Mark Terkessidis

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Mark Terkessidis (2015)

Mark Terkessidis (* 1966) ist ein deutscher Journalist, Autor und Migrationsforscher. Seine Themenschwerpunkte sind Jugend- und Popkultur, Migration und Rassismus.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Terkessidis studierte Psychologie in Köln und war von 1992 bis 1994 Redakteur der Zeitschrift Spex. Er lehrte an den Universitäten Köln und St. Gallen und war Fellow an der Willem de Kooning Akademie in Rotterdam. Von 2003 bis 2011 moderierte er bei der WDR-Welle die Sendung Funkhaus Europa. 2012/2013 war er mit Jochen Kühling Projektleiter von Heimatlieder aus Deutschland.[1]

1996 war Terkessidis Mitherausgeber des seinerzeit für die deutschsprachige Diskussion über Popkultur wegweisenden Buchs Mainstream der Minderheiten, im Jahr 2000 Mitbegründer des Institute for Studies in Visual Culture (ISVC) in Köln. 1998 entwickelte er den Begriff des „rassistischen Wissens“, der Rassismus nicht als Vorurteil, sondern als Teil eines gesellschaftlichen Wertesystems beschreibt.

Terkessidis promovierte im Studienfach Pädagogik an der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz zum Thema Das Wissen über Rassismus in der Zweiten Migrantengeneration. Die Arbeit ist unter dem Titel Die Banalität des Rassismus. Migranten zweiter Generation entwickeln eine neue Perspektive im Jahr 2004 erschienen. Hier beschreibt Terkessidis die Auswirkungen von Rassismus auf die Betroffenen. Darüber hinaus hat er unter anderem für die taz, den Tagesspiegel, die Zeit, die Jungle World und Literaturen sowie für den Westdeutschen Rundfunk und Deutschlandfunk gearbeitet.

Terkessidis lebt in Berlin und Köln. 2006 wurde er einer größeren Öffentlichkeit durch einen Offenen Brief bekannt, den er zusammen mit der Migrationsforscherin Yasemin Karakaşoğlu gegen die These Necla Keleks vom „Scheitern der Integration“ gerichtet hatte.

Seine eigenen Hauptthesen sind z. B. der SloganInter- statt Leitkultur“ oder „Herkunft ist kein Defizit“.[2]

Am 19. Dezember 2013 wurde Terkessidis als neues Mitglied der Akademie der Künste der Welt bestimmt.[3]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. heimatliederausdeutschland.de
  2. Herkunft ist kein Defizit. Badische-zeitung.de, 25. März 2015; Interview
  3. Akademie der Künste der Welt: Frau Elke Moltrecht wird neue Geschäftsführerin. Die Akademie hat drei neue Mitglieder. (PDF) Pressemitteilung, 19. Dezember 2013; abgerufen am 27. Dezember 2013