Markersbacher Viadukt

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Koordinaten: 50° 32′ 9″ N, 12° 51′ 58″ O

Markersbacher Viadukt
Markersbacher Viadukt
Markersbacher Viadukt (2009)
Überführt Seitental der Großen Mittweida
Gesamtlänge 236,5 m
Anzahl der Öffnungen 9
Höhe 36,5 m
Baubeginn 1887
Fertigstellung 1889
Lage
Markersbacher Viadukt (Sachsen)
Markersbacher Viadukt
Tafel Koepcke Markersbach.jpg
Tafel am Mittelpfeiler des Viadukts zur Erinnerung an die Erbauung unter Leitung des Geheimen Finanzrats Köpcke und des Ingenieurs Krüger
p1

Das Markersbacher Viadukt ist eine Eisenbahnbrücke der Bahnstrecke Annaberg-Buchholz–Schwarzenberg in der Gemeinde Raschau-Markersbach im sächsischen Erzgebirgskreis.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Markersbacher Viadukt im Winter (2015)

Das 36,5 m hohe und 236,5 m lange Gerüstpfeilerviadukt wurde von 1887[1] bis 1889 unter Leitung des Geheimen Regierungsrats Claus Koepcke und des Ingenieurs Hans Manfred Krüger errichtet, um ein Seitental der Großen Mittweida zu überqueren.

Die Leichtbau-Stahlkonstruktion umfasst acht trapezförmige Gerüstpfeiler[2] und neun Öffnungen, vier zu 20 m, drei zu 12,5 m und zwei zu 25 m. Das Brückengewicht beläuft sich auf 534 Tonnen. In ihrem Aussehen ist die Brücke an amerikanische Vorbilder angelehnt. Die Gleise liegen auf Fachwerkträgern mit gebogenem Untergurt und werden von diagonal verspannten Stahlfachwerk-Gerüststützen getragen. Hergestellt wurde die Brücke in der Königin-Marien-Hütte in Cainsdorf. Auf Grund ihres Aussehens wurde sie von der Bevölkerung Streichholzbrücke getauft. Im bautechnischen Sprachgebrauch wird sie als Fischbauchträgerbrücke bezeichnet.

Gegenwärtige Nutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit der Einstellung des Personenverkehrs auf dieser Eisenbahnstrecke am 27. September 1997 passieren meist nur noch wenige Sonderzüge das Markersbacher Viadukt. Im Jahr 2002 übernahm die Erzgebirgsbahn als neues Eisenbahninfrastrukturunternehmen die Bahnstrecke Annaberg-Buchholz–Schwarzenberg und damit die Wartung des Viaduktes.[1]

Die Brücke wurde zwischen 2003 und 2009 etappenweise umfassend restauriert, sandgestrahlt und mit neuem Rostschutz und Farbanstrich versehen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Markersbacher Viadukt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Vgl. Deutsche Bahn AG, Streckenjubiläum auf der Strecke Annaberg-Buchholz Süd - Schwarzenberg. Archiviert vom Original am 27. September 2008; abgerufen im 23. Juli 2009. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bahn.de
  2. Oschütztal- und Markersbacher Viadukt. In: Claudia Elbert: Claus Köpcke 1831–1911. Netzwerke. Biographie eines Ingenieurs (= Materialien zu Bauforschung und Baugeschichte. 17). KIT Scientific Publishing, Karlsruhe 2011, ISBN 978-3-86644-758-5, S. 107.