In ihrer Laufbahn gewann sie vier Doppeltitel, drei davon auf der ITF-Turnieren und einen auf der WTA Tour. Ihre höchste Platzierung in der Weltrangliste erreichte sie 2002 im Einzel mit Platz 36, in der Doppelweltrangliste wurde sie im Januar 2005 auf Platz 34 geführt. Ihr einziges WTA-Einzelfinale verlor sie 2004 in Bali gegen Swetlana Kusnezowa. Von 1999 bis 2004 beendete Weingärtner die Saison stets in den Top 100, zweimal in den Top 50.
Verletzungsbedingt beendete Weingärtner ihre sportliche Karriere im Jahr 2005. Ihr letztes Match war eine 2:6-, 0:6-Niederlage gegen Sun Tiantian in der Qualifikation für die US Open im September, der letzte Sieg (1:6, 6:2, 6:2) gelang ihr im Februar 2005 in Pattaya gegen Martina Hingis.
Beim WTA-Turnier in Bad Gastein im Juli 2008 trat sie noch ein letztes Mal bei einem Profiturnier an. An der Seite der von einer schweren Krebserkrankung genesenen Sandra Klemenschits überstand sie kampflos die erste Runde im Doppel, in der zweiten Runde mussten sich die beiden der chinesischen Paarung Xu Yifan/Zhang Shuai geschlagen geben.
Neben ihrer Tenniskarriere war sie künstlerisch tätig; ihre Bilder signierte sie mit dem Künstlernamen Marwei.
Im Anschluss an ihre sportliche Karriere nahm Marlene Weingärtner an der Universität Ulm ein Medizinstudium auf, das sie im November 2013 abschloss.[1] 2019 wurde sie in Ulm promoviert.[2] Inzwischen arbeitet sie als niedergelassene Ärztin und Osteopathin in Berchtesgaden.[3]
Helmut Heimann: Marlene Weingärtner. Eine Achterbahn-Karriere (in der Reihe „Glanzlichter des donauschwäbischen Sports“). In: Das Donautal-Magazin, 32. Jg. 2008 (Heft 152), S. 52–54; 33. Jg. 2009 (Heft 155), S. 61–63