Markt Sankt Martin

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Markt Sankt Martin
Wappen Österreichkarte
Wappen von Markt Sankt Martin
Markt Sankt Martin (Österreich)
Markt Sankt Martin
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Burgenland
Politischer Bezirk: Oberpullendorf
Kfz-Kennzeichen: OP
Fläche: 32,08 km²
Koordinaten: 47° 34′ N, 16° 26′ OKoordinaten: 47° 33′ 44″ N, 16° 25′ 36″ O
Höhe: 361 m ü. A.
Einwohner: 1.193 (1. Jän. 2017)
Bevölkerungsdichte: 37 Einw. pro km²
Postleitzahl: 7341
Vorwahl: 02618
Gemeindekennziffer: 1 08 12
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kirchenplatz 17
7341 Markt Sankt Martin
Website: www.marktstmartin.at
Politik
Bürgermeister: Jürgen Karall (SPÖ)
Gemeinderat: (2017)
(19 Mitglieder)
13
6
13 
Von 19 Sitzen entfallen auf:
Lage der Marktgemeinde Markt Sankt Martin im Bezirk Oberpullendorf
Deutschkreutz Draßmarkt Frankenau-Unterpullendorf Großwarasdorf Horitschon Kaisersdorf Kobersdorf Lackenbach Lackendorf Lockenhaus Lutzmannsburg Mannersdorf an der Rabnitz Markt Sankt Martin Neckenmarkt Neutal Nikitsch Oberloisdorf Oberpullendorf Pilgersdorf Piringsdorf Raiding Ritzing (Burgenland) Steinberg-Dörfl Stoob Unterfrauenhaid Unterrabnitz-Schwendgraben Weingraben Weppersdorf BurgenlandLage der Gemeinde Markt Sankt Martin im Bezirk Oberpullendorf (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
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Gemeindeamt
Gemeindeamt
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Markt Sankt Martin (ungarisch: Sopronszentmárton, kroatisch: Sveti Martin) ist eine Marktgemeinde im Bezirk Oberpullendorf im Burgenland in Österreich.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Mittelburgenland. Teile des Gemeindegebietes gehören zum Naturpark Landseer Berge. Der ehemalige Vulkan Pauliberg und seine Umgebung (Landseer Bucht) sind geologisch untersucht.[1]

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende drei Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 1. Jänner 2015[2]):

  • Landsee (283)
  • Markt Sankt Martin (687)
  • Neudorf bei Landsee (192)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Landsee, Neudorf bei Landsee und St. Martin.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor Christi Geburt war das Gebiet Teil des keltischen Königreiches Noricum und gehörte zur Umgebung der keltischen Höhensiedlung Burg auf dem Schwarzenbacher Burgberg.

Während der Römerzeit lag das heutige Markt Sankt Martin in der Provinz Pannonia.

Der Ort gehörte – wie das gesamte Burgenland – bis 1920/21 zum Königreich Ungarn (Deutsch-Westungarn). Ab 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Sopronszentmárton verwendet werden.

Nach Ende des Ersten Weltkrieges wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes).

1931 wurde die Gemeinde Schwabenhof, welche mit Markt Sankt Martin Beziehungen im Bereich der Verwaltung und der Pfarre pflegte, trotz Ablehnung des Neutaler Gemeinderates, nach Neutal eingemeindet.

Der später hinzugekommene Ortsteil Neudorf wurde erstmals 1583 bei der Teilung des Erbes von Johann Csòron (Herrschaft Kobersdorf) erwähnt. Die ersten Siedler waren Kroaten, denen später die deutsche Bevölkerung folgte. 1643 wurde Neudorf als katholische Ortschaft erwähnt. 1934 wies Neudorf 351 Deutsche und 53 Roma als Bewohner auf. 1971 verlor Neudorf seine Selbstständigkeit und wurde (zusammen mit Landsee) ein Ortsteil der Gemeinde Markt Sankt Martin.[3] Die Filialkirche Neudorf bei Landsee wird im Dehio-Handbuch Burgenland (1976) als „ehemalige Wallfahrtskirche zum Gegeißelten Heiland“ angeführt.[4]

Das Marktrecht von Markt Sankt Martin wurde 1973 bestätigt.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: In Gold auf einem grünen Hügel stehend eine rote Darstellung des Heiligen Martin auf dem Pferd, den Mantel mit einem Bettler teilend, in den Oberecken vorne ein roter Wehrturm, hinten ein mit einem roten Schläger gekreuzter roter Hammer.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat hat 19 Mitglieder.

Bürgermeister
  • 2002–2016 Rudolf Steiner (SPÖ)
  • seit 2016 Jürgen Karall (SPÖ)

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Markt Sankt Martin

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort beheimatet einige Betriebe aus den verschiedensten Sparten:

  • Basaltwerk Pauliberg
  • Diskothek Kuhstall, Nasa Bar [6]
  • Pizzeria Venezia
  • Autohaus Dorner [7]
  • Getränkeautomaten Grill
  • Tischlerei Parapatits [8]
  • Pfrommer Strickwarenfabrik
  • Kürbis-, Mohn- und Kernprodukte Schütz [9]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Mountainbike-Strecke 'Martini-Strecke:' der Ort verfügt über eine eigene Route für Mountainbiker, die Martini-Strecke (siehe Galerie)
  • Naturbadesee und Campingplatz
  • Lauf und Nordic Walking-Park
  • Tennisplatz
  • Radparcours

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Paul Kiss (1894–1961), Politiker (NSDAP)
  • Ivan Wurglics (1924–2002), Landesbeamter und Politiker der SPÖ, Abgeordneter zum Burgenländischen Landtag
  • Christine Heindl (* 1950), Berufsschullehrerin und ehemalige österreichische Politikerin (Grüne), 1990–1994 Abgeordnete zum Nationalrat

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Markt Sankt Martin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Friedrich Kümel: Vulkanismus und Tektonik der Landseer Bucht im Burgenland. Jahrbuch der Geologischen Bundesanstalt. 86. Band Wien 1936. Seiten 203-235. (PDF)
  2. Statistik Austria, Bevölkerung am 1.1.2015 nach Ortschaften
  3. N.N. (o.J.): Aus der Geschichte des Ortes Neudorf bei Landsee. (o.O.).
  4. Adelheid Schmeller-Kitt (1976): Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Burgenland. Hg. vom Institut für österreichische Kunstforschung des Bundesdenkmalamtes. Verlag Anton Schroll Wien. Seite 203f.
  5. Adelheid Schmeller-Kitt: Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs. Burgenland. Hg. vom Institut für österreichische Kunstforschung des Bundesdenkmalamtes. 2. Auflage 1980. Verlag Anton Schroll Wien. Seiten 165–167. ISBN 3-7031-0493-7.
  6. Kuhstall-Nasa Homepage
  7. Autohaus Dorner
  8. Tischlerei Parapatits
  9. Familie Schütz - Kürbis- und Mohnprodukte