Markus M. Ronner

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Markus M. Ronner (* 21. Juni 1938 in Bern) ist ein Schweizer Theologe, Publizist und Journalist. Bekannt wurde Ronner mit zeitkritischen Aphorismen und einer Reihe von Zitate-Handbüchern.

Beruflicher Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Pfarrerssohn Ronner studierte in Zürich und Bonn Philosophie, Religionsgeschichte, Kirchengeschichte sowie Altes und Neues Testament. Während des Zweiten Vatikanischen Konzils war er Beobachter und Kommentator mehrerer Schweizer Zeitungen und Zeitschriften. Er trat in die Redaktion der Basler Nachrichten ein.

Zwei Jahre lang leitete er die außenpolitische Redaktion der Zürichsee-Zeitung (1964/65), ab 1966 die des Schweizer Rundfunks („Echo der Zeit“) und wurde sodann Chefredaktor der Weltwoche, bei der er von 1970 bis 1980 als „Blattmacher“ für das Thema Deutschland-Politik sowie für die Medienkritik verantwortlich zeichnete.

1982 wurde Ronner Verlagsdirektor, anschliessend publizistischer Leiter des Zürcher Verlagshauses Jean Frey AG und persönlicher Verleger-Berater. Daneben arbeitete er als Texter und Drehbuchautor für ZDF, ORF, ARD und RTL und war bis 1994 Ghostwriter von Thomas Gottschalk.

1986/87 war er Autor des „Prominenten-Gesprächs“ in der SonntagsZeitung, 1993/94 Kolumnist der Welt. Seit 1994 ist er als Kolumnist und Texter diverser deutschsprachiger Zeitungen, als Berater von Zeitungsmachern und als Buchautor tätig.

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ronner heiratete 1968 die Radio-Redakteurin Ursula Krähenbühl. Mit ihr lebt er in Küsnacht am Zürichsee und auf Sylt.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Aktive Neutralität (1967) Paul Haupt Bern.

Satiren / Aphorismen / Glossen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Moment mal! Aphorismen (1974) Benteli Bern.
  • Satiren, Burlesken, Sarkasmen (1975) Jean Frey Zürich.
  • Elegien, Eskapaden, Kapriolen, Humoresken (1977) Jean Frey Zürich.
  • Auch das noch! Glossen (1979) Benteli Bern.

Porträts / Interviews / Wider-Sprüche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Imaginäre Interviews. Begegnung mit lebender und überlebter Prominenz. Mit Karikaturen von Armin Schäffer (1980) Edition C, Herisau.
  • Wider-Sprüche. Zitierte und antizitierte Prominenz (1994) Haffmans Zürich.
  • Nahaufnahmen. 40 Porträts prominenter Zeitzeugen. Die besten Ronner-Kolumnen aus der „Welt“ (1995) Edition Ferenczy bei Bruckmann München.

Nachschlagewerke / Zitate / Pointen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die treffende Pointe. Humoristisch-satirische Geistesblitze des 20. Jahrhunderts (1974, 1.–10. Tausend; 2. Auflage 1975, 11.–20. Tausend; 3. Auflage 1979, 21.–30. Tausend). Ott, Thun.
  • Neue treffende Pointen. 10.000 weitere Geistesblitze des 20. Jahrhunderts (1978, 1.–10. Tausend; 2. Auflage 1980, 11.–20. Tausend). Ott, Thun.
  • Treffende Pointen ums liebe Geld (1985) Ott, Thun.
  • Der treffende Geistesblitz. 10.000 Aphorismen, Pointen und Bonmots des 20. Jahrhunderts (1990). Ott, Thun.
  • Zitate zu Lesen & Schreiben mit Zeichnungen von Ivan Steiger (1990). Zytglogge, Bern.
  • Die besten Pointen des 20. Jahrhunderts. Gondrom, Bindlach 1990, ISBN 3-8112-0670-2.
  • Die richtige Pointe (1991). Wissen Herrsching.
  • Genuss ist eine Frage der Phantasie.
  • Lexikon der treffenden Pointen. 10.000 satirische Geistesblitze des 20. Jahrhunderts (1995). Ullstein, Frankfurt am Main / Berlin.
  • Treffende Pointen zu Geld und Geist. Zeitgenössische Zitate von A wie Abfindung bis Z wie Zweitwohnung (2000) Ott, Thun.
  • Zitate-Lexikon des 20. Jahrhunderts. Carta, Zürich 2000; 2. Auflage 11.–20. Tausend, Orell Füssli, Zürich 2003, ISBN 978-3-280-05050-7.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heinrich Böll: Freies Geleit für Ulrike Meinhof. Markus M. Ronner im „Weltwoche“-Gespräch mit Heinrich Böll Kiepenheuer & Witsch, Köln 1972.
  • Heinrich Böll: Gesammelte Werke. Gespräch mit Weltwoche-Chefredakteur Markus M. Ronner. Kiepenheuer & Witsch, Köln 1979.
  • Wolfgang Mieder: „Spaß muß sein“, sagte der Spaßmacher, aber… Zu den Sagwörtern von Markus M. Ronner. In: Sprachspiegel 42, 1986, S. 162–170 (Digitalisat).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]