Marostica
| Marostica | ||
|---|---|---|
| Staat | Italien | |
| Region | Venetien | |
| Provinz | Vicenza (VI) | |
| Lokale Bezeichnung | Maròstega | |
| Koordinaten | 45° 45′ N, 11° 39′ O | |
| Höhe | 103 m s.l.m. | |
| Fläche | 36 km² | |
| Einwohner | 14.043 (31. Dez. 2024)[1] | |
| Fraktionen | Crosara, Marsan, Pradipaldo, San Luca, Valle San Floriano, Vallonara | |
| Postleitzahl | 36063 | |
| Vorwahl | 0424 | |
| ISTAT-Nummer | 024057 | |
| Bezeichnung der Bewohner | Marosticensi | |
| Schutzpatron | San Simeone | |
| Website | Gemeinde Marostica | |
Lage der Gemeinde Marostica in der Provinz Vicenca | ||
Marostica ist eine Stadt in der italienischen Provinz Vicenza, Region Venetien.
Lage und Einwohner
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die 14.043 Einwohner (Stand 31. Dezember 2024) zählende Gemeinde liegt rund 30 Kilometer nordöstlich von der Provinzhauptstadt Vicenca in einer flachen und hügeligen Gegend am Fuße des Asiago-Plateaus und wird vom Bach Longhella durchquert, der in der Fraktion San Luca entspringt.
Die Nachbargemeinden sind Bassano del Grappa, Conco, Lusiana, Mason Vicentino, Molvena, Nove, Pianezze, Salcedo und Schiavon.
Bevölkerungsentwicklung
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Verkehrsanbindung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Stadt wird von der Staatsstraße 248 (SS 248) durchquert und grenzt an die Pedemontana Veneta.
Der öffentliche Nahverkehr in Marostica wird von Bussen der Società Vicentina Trasporti (SVT), ehemals Ferrovie Tramvie Vicentine (FTV), betrieben.
Zwischen 1910 und 1961 gab es in der Stadt eine Haltestelle der Straßenbahnlinie Vicenza–Bassano del Grappa, die ebenfalls von der FTV betrieben wurde.

Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Sehenswert sind das im 14. und 15. Jahrhundert erbaute, monumentale Castello da Basso, auch „Castello Inferiore“ (ital.: untere Burg) genannt, an der von Arkaden umgebenen Piazza Castello, ferner die Ruine des Castello Superiore (ital.: obere Burg) auf dem Felsen über dem Ort.
In der Pfarrkirche S. Antonio Abate befindet sich das Gemälde Paulus predigt in Athen, ein Hauptwerk von Jacopo Bassano aus dem Jahr 1574.
Veranstaltungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Ort ist wegen des lebenden Schachspiels (mit Darstellern in „mittelalterlichen“ Kostümen) berühmt, das seit 1954 alle zwei Jahre auf der Piazza Castello ausgerichtet wird.[2] Die Veranstalter behaupteten anfangs, damit an ein angeblich 1454 ausgetragenes Schachspiel um die Hand der Tochter des Burgherrn erinnern zu wollen. Tatsächlich hatte der Student Francesco Pozza 1923 die Geschichte erfunden.[2] Gleichwohl lebt die Legende in einigen Medien bis heute fort.
Städtepartnerschaften
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Söhne und Töchter der Stadt
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Prospero Alpini (1553–1617), Arzt und Botaniker
- Vincenzo Chiminello (1741–1815), Astronom
- Alfredo Dinale (1900–1976), Radrennfahrer und Olympiasieger
- Virgilio Maroso (1925–1949), Fußballspieler
- Piergiorgio Silvano Nesti (1931–2009), Kurienerzbischof
- Giuliana Chenal Minuzzo (1931–2020), Skirennfahrerin
- Giovanni Battaglin (* 1951), Radrennfahrer
- Gianni Faresin (* 1965), Radrennfahrer
- Tatiana Guderzo (* 1984), Radsportlerin
- Melania Dalla Costa (* 1988), italienisch-französische Schauspielerin, Drehbuchautorin und Filmemacherin
- Enrico Battaglin (* 1989), Radrennfahrer
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Homepage der Stadt (italienisch)
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Bilancio demografico e popolazione residente per sesso al 31 dicembre 2024. ISTAT. (Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2024).
- 1 2 Stefan Löffler: Schach. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17. November 2023, S. 9.
