ferdinand Neubarth). Dazu gehörten ein Park - gestaltet vom Generaldirektor der königlich-preußischen Gärten, Peter Joseph Lenné - sowie Wald und Äcker.

1945 wurde das Schloss entschädigungslos enteignet und steht seit 1977 leer. Seitdem ist es zur Ruine verfallen.[3] Die Gemeinde versucht, das Gebäude zu erhalten.[4][5][6]

Die Gemeinde Mark Landin entstand am 31. Dezember 2001 aus dem Zusammenschluss der bis dahin selbstständigen Gemeinden Grünow, Landin und Schönermark.[7]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
2001 1 174
2002 1 191
2003 1 181
2004 1 183
2005 1 173
2006 1 147
Jahr Einwohner
2007 1 143
2008 1 117
2009 1 094
2010 1 099
2011 1 043
2012 1 054
Jahr Einwohner
2013 1 048
2014 1 020
2015 1 014

Gebietsstand des jeweiligen Jahres,[8][9] ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindevertretung von Mark Landin besteht aus 10 Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 ergab folgende Sitzverteilung:[10]

  • SPD 4 Sitze
  • Einzelbewerberin Verena Siewert 1 Sitz
  • Einzelbewerber Kuno Büttner 1 Sitz
  • Einzelbewerber Wolfgang Grösch 1 Sitz
  • Einzelbewerberin Heike Quart 1 Sitz
  • Einzelbewerberin Gabriele Manteufel 1 Sitz
  • Einzelbewerber Hans Pralle Sitz

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wolfgang Säger (SPD) wurde in der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014 mit 79,2 % der gültigen Stimmen für eine Amtszeit von fünf Jahren[11] gewählt.[12]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen wurde am 19. August 2004 genehmigt.

Blasonierung: „Im gespaltenen Schild vorn in Silber am Spalt ein halber gold-bewehrter roter Adler mit goldenem Kleebattstengel; hinten schwarz-silbern geschacht (2 x gespalten, 6 x geteilt).“[13]

Die Gemeinde führt das Wappen und die Flagge der ehemals selbstständigen Gemeinde Schönermark. Dieses wurde 1987 zur 700-Jahr-Feier bestätigt und in die Wappenrolle eingetragen. Es ist in den Farben Rot, Silber, Gold und Schwarz gestaltet, der rote Adler kennzeichnet den Ort Schönermark als zu Brandenburg gehörig, das Schachbrettmuster ist in der um 1250 erbauten Kirche zu finden.[14]

Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Flagge der Gemeinde besteht: bei Aufhängung an einem Querholz – aus zwei Längsstreifen in den Farben Rot und Weiß mit dem auf der Nahtstelle aufgelegten Gemeindewappen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Liste der Baudenkmale in Mark Landin stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Baudenkmale.

Weitere Sehenswürdigkeiten sind:

  • Schloss Landin[15]
  • Schul- und Heimatmuseum im Ortsteil Schönermark[16]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben landwirtschaftlichen Betrieben ist seit 1991 die Gesellschaft für Altlasten-Bearbeitung Schönermark mbH in der Gemeinde ansässig, die sich unter anderem mit der Flächenberäumung von Truppenübungsplätzen und ehemaligen Munitionsanstalten sowie der Untersuchung und Räumung von Munition und Kampfmitteln beschäftigt.

Verkehr

Mark Landin liegt an der Landesstraße L 28 zwischen Angermünde und Passow. Im Süden der Gemeinde verläuft die 2004 fertiggestellte neue Bundesstraße 2 zwischen Angermünde und Schwedt, die wechselseitig zweistreifig angelegt wurde.

Der Bahnhof Schönermark (Kr Angermünde) an der Bahnstrecke Berlin-Stettin wird seit 1996 ohne Halt durchfahren. Hier zweigte die 1905 eröffnete Kreisbahn Schönermark–Damme ab, die 1979 ihren Betrieb einstellte.

Der Haltepunkt Niederlandin an der Bahnstrecke Angermünde–Schwedt wurde 1995 wegen zu geringer Nutzungszahlen geschlossen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Mark Landin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Förderverein Schloss Hohenlandin e.V.

Quellenangaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2015 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Dienstleistungsportal der Landesverwaltung Brandenburg. Gemeinde Mark Landin
  3. Nils Aschenbeck: „Vergangen, vergessen, vorüber. Vineta ist kein Märchen: Das Verschwinden von Gutshäusern in der Uckermark“. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18. September 2008
  4. Das vergessene Prachtschloss. In: Uckermark-Anzeiger, 29. August (2010?)
  5. Rettung für das uckermärkische Schloss Hohenlandin. In: Die Welt, 10. September (2010?)
  6. Wunderschön und völlig verfallen. In: Märkische Oderzeitung, 20. November 2013
  7. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2001
  8. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Uckermark. S. 18–21
  9. Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2015 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7
  10. Ergebnis der Kommunalwahl am 25. Mai 2014
  11. Brandenburgisches Kommunalwahlgesetz, § 73 (1)
  12. Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014
  13. Wappenangaben auf dem Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg
  14. Hauptsatzung, § 3 (Memento vom 27. September 2007 im Internet Archive) (PDF; 84 kB), www.amt-oder-welse.de
  15. Georg Piltz, Peter Garbe: Schlösser und Gärten in der Mark Brandenburg. Seemann, Leipzig 1987, ISBN 3-363-00063-4, S. 197
  16. Website des Schul- und Heimatmuseums