Marte Olsbu Røiseland

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Marte Olsbu Røiseland Biathlon
Marte Olsbu 2016.jpg
Verband NorwegenNorwegen Norwegen
Geburtstag 7. Dezember 1990 (29 Jahre)
Geburtsort Arendal, Norwegen
Größe 167[1] cm
Gewicht 62 kg
Karriere
Verein Froland
Trainer Patrick Oberegger,
Sverre Waaler Kaas
Debüt im Europacup/IBU-Cup 2010
Debüt im Weltcup 2012
Weltcupsiege 17 (5 Einzelsiege)
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympische Medaillen 0 × Gold 2 × Silber 0 × Bronze
WM-Medaillen 9 × Gold 0 × Silber 3 × Bronze
EM-Medaillen 1 × Gold 0 × Silber 1 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Winterspiele
Silber 2018 Pyeongchang Sprint
Silber 2018 Pyeongchang Mixed-Staffel
IBU Biathlon-Weltmeisterschaften
Gold 2016 Oslo Staffel
Bronze 2016 Oslo Mixed-Staffel
Gold 2019 Östersund Staffel
Gold 2019 Östersund Mixed-Staffel
Gold 2019 Östersund Single-Mixed-Staffel
Gold 2020 Antholz Sprint
Gold 2020 Antholz Mixed-Staffel
Gold 2020 Antholz Single-Mixed-Staffel
Gold 2020 Antholz Staffel
Gold 2020 Antholz Massenstart
Bronze 2020 Antholz Verfolgung
Bronze 2020 Antholz Einzel
IBU Biathlon-Europameisterschaften
Gold 2014 Nové Město Sprint
Bronze 2014 Nové Město Staffel
Weltcupbilanz
Gesamtweltcup 4. (2018/19)
Einzelweltcup 6. (2019/20)
Sprintweltcup 3. (2018/19)
Verfolgungsweltcup 2. (2018/19)
Massenstartweltcup 4. (2018/19)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
Einzel 0 0 1
Sprint 4 1 3
Verfolgung 1 0 2
Massenstart 0 0 1
Staffel 12 4 6
letzte Änderung: 22. Februar 2020

Marte Olsbu Røiseland, geb. Marte Olsbu (* 7. Dezember 1990 in Arendal) ist eine norwegische Biathletin.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marte Olsbu Røiseland lebt in Froland und startet für den örtlichen Verein. Sie gehört seit 2011 dem norwegischen Nationalkader an. Sie gab ihr internationales Debüt zum Auftakt der Saison 2010/11 in Beitostølen im IBU-Cup und gewann als 31. eines Sprints sogleich Punkte. Erste internationale Meisterschaften wurden die Biathlon-Juniorenweltmeisterschaften 2011 in Nové Město na Moravě. Olsbu wurde Neunte des Einzels, 37. des Sprints und 27. des Verfolgungsrennens. In der Saison 2011/12 nahm sie regelmäßig am IBU-Cup teil. In Canmore erreichte sie als Zehntplatzierte ihr bestes Resultat in der Saison. Zum Auftakt der Saison 2012/13 verpasste sie in Idre als 40. und 29. in Sprintrennen zwar nennenswerte Ergebnisse, wurde dennoch eine Woche später in Östersund erstmals im Weltcup eingesetzt. Dort erreichte sie bei einem Einzel mit Rang 28 sofort eine Platzierung in den Punkten. In der Saison 2013/14 erreichte sie bei einem Sprint in Pokljuka, ihrem ersten Einsatz der Saison in der obersten Wettkampfserie des Biathlonsports, als Zehnte erstmals eine Platzierung unter den besten Zehn.

National gewann Røiseland bei den Meisterschaften 2011 in Målselv hinter Tora Berger die Vizemeisterschaft im Einzel, 2012 in Trondheim hinter Tora Berger und Synnøve Solemdal die Bronzemedaille im Massenstartrennen.

