Marsyangdi

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Marsyangdi
Daten
Lage Distrikte Manang, Lamjung, Tanahu, Gorkha (Nepal)
Flusssystem Ganges
Abfluss über Trishuli → Gandak → Ganges → Indischer Ozean
Quellgebiet Nordflanke der Annapurna (Himalaya)
28° 40′ 11″ N, 84° 0′ 22″ O
Quellhöhe ca. 5500 m
Mündung bei Mugling in die TrishuliKoordinaten: 27° 30′ 46″ N, 84° 20′ 0″ O
27° 30′ 46″ N, 84° 20′ 0″ O
Mündungshöhe 244 m
Höhenunterschied ca. 5256 m
Sohlgefälle ca. 35 ‰
Länge ca. 150 km
Einzugsgebiet 3850 km²[1][2] (nach anderen Quellen: 4805 km²)
Abfluss am Pegel Marsyangdi-Wasserkraftwerk[1]
AEo: 3850 km²
MQ
Mq
210 m³/s
54,5 l/(s km²)
Linke Nebenflüsse Dordi, Chepe, Daraudi
Rechte Nebenflüsse Paudi Khola
Kleinstädte Besisahar
Gemeinden Manang, Pisang, Chame

Vereinigung der beiden Quellflüsse des Marsyangdi

Wasserkraftwerk am Mittellauf des Marsyangdi

Der Marsyangdi (Nepali: मर्स्याङ्दी, marsyāṅdī) ist ein Fluss in Zentral-Nepal.

Er hat eine Länge von etwa 150 km, entspringt im Nordosten des Annapurna-Massives in einer Höhe von ca. 3600 m mit den beiden Quellflüssen Khangsar Khola und Thorong Khola (auch Jharsang Khola) und mündet bei Mugling in die Trishuli. Der Fluss fließt um die Ostseite des Annapurna-Massives durch die Distrikte Manang und Lamjung und trennt dieses vom Manaslu-Massiv. Dem Tal des Marsyangi folgt ein Teil des Annapurna-Rundweges (Annapurna Circuit) als auch des Manaslu-Rundweges (Manaslu Circuit).

Die größte Ortschaft am Marsyangdi ist Besisahar (780 m). Weitere bekannte Orte sind Manang (3550 m), Pisang (3300 m) und Chame (2700 m).

Wasserkraft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Unterlauf des Marsyangdi bei Ambukhaireni (348 m ) wurde 1990 ein 89-MW-Wasserkraftwerk gebaut[3][1]. Das Wasser wird aufgestaut und über einen Stollen dem Turbinenwerk (280 m ) 13 km flussabwärts zugeleitet, wodurch dem Fluss in der Trockenzeit (September bis Juni) auf dieser Strecke fast das ganze Wasser entzogen wird.

Ein zweites Kraftwerk (Middle Marsyangdi HEP; 70 MW) entstand 2009 am Mittellauf ca. 6 km südlich von Besisahar (610 m), das nach dem gleichen Prinzip arbeitet; der Einlauf befindet sich 7,7 km flussabwärts (534 m ). Das Kraftwerk muss häufig abgeschaltet werden, da der Fluss in der Trockenzeit nicht genug Wasser führt.[4]

Ein drittes Kraftwerk (Upper Marsyangdi-2 HEP; Laufwasserkraftwerk mit 600 MW) entsteht zurzeit an der Grenze der Distrikte Manang und Lamjung. Das Projekt soll 2016 fertiggestellt werden. Es umfasst einen 145 m langen und 31 m hohen Erdschüttdamm (). Das Bemessungshochwasser beträgt 4066 m³/s. Ein 9,2 km langer Triebwasserstollen mit einem Durchmesser von 6 m leitet das Wasser zum Kraftwerk (4 Einheiten zu je 150 MW). Die Fallhöhe beträgt 627,67 m.[5]

Freizeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Marsyangdi zählt zu den bekannteren Flüssen für Wildwasserflussabfahrten (Kajak und Rafting) mit Schwierigkeitsgraden von 4+ bis 5-.[6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Marsyangdi – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c nepalenergyforum.com
  2. geog.ucsb.edu
  3. Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 13. September 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/219.237.219.18
  4. Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 13. September 2014 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/hydro.energy-business-review.com
  5. nepalenergyforum.com: Upper Marsyangdi HEP
  6. http://www.nepal-himalaya.com/nepal/nepal-rafting/marsyangdi-river.html