Marktschwärmer

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Marktschwärmer ist ein Social Startup-Unternehmen, das im Jahr 2011 in Frankreich gegründet wurde. In Frankreich tritt das Unternehmen unter dem Namen La Ruche qui dit Oui auf. Es organisiert moderne Bauernmärkte. Das Geschäftsmodell basiert auf einer Kombination aus Onlineshop und Bauernmarkt. Über die Plattform werden Produkte im Voraus bestellt und bezahlt. Entgegengenommen wird der Einkauf einmal wöchentlich bei der jeweiligen Abholstelle.

Aufbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Unternehmen, das als Netzwerk organisiert ist und ausschließlich regionale Lebensmittel vertreibt, hat sich zum Ziel gesetzt, Erzeuger und Verbraucher wieder näher zusammenzubringen. Die Entfernung zwischen Erzeuger und Verteilungspunkt beträgt im Durchschnitt 27,3 km. Der Verkauf findet im Wochenrhythmus statt. Einmal in der Woche bestellen die Mitglieder über die Website Lebensmittel aus der Region. Nach Verkaufsschluss findet zwei Tage später die örtliche Verteilung statt. Erzeuger oder Gastgeber sind dann für 2 Stunden persönlich vor Ort, sodass neben dem Verkauf ein persönlicher Kontakt zwischen Mitgliedern und Erzeugern entstehen kann.[1]

In Deutschland hat das Unternehmen im Februar 2017 seinen Namen von Food Assembly zu Marktschwärmer geändert.[2] Die erste Marktschwärmerei in der Schweiz eröffnete im Dezember 2016 in der Markthalle Basel.[3]

Das Konzept gibt es inzwischen in Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Niederlanden, Dänemark, Schweiz, Italien und Spanien. Insgesamt gibt es in Europa 1042 örtliche Verteilungspunkte. In Deutschland bestehen 40 Schwärmereien in neun Bundesländern.

Resonanz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über das Unternehmen wurde in verschiedenen Medien berichtet, unter anderem in der ARD,[4] dem Deutschlandfunk,[5] der britischen Zeitung The Guardian,[6] der Presseagentur Reuters[7] und in verschiedenen lokalen Medien.[8]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerischer Rundfunk: Marktschwärmer vom 16.05.2017: Online bestellen, regional essen | BR Mediathek VIDEO. Abgerufen am 29. Mai 2017 (deutsch).
  2. Regional handeln, regional heißen| BZZZ! Das Blog. In: Marktschwärmer | BZZZ! Das Blog. 21. Februar 2017, abgerufen am 29. Mai 2017.
  3. TagesWoche: Die frischen Waren vom Markt sind ab sofort nur noch einen Klick entfernt. Abgerufen am 7. September 2017.
  4. „Food Assembly“ – Der moderne Bauernmarkt – ard.de (Memento vom 21. August 2016 im Internet Archive)
  5. Food Assemblys – Per Mausklick beim Bauern um die Ecke einkaufen (Archiv) – Deutschlandfunk.de
  6. A new way to buy local produce? Food Assembly is coming to Britain – Life and style – The Guardian
  7. France’s Food Assembly benefits from European tech funding rush – Reuters
  8. „Food Assembly“: In Ehrenfeld steht Kölns erster Internet-Hofladen – Kölner Stadt-Anzeiger