Marte Olsbu Røiseland

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Marte Olsbu Røiseland Biathlon
Marte Olsbu 2016.jpg
Verband NorwegenNorwegen Norwegen
Geburtstag 7. Dezember 1990 (28 Jahre)
Geburtsort Arendal, Norwegen
Karriere
Verein Froland
Trainer Patrick Oberegger,
Sverre Waaler Kaas
Debüt im Europacup/IBU-Cup 2010
Debüt im Weltcup 2012
Weltcupsiege 8 (3 Einzelsiege)
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympische Medaillen 0 × Gold 2 × Silber 0 × Bronze
WM-Medaillen 4 × Gold 0 × Silber 1 × Bronze
EM-Medaillen 1 × Gold 0 × Silber 1 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Winterspiele
0Silber0 2018 Pyeongchang Sprint
0Silber0 2018 Pyeongchang Mixed-Staffel
IBU Biathlon-Weltmeisterschaften
0Gold0 2016 Oslo Staffel
0Bronze0 2016 Oslo Mixed-Staffel
0Gold0 2019 Östersund Mixed-Staffel
0Gold0 2019 Östersund Single-Mixed-Staffel
0Gold0 2019 Östersund Staffel
IBU Biathlon-Europameisterschaften
0Gold0 2014 Nové Město Sprint
0Bronze0 2014 Nové Město Staffel
Weltcupbilanz
Gesamtweltcup 04. (2018/19)
Einzelweltcup 12. (2018/19)
Sprintweltcup 03. (2018/19)
Verfolgungsweltcup 02. (2018/19)
Massenstartweltcup 04. (2018/19)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
Sprint 2 0 3
Verfolgung 1 0 1
Staffel 4 4 5
letzte Änderung: 24. März 2019

Marte Olsbu Røiseland, geb. Marte Olsbu (* 7. Dezember 1990 in Arendal) ist eine norwegische Biathletin.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marte Olsbu Røiseland lebt in Froland und startet für den örtlichen Verein. Sie gehört seit 2011 dem norwegischen Nationalkader an. Sie gab ihr internationales Debüt zum Auftakt der Saison 2010/11 in Beitostølen im IBU-Cup und gewann als 31. eines Sprints sogleich Punkte. Erste internationale Meisterschaften wurden die Biathlon-Juniorenweltmeisterschaften 2011 in Nové Město na Moravě. Olsbu wurde Neunte des Einzels, 37. des Sprints und 27. des Verfolgungsrennens. In der Saison 2011/12 nahm sie regelmäßig am IBU-Cup teil. In Canmore erreichte sie als Zehntplatzierte ihr bestes Resultat in der Saison. Zum Auftakt der Saison 2012/13 verpasste sie in Idre als 40. und 29. in Sprintrennen zwar nennenswerte Ergebnisse, wurde dennoch eine Woche später in Östersund erstmals im Weltcup eingesetzt. Dort erreichte sie bei einem Einzel mit Rang 28 sofort eine Platzierung in den Punkten. In der Saison 2013/2014 erreichte sie bei einem Sprint in Pokljuka, ihrem ersten Einsatz der Saison in der obersten Wettkampfserie des Biathlonsports, als Zehnte erstmals eine Platzierung unter den besten Zehn.

National gewann Røiseland bei den Meisterschaften 2011 in Målselv hinter Tora Berger die Vizemeisterschaft im Einzel, 2012 in Trondheim hinter Tora Berger und Synnøve Solemdal die Bronzemedaille im Massenstartrennen.

Zur Saison 2014/15 wurde Røiseland in den A-Nationalkader Norwegens berufen. In dieser Saison startete sie das erste Mal bei den Biathlon-Weltmeisterschaften. Im Sprint erreichte sie den 30. Platz und mit der Staffel wurde sie vierte. In der folgenden Saison nahm sie an den Weltmeisterschaften in Oslo teil. Nachdem sie mit der Mixed-Staffel die Bronzemedaille gewann, verfehlte sie im Sprint die Top-Ten mit einem elften Platz knapp. Zusammen mit Synnøve Solemdal, Fanny Horn Birkeland und Tiril Eckhoff gewann sie das Staffelrennen mit fünf Sekunden Vorsprung vor Frankreich.

Zu Beginn der Saison 2016/17 gewann Røiseland erneut ein Staffelrennen, dieses Mal die Mixed-Staffel mit Birkeland, Ole Einar Bjørndalen und Johannes Thingnes Bø. Diese Saison war ihre bis dahin beste, welche sie als zwölfte in der Gesamtwertung beendete

2018 qualifizierte sich Marte Olsbu Røiseland für ihre ersten Olympischen Spiele als beste im Weltcup liegende Norwegerin. Im ersten Rennen, dem Sprint, gewann sie die Silbermedaille, ebenso in der Mixedstaffel, hier gemeinsam mit Tiril Eckhoff, Johannes Thingnes Bø und Emil Hegle Svendsen. Die Saison beendete sie als 14. der Gesamtwertung

