Martin Dulig

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Martin Dulig (2016)

Martin Tobias Dulig (* 26. Februar 1974 in Plauen) ist ein deutscher Politiker (SPD). Er ist Landesvorsitzender der SPD Sachsen und seit dem 13. November 2014 Sächsischer Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr sowie stellvertretender Ministerpräsident des Freistaats Sachsen.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dulig stammt aus einem kirchlich geprägten Elternhaus, sein Vater Gerhard Dulig war Dozent an einem evangelischen Diakonenhaus.[1] Die ersten Monate seines Lebens verbrachte er in Ruppertsgrün, einem Ortsteil der Gemeinde Pöhl im Vogtlandskreis, wo er getauft wurde.[2] Er hat drei ältere Brüder. Nach seiner Berufsausbildung zum Maurer mit Abitur (1990 bis 1992) arbeitete Dulig bis 1998 als Jugendbildungsreferent im SPD-Landesverband Sachsen und beim Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB). Von 1998 bis 2004 studierte er an der Technischen Universität Dresden Erziehungswissenschaft und schloss dieses Studium als Diplompädagoge ab. Seitdem ist er Abgeordneter im sächsischen Landtag.

Martin Dulig lebt in Moritzburg, ist seit über 20 Jahren verheiratet und Vater von sechs Kindern.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In die SPD ist Dulig 1992 eingetreten und wurde 1999 zum Landesvorsitzenden der Jusos gewählt. Dieses Amt übte er bis 2004 aus. Seit 1999 ist er im Landesvorstand seiner Partei vertreten. Von 2004 bis 2007 übernahm er den Vorsitz des SPD-Unterbezirks Dresden-Elbe-Röder. Von 2007 bis 2009 war er Vorsitzender im Unterbezirk Meißen.

Seit Oktober 2004 ist er Mitglied des sächsischen Landesparlaments und wurde im Januar 2005 in das Amt des Parlamentarischen Geschäftsführers der SPD-Fraktion gewählt. 2007 übernahm er von Cornelius Weiss den Vorsitz der Landtagsfraktion.

Am 24. Oktober 2009 wurde er auf einem außerordentlichen Landesparteitag zum neuen Vorsitzenden der sächsischen SPD gewählt. Er übernahm damit das Amt von Thomas Jurk. Seit Dezember 2011 ist Dulig Mitglied des SPD-Parteivorstandes.[3] Am 12. Oktober 2013 wurde Martin Dulig auf dem Landesparteitag in Annaberg-Buchholz mit 95,4 Prozent der Stimmen zum Spitzenkandidaten seiner Partei für die Landtagswahl 2014 gewählt.[4]

Neben seiner parteipolitischen Arbeit ist er engagiert im Beirat des Forums Ostdeutschland der Sozialdemokratie e. V., als Bundesvorsitzender des Netzwerks für Demokratie und Courage e. V., im Kuratorium Innovationsforum Ost e. V. in Potsdam, als Mitglied im wissenschaftlichen Beirat der Akademie für Unternehmensführung und Consulting e. V., als Vorsitzender von Impreuna-Brücken nach Osteuropa e. V. und im Beirat der sächsischen Arbeiterwohlfahrt (AWO).

Gemeinsam mit den drei weiteren Fraktionsvorsitzenden Steffen Flath (CDU), Holger Zastrow (FDP) und Antje Hermenau (GRÜNE) erhielt Dulig von Landtagspräsident Matthias Rößler in Würdigung ihres Wirkens um die Aufnahme des Neuverschuldungsverbots in die Sächsische Verfassung im Mai 2014 die Sächsische Verfassungsmedaille.[5]

Bei der Landtagswahl am 31. August 2014 war Dulig Spitzenkandidat der SPD Sachsen. Er wurde über die Landesliste seiner Partei in den Landtag gewählt.[6] Nachdem infolge der Landtagswahl im November 2014 eine schwarz-rote Koalition geschlossen wurde, wurde Dulig am 13. November 2014 von Stanislaw Tillich (CDU) zum Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr sowie stellvertretenden Ministerpräsidenten des Freistaats Sachsen ernannt.[7] Am 24. November 2014 wurde Dirk Panter zu seinem Nachfolger als Fraktionsvorsitzender gewählt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Martin Dulig – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Daniel Friedrich Sturm: Kleiner Glücksbringer. Die Welt, 17. November 2013, abgerufen am 4. September 2014.
  2. Küchentischtour 2014. SPD Sachsen, abgerufen am 4. September 2014.
  3. Parteivorstand. SPD, abgerufen am 16. Juli 2014.
  4. Martin Dulig führt die SPD in den Landtagswahlkampf. MDR, 12. Oktober 2013, archiviert vom Original am 14. Oktober 2013, abgerufen am 21. Dezember 2015.
  5. Verleihung der Verfassungsmedaille 2014, abgerufen am 3. Juni 2014.
  6. Vorläufiges amtliches Wahlergebnis
  7. Pressemitteilung der Sächsischen Staatskanzlei vom 13. November 2014: Tillichs neue Regierung steht, abgerufen am 13. November 2014.