Markus Wissen

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Markus Wissen (geboren 1965) ist ein deutscher Politikwissenschaftler. Er ist Professor für Gesellschaftswissenschaften mit dem Schwerpunkt sozial-ökologische Transformationsprozesse an der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin[1].

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wissen studierte bis 1994 an der Freien Universität Berlin Politikwissenschaften und promovierte 1999 dort mit einer Arbeit mit dem Titel Die Peripherie in der Metropole: zur Regulation sozialräumlicher Polarisierung in Nordrhein-Westfalen im Jahr 1999[2]. Zwischen 2000 und 2007 arbeitete Markus Wissen an verschiedenen wissenschaftlichen Forschungsprojekten mit u. a. an der Hochschule für Wirtschaft und Politik Hamburg, der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, der Freien Universität Berlin und dem Leibniz-Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung (IRS) Erkner[3].

2011 wurde er an der Universität Wien für das Fach Politikwissenschaft mit der Arbeit Gesellschaftliche Naturverhältnisse in der Internationalisierung des Staates: Konflikte um die Räumlichkeit staatlicher Politik und die Kontrolle natürlicher Ressourcen habilitiert.[4][5] Im Wintersemester 2012 wurde Wissen auf eine Professur an der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin berufen.

Zu seinen Arbeitsschwerpunkten gehören die gesellschaftlichen Naturverhältnisse, die Umweltpolitik, die Transformation von (Auto-)Mobilität sowie die räumliche Dimensionen der Transformation von Staatlichkeit[6]. Wissen ist Mitglied der PROKLA-Redaktion[7].

Im Jahr 2017 veröffentlichte er zusammen mit Ulrich Brand das Buch Imperiale Lebensweise. Zur Ausbeutung von Mensch und Natur im globalen Kapitalismus, das zahlreich rezipiert wurde, mehrere Auflagen erlebte und es auf Platz 17 der SPIEGEL-Bestsellerliste in der Rubrik "Sachbuch" schaffte[8].

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • mit Ulrich Brand (2018): The Limits to Capitalist Nature. Theorizing and Overcoming the Imperial Mode of Living, London: Rowman & Littlefield. ISBN 978-1-78660-155-1.
  • mit Ulrich Brand (2017): Imperiale Lebensweise. Zur Ausbeutung von Mensch und Natur im globalen Kapitalismus, München: Oekom. ISBN 978-3-86581-843-0
  • (2011): Gesellschaftliche Naturverhältnisse in der Internationalisierung des Staates. Münster: Dampfboot Verlag. ISBN 978-3-89691-878-9.
  • mit Matthias Naumann (2006): Neue Räume der Wasserwirtschaft : Untersuchungen zur Trinkwasserver- und Abwasserentsorgung in den Regionen München, Hannover und Frankfurt (Oder). Berlin. ISBN 978-3-88118-393-2.
  • (2000): Die Peripherie der Metropole. Zur Regulation sozialräumlicher Polarisierung in Nordrhein-Westfalen. Münster: Dampfboot Verlag. ISBN 978-3-89691-878-9.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kontakt. Abgerufen am 17. Januar 2019.
  2. Wissen, Markus, 1965-: Die Peripherie in der Metropole : zur Regulation sozialräumlicher Polarisierung in Nordrhein-Westfalen. Westfälisches Dampfboot, Münster 2000, ISBN 3-89691-482-0.
  3. Kontakt. Abgerufen am 18. Januar 2019.
  4. Erteilung der Lehrbefugnis auf der Website der Universität Wien
  5. Habilitationsschrift auf der Website des Österreichischen Bibliothekenverbunds
  6. Markus Wissen | Verlag Westfälisches Dampfboot Bücher zu kritischen Theorien Sozialwissenschaften. Abgerufen am 18. Januar 2019.
  7. Redaktion | PROKLA. Zeitschrift für kritische Sozialwissenschaft. Abgerufen am 18. Januar 2019.
  8. Internationale Politik | “Imperiale Lebensweise” auf Spiegel-Bestseller-Liste. Abgerufen am 18. Januar 2019.