Im ersten Drittel der Saison 2018/19 konnte Røiseland ihre ersten Weltcupsieg im Sprint im tschechischen Nové Město vor Laura Dahlmeier und Paulína Fialková feiern. Die anschließende Verfolgung konnte sie ebenfalls für sich entscheiden. Im Januar konnte sie mit mehreren Ergebnissen unter den besten zehn, darunter ein dritter Platz in Antholz, an diese Erfolge anknüpfen. Beim Nordamerika-Weltcup in Soldier Hollow erreichte sie im Sprint ihren dritten Rennerfolg. Bei den Weltmeisterschaften in Östersund gewann sie zwar in keinem Einzelrennen eine Medaille, dafür aber in allen drei Staffelwettbewerben Gold. Insgesamt wurde sie im Gesamtweltcup Vierte.

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marte Olsbu heiratete am 11. August 2018 den Biathlontrainer Sverre Røiseland (* 1980), mit dem sie schon seit dem Skigymnasium Sirdal vor mehr als 10 Jahren befreundet ist.[1] Beide tragen jetzt den Familiennamen Olsbu Røiseland.[2]

Statistiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltcupsiege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelrennen Staffelrennen
Nr. Datum Ort Disziplin
1. 21. Dez. 2018 TschechienTschechien Nové Město Sprint
2. 22. Dez. 2018 TschechienTschechien Nové Město Verfolgung
3. 14. Feb. 2019 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Soldier Hollow Sprint
Nr. Datum Ort Disziplin
1. 11. Mär. 2016 NorwegenNorwegen Oslo (WM) Staffel 1
2. 27. Nov. 2016 SchwedenSchweden Östersund Mixed-Staffel 2
3. 07. Mär. 2019 SchwedenSchweden Östersund (WM) Mixed-Staffel 3
4. 14. Mär. 2019 SchwedenSchweden Östersund (WM) Single-Mixed-Staffel 4
5. 16. Mär. 2019 SchwedenSchweden Östersund (WM) Staffel 5
2 mit Fanny Horn Birkeland, Ole Einar Bjørndalen und Johannes Thingnes Bø
3 mit Tiril Eckhoff, Johannes Thingnes Bø und Vetle Sjåstad Christiansen
4 mit Johannes Thingnes Bø
5 mit Synnøve Solemdal, Ingrid Landmark Tandrevold und Tiril Eckhoff

Weltcupplatzierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Tabelle zeigt alle Platzierungen (je nach Austragungsjahr einschließlich Olympische Spiele und Weltmeisterschaften).

  • 1.–3. Platz: Anzahl der Podiumsplatzierungen
  • Top 10: Anzahl der Platzierungen unter den ersten zehn (einschließlich Podium)
  • Punkteränge: Anzahl der Platzierungen innerhalb der Punkteränge (einschließlich Podium und Top 10)
  • Starts: Anzahl gelaufener Rennen in der jeweiligen Disziplin
  • Staffel: inklusive Mixedstaffeln
Platzierung Einzel Sprint Verfolgung Massenstart Staffel Gesamt
1. Platz 2 1 5 8
2. Platz 4 4
3. Platz 3 1 5 9
Top 10 1 12 15 9 28 65
Punkteränge 9 32 34 17 30 122
Starts 14 48 37 17 30 146
Stand: Saisonende 2018/19

Olympische Winterspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelwettbewerbe Staffelwettbewerbe
Sprint Verfolgung Einzel Massenstart Damenstaffel Mixed-Staffel
Olympische Winterspiele 2018

Korea SudSüdkorea Pyeongchang

Silber 2. 4. 71. 8. 4. Silber 2.

Biathlon-Weltmeisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelwettbewerbe Staffelwettbewerbe
Sprint Verfolgung Einzel Massenstart Damenstaffel Mixed-Staffel S.-M.-Staffel
Weltmeisterschaften 2015

FinnlandFinnland Kontiolahti

30. 41. 4.
Weltmeisterschaften 2016

NorwegenNorwegen Oslo

42. 11. 16. 7. Gold 1. Bronze 3.
Weltmeisterschaften 2017

OsterreichÖsterreich Hochfilzen

58. 54. 16. 29. 11. 8.
Weltmeisterschaften 2019

SchwedenSchweden Östersund

25. 4. 23. Gold 1. Gold 1. Gold 1.

Juniorenweltmeisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzel Sprint Verfolgung Staffel
Junioren-Weltmeisterschaften 2011

TschechienTschechien Nové Město

9. 37. 27.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Marte Olsbu Røiseland – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Slik feires Olsbu-bryllupet over tre dager [So wird die Olsbu-Hochzeit 3 Tage lang gefeiert]. Agderposten, 7. August 2018, abgerufen am 15. März 2019 (norwegisch).
  2. Nye etternavn etter Olsbu-bryllupet [Neuer Nachname nach der Olsbu-Hochzeit]. Agderposten, 21. August 2018, abgerufen am 15. März 2019 (norwegisch).