Markus Weinzierl

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Markus Weinzierl
Markus weinzierl.jpg
Markus Weinzierl (2018)
Personalia
Geburtstag 28. Dezember 1974
Geburtsort StraubingDeutschland
Größe 180 cm
Position Abwehr
Junioren
Jahre Station
0000–1989 TSV Straubing
1989–1992 1. FC Passau
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1992–1994 1. FC Passau 47 0(7)
1994–1995 SV Lohhof 23 0(5)
1995–1999 FC Bayern München Am. 113 (10)
1998–1999 FC Bayern München 0 0(0)
1999–2001 Stuttgarter Kickers 40 0(1)
2001 SpVgg Unterhaching 4 0(0)
2002–2005 SSV Jahn Regensburg 17 0(0)
Stationen als Trainer
Jahre Station
2006–2008 SSV Jahn Regensburg (Co-Trainer)
2008–2012 SSV Jahn Regensburg
2012–2016 FC Augsburg
2016–2017 FC Schalke 04
2018–2019 VfB Stuttgart
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.
Stand: Karriereende

Markus Weinzierl (* 28. Dezember 1974 in Straubing) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler und derzeitiger -trainer.

Während seiner aktiven Karriere absolvierte er 44 Spiele in der 2. Bundesliga für die Stuttgarter Kickers sowie für die SpVgg Unterhaching, ehe er 2005 als Spieler des SSV Jahn Regensburg verletzungsbedingt seine Laufbahn als Spieler beenden musste. Danach startete er eine Trainerkarriere und stieg mit der ersten Mannschaft des SSV Jahn Regensburg 2012 in die 2. Bundesliga auf, ehe er in die Bundesliga wechselte, wo er zunächst den FC Augsburg und den FC Schalke 04 trainierte. Bis zum 20. April 2019 war er Cheftrainer des VfB Stuttgart.

Spielerkarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über die Jugendvereine TSV Straubing (bis 1989) und 1. FC Passau (bis 1994) sowie den SV Lohhof (Saison 1994/95) gelangte Weinzierl zum FC Bayern München, für dessen Amateure er bis 1999 spielte. Zum Kader der ersten Mannschaft gehörte er in der Spielzeit 1998/99, kam aber zu keinem Pflichtspieleinsatz.

1999 wechselte er zu den Stuttgarter Kickers, für die er bis 2001 40 Zweitligaspiele absolvierte. Sein Debüt im bezahlten Fußball gab er am 15. August 1999 (1. Spieltag) bei der 1:4-Niederlage im Auswärtsspiel gegen Alemannia Aachen; sein einziger Treffer gelang ihm in der Folgesaison, am 16. Dezember 2000 (18. Spieltag), als er beim 3:1-Auswärtserfolg bei Rot-Weiß Oberhausen den Führungstreffer zum 1:0 per Strafstoß erzielte.

Mit dem Abstieg der Stuttgarter Kickers wechselte Weinzierl zum Zweitligisten SpVgg Unterhaching, für den er allerdings nur vier Monate spielte, um sich im Januar 2002 dem Regionalligisten SSV Jahn Regensburg anzuschließen. Eine Verletzung zwang ihn 2005, seine Spieler-Karriere zu beenden.

Weinzierl bestritt insgesamt sieben Spiele im DFB-Pokal-Wettbewerb: drei für die Stuttgarter Kickers sowie je zwei für die SpVgg Unterhaching und den SSV Jahn Regensburg.

Trainerkarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im April 2006 kehrte Weinzierl als Co-Trainer von Günter Güttler zum späteren Viertligisten SSV Jahn Regensburg zurück und war dort ab November 2008 – nach der Entlassung von Thomas Kristl – Cheftrainer. Er führte die Oberpfälzer in der Saison 2011/12 über die Relegation in die 2. Bundesliga. Weinzierl sagte über seine Anfangszeit als Cheftrainer, er sei ins kalte Wasser gesprungen, geschwommen und nicht untergegangen.[1]

Markus Weinzierl (2015)

Am 17. Mai 2012 – wenige Tage nach dem Aufstieg mit Jahn Regensburg – gab der FC Augsburg bekannt, dass Weinzierl zur Saison 2012/13 neuer Cheftrainer werde.[2] Er übernahm das Team von Jos Luhukay, der nach dem letzten Spieltag der Vorsaison zurückgetreten war, und schaffte nach nur neun gewonnenen Punkten aus der Hinrunde noch den Klassenerhalt. Die spielerische Entwicklung setzte sich auch in der Folgesaison fort; Weinzierl war mit seinem Team, das als Ziel nur den Klassenerhalt ausgegeben hatte, nie in Abstiegsgefahr. Stattdessen erreichte er mit dem FCA den achten Platz, was die bis dahin erfolgreichste Saison der Augsburger bedeutete, und hatte noch am letzten Spieltag die Chance auf einen Europapokalplatz. Danach wurde er von der Vereinigung der Vertragsfußballspieler mit 30,7 % noch vor Meistertrainer Pep Guardiola (25,6 %) und Vizemeister Jürgen Klopp (18,6 %) zum besten Trainer der Saison 2013/14 gewählt. In der Saison 2014/15 steigerten sich die Augsburger, wieder nur auf Abstiegsverhinderung fokussiert, nochmals, waren zeitweise Tabellendritter und setzten schließlich mit dem fünften Platz nach der Vorsaison eine neue Bestmarke. Gleichzeitig bedeutete dies mit der sicheren Europa-League-Qualifikation die erstmalige Europapokalteilnahme und damit bis dahin den größten Erfolg des Vereins. In der Saison 2015/16 war Weinzierl, nach dem Rücktritt von Lucien Favre, der dienstälteste Trainer der Bundesliga. Nach Ende der Saison 2015/16 trennten sich Weinzierl und der FC Augsburg.[3]

Weinzierl übernahm ab der Saison 2016/17 den FC Schalke 04.[4] Nachdem er in der Liga den 10. Platz erreicht hatte, wurde er beurlaubt und zur neuen Saison durch Domenico Tedesco ersetzt.[5]

Am 10. Oktober 2018 übernahm Weinzierl die nach sieben Spieltagen mit fünf Punkten auf dem letzten Tabellenplatz stehende Bundesligamannschaft des VfB Stuttgart als Nachfolger des beurlaubten Tayfun Korkut.[6] Am 20. April 2019 wurde Weinzierl nach einer 0:6-Niederlage beim FC Augsburg entlassen.[7][8]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jürgen Herda: Nach dem Anpfiff ist man machtlos. Interview auf Oberpfalz Netz, 20. Januar 2012, abgerufen am 2. März 2017.
  2. FCA-Trainer: Weinzierl wird’s. Pressemeldung des FC Augsburg, 17. Mai 2012, abgerufen am 2. März 2017.
  3. Weinzierl trennt sich von Augsburg. Kicker-Sportmagazin, 24. Mai 2016, abgerufen am 2. März 2017.
  4. Markus Weinzierl wird Chef-Trainer auf Schalke. Meldung des FC Schalke 04, 2. Juni 2016, abgerufen am 2. März 2017.
  5. Meldung (Memento des Originals vom 7. September 2017 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/m.schalke04.de des FC Schalke 04, abgerufen am 9. Juni 2017.
  6. Markus Weinzierl ist neuer Cheftrainer des VfB, vfb.de, abgerufen am 9. Oktober 2018.
  7. Der VfB Stuttgart trennt sich von Trainer Markus Weinzierl, SWR Sport, 20. April 2019, abgerufen am 20. April 2019.
  8. Der VfB trennt sich von Markus Weinzierl, vfb.de, 20. April 2019, abgerufen am 20. April 2019.
  9. Weinzierl bester Trainer: Marco Reus VDV-Spieler der Saison. sid-Meldung auf RP Online, 3. Juni 2014, abgerufen am 2. März 2017