Zur Saison 2014/15 wurde Røiseland in den A-Nationalkader Norwegens berufen. In dieser Saison startete sie das erste Mal bei den Biathlon-Weltmeisterschaften. Im Sprint erreichte sie den 30. Platz und mit der Staffel wurde sie vierte. In der folgenden Saison nahm sie an den Weltmeisterschaften in Oslo teil. Nachdem sie mit der Mixed-Staffel die Bronzemedaille gewann, verfehlte sie im Sprint die Top-Ten mit einem elften Platz knapp. Zusammen mit Synnøve Solemdal, Fanny Horn Birkeland und Tiril Eckhoff gewann sie das Staffelrennen mit fünf Sekunden Vorsprung vor Frankreich.

Zu Beginn der Saison 2016/17 gewann Røiseland erneut ein Staffelrennen, dieses Mal die Mixed-Staffel mit Birkeland, Ole Einar Bjørndalen und Johannes Thingnes Bø. Diese Saison war ihre bis dahin beste, welche sie als zwölfte in der Gesamtwertung beendete

2018 qualifizierte sich Marte Olsbu Røiseland für ihre ersten Olympischen Spiele als beste im Weltcup liegende Norwegerin. Im ersten Rennen, dem Sprint, gewann sie die Silbermedaille, ebenso in der Mixedstaffel, hier gemeinsam mit Tiril Eckhoff, Johannes Thingnes Bø und Emil Hegle Svendsen. Die Saison beendete sie als 14. der Gesamtwertung

Im ersten Drittel der Saison 2018/19 konnte Røiseland ihre ersten Weltcupsieg im Sprint im tschechischen Nové Město vor Laura Dahlmeier und Paulína Fialková feiern. Die anschließende Verfolgung konnte sie ebenfalls für sich entscheiden. Im Januar konnte sie mit mehreren Ergebnissen unter den besten zehn, darunter ein dritter Platz in Antholz, an diese Erfolge anknüpfen. Beim Nordamerika-Weltcup in Soldier Hollow erreichte sie im Sprint ihren dritten Rennerfolg. Bei den Weltmeisterschaften in Östersund gewann sie zwar in keinem Einzelrennen eine Medaille, dafür aber in allen drei Staffelwettbewerben Gold. Insgesamt wurde sie im Gesamtweltcup Vierte.

Bei den Weltmeisterschaften in Antholz stellte Olsbu Røiseland einen von Laura Dahlmeier aufgestellten Rekord ein, indem sie in allen Disziplinen eine Medaille gewann. Da die Single-Mixed-Staffel erst seit 2019 bei Weltmeisterschaften ausgetragen wird, gewann sie, mit sieben Medaillen, eine Medaille mehr als Dahlmeier. Insgesamt waren es fünf Goldmedaillen und zwei Bronzemedaillen. Dies gelang vorher keinem einzigen Sportler im Biathlon.

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marte Olsbu heiratete am 11. August 2018 den Biathlontrainer Sverre Røiseland (* 1990), mit dem sie schon seit dem Skigymnasium Sirdal vor mehr als 10 Jahren befreundet ist.[2] Beide tragen jetzt den Familiennamen Olsbu Røiseland.[3]

Statistiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltcupsiege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelrennen Staffelrennen
Nr. Datum Ort Disziplin
1. 21. Dez. 2018 TschechienTschechien Nové Město Sprint
2. 22. Dez. 2018 TschechienTschechien Nové Město Verfolgung
3. 14. Feb. 2019 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Soldier Hollow Sprint
4. 09. Jan. 2020 DeutschlandDeutschland Oberhof Sprint
5. 14. Feb. 2020 ItalienItalien Antholz (WM) Sprint
6. 23. Feb. 2020 ItalienItalien Antholz (WM) Massenstart
Nr. Datum Ort Disziplin
1. 11. Mär. 2016 NorwegenNorwegen Oslo (WM) Staffel 1
2. 27. Nov. 2016 SchwedenSchweden Östersund Mixed-Staffel2
3. 07. Mär. 2019 SchwedenSchweden Östersund (WM) Mixed-Staffel3
4. 14. Mär. 2019 SchwedenSchweden Östersund (WM) Single-Mixed-Staffel4
5. 16. Mär. 2019 SchwedenSchweden Östersund (WM) Staffel5
6. 08. Dez. 2019 SchwedenSchweden Östersund Staffel6
7. 14. Dez. 2019 OsterreichÖsterreich Hochfilzen Staffel6
8. 11. Jan. 2020 DeutschlandDeutschland Oberhof Staffel5
9. 17. Jan. 2020 DeutschlandDeutschland Ruhpolding Staffel6
10. 13. Feb. 2020 ItalienItalien Antholz (WM) Mixed-Staffel7
11. 20. Feb. 2020 ItalienItalien Antholz (WM) Single-Mixed-Staffel4
12. 22. Feb. 2020 ItalienItalien Antholz (WM) Staffel5
2 mit Fanny Horn Birkeland, Ole Einar Bjørndalen und Johannes Thingnes Bø
3 mit Tiril Eckhoff, Johannes Thingnes Bø und Vetle Sjåstad Christiansen
4 mit Johannes Thingnes Bø
5 mit Synnøve Solemdal, Ingrid Landmark Tandrevold und Tiril Eckhoff
6 mit Karoline Offigstad Knotten, Ingrid Landmark Tandrevold und Tiril Eckhoff
7 mit Tiril Eckhoff, Johannes Thingnes Bø und Tarjei Bø

Weltcupplatzierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Tabelle zeigt alle Platzierungen (je nach Austragungsjahr einschließlich Olympische Spiele und Weltmeisterschaften).

  • 1.–3. Platz: Anzahl der Podiumsplatzierungen
  • Top 10: Anzahl der Platzierungen unter den ersten zehn (einschließlich Podium)
  • Punkteränge: Anzahl der Platzierungen innerhalb der Punkteränge (einschließlich Podium und Top 10)
  • Starts: Anzahl gelaufener Rennen in der jeweiligen Disziplin
  • Staffel: inklusive Mixedstaffeln
Platzierung Einzel Sprint Verfolgung Massenstart Staffel Gesamt
1. Platz 4 1 1 12 18
2. Platz 1 4 5
3. Platz 1 3 2 1 6 13
Top 10 2 17 17 11 36 83
Punkteränge 12 37 37 19 38 143
Starts 17 53 40 19 38 167
Stand: 23. Februar 2020

Olympische Winterspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ergebnisse bei Olympischen Winterspielen:

Olympische Winterspiele Einzel Sprint Verfolgung Massenstart Staffel Mixedstaffel
Jahr Ort
2018 Korea SudSüdkorea Pyeongchang 71. Silber 2. 4. 8. 4. Silber 2.

Weltmeisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ergebnisse bei den Weltmeisterschaften:

Weltmeisterschaften Einzel Sprint Verfolgung Massenstart Staffel Mixedstaffel Single-Mixedstaffel
Jahr Ort
2015 FinnlandFinnland Kontiolahti 30. 41. 4.
2016 NorwegenNorwegen Oslo 42. 11. 16. 7. 1. 3.
2017 OsterreichÖsterreich Hochfilzen 58. 54. 16. 29. 11. 8.
2019 SchwedenSchweden Östersund 23. 25. 4. 7. 1. 1. 1.
2020 ItalienItalien Antholz 3. 1. 3. 1. 1. 1. 1.

Juniorenweltmeisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ergebnisse bei den Juniorenweltmeisterschaften:

Weltmeisterschaften Einzel Sprint Verfolgung Staffel
Jahr Ort
2011 TschechienTschechien Nové Město 9. 37. 27.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Marte Olsbu Røiseland – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Marte Olsbu Røiseland. Weltski.de, abgerufen am 23. Februar 2020.
  2. Slik feires Olsbu-bryllupet over tre dager [So wird die Olsbu-Hochzeit 3 Tage lang gefeiert]. (Nicht mehr online verfügbar.) Agderposten, 7. August 2018, ehemals im Original; abgerufen am 15. März 2019 (norwegisch).@1@2Vorlage:Toter Link/polopoly.prod.agp.cloud.atex.com (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven)
  3. Nye etternavn etter Olsbu-bryllupet [Neuer Nachname nach der Olsbu-Hochzeit]. Agderposten, 21. August 2018, abgerufen am 15. März 2019 (norwegisch).