Martin Gerster

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Martin Gerster (2014)

Martin Gerster (* 30. August 1971 in Biberach an der Riß) ist ein deutscher Politiker (SPD) und Mitglied des Bundestages. 2017 wurde er über die Landesliste erneut in den Bundestag gewählt.[1]

Leben und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abitur 1991 am Pestalozzi-Gymnasium Biberach absolvierte Gerster zunächst ein Volontariat bei Radio 7 und begann anschließend 1994 ein Studium der Politologie, Geschichte und Volkswirtschaftslehre an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, welches er 2002 als Magister Artium beendete.

Während seines Studiums war er als freier Redakteur für Radio 7, die Schwäbische Zeitung und das ZDF tätig. Außerdem arbeitete er von 1999 bis 2001 beim Democratic National Committee in Washington und bei „Hillary Clinton for Senate“ in New York mit. Er war Mitarbeiter im Wahlkampfteam der SPD zur Landtagswahl in Baden-Württemberg 2001. Von 2002 bis 2005 war er Parlamentarischer Berater (Fraktionsreferent) der SPD-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg.

Von 2006 bis Frühjahr 2014 war er Präsident des Deutschen Sportakrobatikbundes und ist seitdem dessen Ehrenpräsident.

Partei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gerster ist seit 1990 Mitglied der SPD und seit 2001 Vorsitzender des SPD-Kreisverbandes Biberach.

Abgeordneter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2005 trat er im Bundestagswahlkreis Biberach an und wurde über die Landesliste in den Deutschen Bundestag gewählt. Im 16. Deutschen Bundestag war er zunächst Mitglied im Innenausschuss und im Sportausschuss. Im September 2007 wechselte Gerster vom Innenausschuss in den Finanzausschuss.

2009 zog er erneut über die Landesliste in den 17. Bundestag ein und setzte seine Mitarbeit im Finanzausschuss fort, im Sportausschuss war er Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion. Zudem war er stellvertretender Sprecher der Arbeitsgruppe „Strategien gegen Rechtsextremismus“ seiner Fraktion. 2012 rückte Martin Gerster für Lothar Binding in den Haushaltsausschuss nach und betreute den Einzelplan des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. In dieser Funktion war Gerster auch Mitglied im Aufsichtsrat der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit.

Nach der Bundestagswahl 2013 zog Gerster in den 18. Bundestag ein. Er ist Mitglied des Haushaltsausschusses und betreut als Berichterstatter den Einzelplan des Bundesministeriums des Innern, außerdem ist er Mitglied - und seit September 2016 Sprecher seiner Fraktion - im Rechnungsprüfungsausschuss.

Am 24. Juni 2016 wurde Martin Gerster vom SPD-Kreisverband Biberach mit 90 Prozent für die Bundestagswahlen 2017 im Wahlkreis Biberach nominiert und auf dem Landesparteitag der SPD Baden-Württemberg vom 11. März 2017 mit 86,5 Prozent auf Platz 8 der Landesliste gewählt.[2]

Gerster spielt für den FC Bundestag in der Abwehr und nahm an der Europameisterschaft 2014 in Wien teil.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hartwig Abraham; Martin Gerster (Hrsg.): Die Geschichte der Sozialdemokratie in Biberach 1874 - 1999. Ortsverein der SPD, Biberach an der Riß 1999, ISBN 3-00-004690-9, S. 365.
  • Stephan Braun; Alexander Geisler; Martin Gerster (Hrsg.): Strategien der extremen Rechten: Hintergründe - Analysen - Antworten. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2009, ISBN 978-3-531-15911-9, S. 681.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Martin Gerster – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gewählte auf Landeslisten der Parteien, der Bundeswahlleiter
  2. https://www.spd-bw.de/dl/Ergebnis_Landesliste_BTW_20171.pdf