Maroldsweisach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Maroldsweisach
Maroldsweisach
Deutschlandkarte, Position des Marktes Maroldsweisach hervorgehoben
50.197510.663611111111334Koordinaten: 50° 12′ N, 10° 40′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Unterfranken
Landkreis: Haßberge
Höhe: 334 m ü. NHN
Fläche: 71,87 km²
Einwohner: 3415 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 48 Einwohner je km²
Postleitzahl: 96126
Vorwahl: 09532
Kfz-Kennzeichen: HAS, EBN, GEO, HOH
Gemeindeschlüssel: 09 6 74 171
Marktgliederung: 28 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Hauptstr. 24
96126 Maroldsweisach
Webpräsenz: www.maroldsweisach.de
Bürgermeister: Wolfram Thein (SPD)
Lage des Marktes Maroldsweisach im Landkreis Haßberge
Ermershausen Maroldsweisach Pfarrweisach Untermerzbach Bundorf Ebern Rentweinsdorf Burgpreppach Aidhausen Riedbach Hofheim in Unterfranken Kirchlauter Breitbrunn (Unterfranken) Ebelsbach Stettfeld Eltmann Oberaurach Königsberg in Bayern Gädheim Haßfurt Zeil am Main Sand am Main Theres Wonfurt Rauhenebrach Knetzgau Thüringen Thüringen Landkreis Coburg Landkreis Lichtenfels Bamberg Landkreis Bamberg Landkreis Bamberg Landkreis Rhön-Grabfeld Landkreis Bad Kissingen Landkreis SchweinfurtKarte
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Maroldsweisach ist ein Markt im unterfränkischen Landkreis Haßberge in Bayern.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Maroldsweisach liegt in der Region Main-Rhön am Rand des Naturparks Haßberge, am Fuß des Zeilberges.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die 17 Ortsteile (in Klammern die Einwohnerzahl, Stand: 31. Dezember 2008) sind[2]:

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Nachbargemeinden sind, von Norden beginnend im Uhrzeigersinn: Schweickershausen, Hellingen (Thüringen) Seßlach (Oberfranken), Pfarrweisach, Burgpreppach, Hofheim in Unterfranken, Bundorf, Sulzdorf an der Lederhecke und Ermershausen.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Burg Altenstein, zu deren Besitz Maroldsweisach im Mittelalter gehörte, wurde 1225 erstmals erwähnt und verfällt seit 1703. Maroldsweisach war der Sitz des gleichnamigen Rittergutes der Freiherren von Horneck, das 1806 im Großherzogtum Würzburg des Erzherzog Ferdinand von Toskana mediatisiert wurde. 1814 fiel es zusammen mit dem Großherzogtum an Bayern.

Maroldsweisach erreichte im Jahr 1978 einige Bekanntheit durch die verordnete Eingemeindung von Ermershausen im Rahmen der Gebietsreform in Bayern, das sich vehement widersetzte. Dies gipfelte in der Besetzung des Rathauses von Ermershausen und der Errichtung von Barrikaden durch die Bürger, um die Verlegung der Gemeindeverwaltung nach Maroldsweisach zu verhindern. Das Dorf wurde schließlich von mehreren Hundertschaften der Bereitschaftspolizei gestürmt und das Rathaus geräumt. Die Eingemeindung wurde am 1. Mai 1978 vollzogen.[3] Seit dem 1. Januar 1994 ist Ermershausen wieder selbstständig.[4]

Religionen[Bearbeiten]

75 % der Bevölkerung sind evangelisch, rund 25 % römisch-katholisch.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Juli 1971 wurden die bis dahin selbständigen Gemeinden Allertshausen und Marbach eingegliedert.[5] Gückelhirn kam am 1. Juli 1975 hinzu. Altenstein folgte am 1. Januar 1976, Pfaffendorf am 1. Juni 1976. Auch ein Teil der Gemeinde Burgpreppach mit damals etwa 50 Einwohnern wurde am 1. Juni 1976 umgegliedert. Ditterswind, Hafenpreppach und Wasmuthhausen verloren am 1. Januar 1978 ihre Selbständigkeit und wurden in den Markt Maroldsweisach eingegliedert. Die Reihe der Eingemeindungen wurde mit der Eingliederung von Dürrenried, Eckartshausen, Ermershausen (mit dem am 1. Juli 1973 eingegliederten Markt Birkenfeld und der ehemaligen Gemeinde Dippach) und Voccawind am 1. Mai 1978 abgeschlossen.[3]

Ausgliederung[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1994 wurde der Ortsteil Ermershausen aus dem Markt Maroldsweisach ausgegliedert. Birkenfeld und Dippach verblieben im Markt.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • 1961: 3939 ohne Ermershausen, 4875 mit Ermershausen[3]
  • 1970: 3868 ohne Ermershausen, 4758 mit Ermershausen[3]
  • 1987: 3956 ohne Ermershausen
  • 2000: 3929
  • 2011: 3532

Politik[Bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Wolfram Thein (SPD), der sich bei den Wahlen am 16. März 2014 mit einer Mehrheit von nur 43 Stimmen (51,01 zu 48,99 Prozent) gegen seinen Konkurrenten Harald Deringer (CSU) durchsetzen konnte und damit für die nächsten sechs Jahre, als Nachfolger von Wilhelm Schneider (CSU), das Oberhaupt der Marktgemeinde sein wird.

Marktgemeinderat[Bearbeiten]

CSU SPD FWG Junge Christliche Union Junge Bürger Gesamt
2014 5 6 2 2 1 16 Sitze
2008 6 6 1 2 1 16 Sitze

Wappen[Bearbeiten]

„Unter rotem Wellenschildhaupt darin drei goldene Hämmer in Silber über grünem Dreiberg eine schräg links liegende schwarze Leiter“.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 1.832.000 €, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) umgerechnet 648.000 €.

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 14, im produzierenden Gewerbe 459 und im Bereich Handel und Verkehr 140 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 380 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1397. Im verarbeitenden Gewerbe gab es zwei, im Bauhauptgewerbe zehn Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 118 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 3015 Hektar, davon waren 2420 Hektar Ackerfläche und 583 Hektar Dauergrünfläche.

Verkehr[Bearbeiten]

Die Bundesstraße 279 führt als Hauptstraße durch Maroldsweisach.

Dort war auch der Endpunkt der Bahnstrecke Breitengüßbach–Maroldsweisach. 1988 erfolgte die Einstellung des Personenverkehrs, 2001 die endgültige Stilllegung und danach der Abbau des Streckenabschnitts Ebern-Maroldsweisach.

Bildung[Bearbeiten]

Schloss Maroldsweisach
Burg Altenstein

Im Jahr 2013 gab es folgende Einrichtungen:

  • Eine Kindertageseinrichtung mit 112 Plätzen und 109 Kindern
  • Zwei Volksschulen mit 17 Lehrkräften und 265 Schülern
  • Eine Volksschule zur sonderpädagogischen Förderung mit 30 Lehrkräften und 146 Schülern

Brauereien[Bearbeiten]

Heute gibt es auf dem Gebiet der Gemeinde nur noch die Brauerei Hartleb in Maroldsweisach.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten]

Liste der Baudenkmäler in Maroldsweisach

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111025/124357&attr=OBJ&val=1638
  3. a b c d  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 758 bis 760.
  4. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 1994
  5.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 453.
  6. [1]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Maroldsweisach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien