Marschall von Frankreich

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Französischer Marschallstab, le baton du maréchal de France
Maréchal de France

Marschall von Frankreich (französisch Maréchal de France) ist die höchste militärische Auszeichnung der französischen Republik. Es handelt sich nicht um einen Dienstgrad oder ein Amt, sondern um eine nur selten vergebene, auch bereits in mehreren Fällen dem Geehrten erst nach seinem Tode zuerkannte staatliche Ehrenbezeichnung. Der Titel des Marschalls von Frankreich geht auf die alte französische Monarchie zurück und bezeichnete ursprünglich das militärische Stellvertreteramt des Kronfeldherrn des Königs von Frankreich. Erster Marschall von Frankreich war Albéric Clément, für ihn war das Amt um 1190 von Philipp II. geschaffen worden.

Erstes Kaiserreich[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Maréchal d'Empire

Neben diesen gab es noch zwei aufeinander folgende Großmarschälle des Palastes: Géraud-Christophe-Michel Duroc und Henri-Gratien Bertrand.

Neuere Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Errichtung der Dritten Republik wurde erst nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs der Rang eines Marschalls von Frankreich wieder neu geschaffen:

Die letzten Marschälle wurden für ihre Leistungen während des Zweiten Weltkrieges geehrt. Dies waren:

Während französische Armeegenerale noch heute fünf Sterne tragen, trugen die Marschälle sieben Sterne an ihren Manschetten, auf den Schultern, vorn am Képi und auf dem Marschallsstab.

Nichtfranzösische Marschälle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter den wenigen Ausländern, die jemals die französische Marschallswürde erlangten, waren sechs Deutsche:

Der österreichische General Karl Philipp Fürst zu Schwarzenberg lehnte die ihm von Napoleon angebotene Würde eines französischen Marschalls unter Verweis auf eventuelle Loyalitätskonflikte ab.

Als letzter Ausländer wurde Ludwig Aloys (Hohenlohe-Waldenburg-Bartenstein) 1827 zum Marschall ernannt.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Christophe Brun, Geneviève Maze-Sencier: Dictionnaire des maréchaux de France. Du Moyen Âge à nos Jours. Perrin Editions, Paris 2000, ISBN 2-262-01735-2.
  • Louis Chardigny: Les Maréchaux de Napoléon. Nouvelle édition revue et mise à jour. Tallandier, Paris 2003, ISBN 2-84734-087-4.
  • Jacques Demougin (Red.): Les Maréchaux de Napoléon. Trésor du patrimoine, Paris 2003, ISBN 2-915118-02-7.
  • Jacques Jourquin: Dictionnaire des maréchaux du Premier Empire. Dictionnaire analytique, statistique et comparé des vingt-six maréchaux. 4e édition, refondue et très augmentée, Christian u. a., Paris 1999, ISBN 2-911090-05-5.
  • Vincent Rolin: Les aides de camp de Napoléon et des maréchaux sous le Premier Empire. 1804–1815. Editions Napoléon Ier, Saint-Cloud 2005, ISBN 2-9519539-4-1.
  • Jürgen Sternberger: Die Marschälle Napoleons. Pro Business, Berlin 2008, ISBN 978-3-86805-172-8.