Martin Candinas

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Martin Candinas

Martin Candinas (* 20. August 1980 in Ilanz; heimatberechtigt in Sumvitg) ist ein Schweizer Politiker (CVP) und ehemaliger Grossrat im Kanton Graubünden. Seit den Wahlen vom 23. Oktober 2011 ist er Nationalrat.

Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Matura Typus E an der Kantonsschule Chur begann Candinas als Kundenbetreuer beim Versicherungskonzern Helsana. Berufsbegleitend besuchte Candinas das IbW Höhere Fachschule Südostschweiz in Chur und schloss 2005 mit dem Diplom als Sozialversicherungsfachmann mit eidgenössischem Fachausweis ab. 2006 stieg er zum Filialleiter auf. 2011 wurde er Leiter Verkaufskoordination der Generalagentur Chur und leitete in dieser Funktion drei Verkaufsstellen in den Kantonen Graubünden und Glarus. Seit Anfang 2017 ist er als Fachspezialist Partner & Key Account Management für die Helsana tätig.

Martin Candinas ist seit 2016 Präsident der Litra (Informationsdienst für den öffentlichen Verkehr) und des Verbandes Swiss Helicopter Association.[1] Daneben ist er ebenfalls seit 2016 Vizepräsident der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete.[2]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seine politische Karriere begann 1999 als Vorstandsmitglied der Jungen CVP Graubünden. Von 2006 bis 2008 war er auch im Vorstand der Jungen CVP Schweiz aktiv. Von 2006 bis Dezember 2011 vertrat er die Surselva im Grossen Rat des Kantons Graubünden. Bis 2010 war er dessen jüngstes Mitglied. Von 2010 bis Ende 2011 präsidierte er die Kommission für Gesundheit und Soziales des Grossen Rates. Von 2008 bis 2015 war er zudem Vorstandsmitglied der Region Surselva. Für die Nationalratswahlen 2011 wurde er anlässlich der Nominationsversammlung der CVP Graubünden auf den ersten Listenplatz gewählt und schaffte bei den Wahlen den Einzug in den Nationalrat. Bei den Nationalratswahlen 2015 wurde er mit dem kantonsweit zweitbesten Ergebnis wiedergewählt.

Seine politischen Schwerpunkte liegen in der Regional- sowie der Sozial-, Verkehrs- und Familienpolitik. Zudem setzt er sich in der Jugendpolitik ein. Martin Candinas ist Mitglied der Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen des Nationalrats (KVF-N). Seit 2012 ist er auch Mitglied des Parteipräsidiums der CVP Schweiz. Nach seiner Wahl in den Nationalrat kämpfte Candinas an vorderster Front gegen die Zweitwohnungsinitiative. Seit deren Annahme setzt er sich für eine möglichst subsidiäre Umsetzung der Initiative ein. So brachte er unter anderem die Zweitwohnungssteuer in die Diskussion ein. Das verkehrspolitisch wichtigste Anliegen von Martin Candinas ist die Sicherstellung der Erschliessung der peripheren Regionen insbesondere des Berggebiets durch Strasse und Bahn. Bundesweite Bekanntheit erlangte Martin Candinas durch die Lancierung einer parlamentarischen Initiative zur Einführung eines zweiwöchigen Vaterschaftsurlaubs.

Ein weiterer Schwerpunkt von Martin Candinas ist der Erhalt eines starken Service Public im Bereich Radio- und Fernsehen. Besonders der Erhalt eines qualitativ hochstehenden Radio- und Fernsehangebots für die rätoromanische Minderheit, der er selbst angehört, liegt ihm am Herzen. Er war führender Vertreter der Befürworter im Vorfeld der Volksabstimmung zur Revision des Radio- und Fernsehgesetzes (RTVG) im Juni 2015.

Persönliches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Martin Candinas ist verheiratet, hat zwei Söhne und eine Tochter und lebt in Rabius und Chur.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Über mich ». Abgerufen am 10. Januar 2018.
  2. SAB