Martin Keßler (Schauspieler)

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Martin Keßler (* 13. März 1960 in Oberhausen) ist ein deutscher Schauspieler und Synchronsprecher. Seine Stimme ist vor allem durch seine Arbeit als Stammsynchronsprecher für Nicolas Cage und Vin Diesel bekannt.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Keßler wuchs in Duisburg und Düsseldorf auf, wo er bereits als Jugendlicher Theater spielte. Er zog nach Berlin und absolvierte dort eine private Schauspielausbildung. Nach einigen Jahren am Theater, er spielte u.a. in Ein Sommernachtstraum oder Die Katze auf dem heißen Blechdach, begann Keßler als Synchronsprecher zu arbeiten, was schon bald sein beruflicher Schwerpunkt wurde.

Synchronisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seine ersten großen Rollen als Synchronsprecher hatte er ab 1988 als Danny Dallas (Ted Wass) in der Sitcom Die Ausgeflippten, als Special Agent Jim Rhodes (Stephen Brooks) in der Krimiserie FBI, als Privatdetektiv Paul Drake (William Hopper) in der Anwaltsserie Perry Mason, als Father Mulcahy (William Christopher) in M*A*S*H und als Frankie Santana (Eddie Velez) in Das A-Team.

Seit dem Film Schneesturm im Paradies (1994) ist Martin Keßler Stammsprecher von Nicolas Cage (unter anderem in Con Air; The Rock – Fels der Entscheidung; Nur noch 60 Sekunden; Das Vermächtnis der Tempelritter; Face/Off – Im Körper des Feindes oder Lord of War – Händler des Todes). Im Film Leaving Las Vegas synchronisiert er allerdings nicht Nicolas Cage, sondern Julian Sands als Yuri.

In der Westernserie Die Abenteuer des Brisco County jr. sprach er die Hauptrolle des Brisco County jr. (Bruce Campbell), in Akte X – Die unheimlichen Fälle des FBI lieh er dem FBI-Agenten Jeffrey Spender (Chris Owens) seine Stimme und in Emergency Room synchronisierte er Dr. Romano (Paul McCrane). Für die Serien Outer Limits – Die unbekannte Dimension,[1] The Shield und Deadwood schrieb er die deutschen Dialoge und führte Dialogregie.

Für Vin Diesel ist Martin Keßler seit Pitch Black – Planet der Finsternis bzw. The Fast and the Furious Stammsprecher. In James Bond 007 – Die Welt ist nicht genug lieh er Robert Carlyle als Renard seine Stimme, in Galaxy Quest ist er für Tim Allen zu hören. Außerdem synchronisierte er Temuera Morrison als Jango Fett und dessen Klonsoldaten in Star Wars: Episode II – Angriff der Klonkrieger sowie die Klonkrieger in Star Wars: Episode III – Die Rache der Sith, Star Wars: The Clone Wars, und in den Serien Star Wars: Clone Wars, Star Wars: The Clone Wars sowie in Star Wars Rebels.

Für den Film Troja entschied Regisseur Wolfgang Petersen, dass Brad Pitt anstatt von Stammsprecher Tobias Meister von Martin Keßler gesprochen wird (wie schon in Legenden der Leidenschaft).[2]

Auch in dem Animationsfilm Dragon Ball Z - Der legendäre Super-Saiyajin (1993) sprach Martin Keßler in der Rolle des Paragus.[3]

Hörspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Martin Keßler hatte je eine Sprechrolle als Tierarzt Robert Eichhorn in der Hörspielserie Bibi und Tina (Folgen 1, 2 und 6), in der Serie Faith: The Van Helsing Chronicles als Nathan Pierce und als Cherub in Wolfgang Hohlbeins Der Greif. Außerdem hatte er diverse Rollen in Geisterjäger John Sinclair (Edition 2000). Weiter ist er als Bashar in Dodos Reisen (dem vierten Teil der Hörspielreihe Dodo von Ivar Leon Menger) sowie seit der Folge Pilgrim 2000 der Hörspielserie Mark Brandis als Lieutenant Pablo Torrente zu hören. Darüber hinaus spricht er die Hörbuchreihe Die Chroniken des Raben von James Barclay und ist Teil der Hörbuchreihe Die Elfen von Bernhard Hennen.[4] Zudem ist er auch in den Hörspiel-Adaptionen von James Lucenos Star Wars Romanen Labyrinth des Bösen und Dunkler Lord – Der Aufstieg des Darth Vader (Dark Lord) zu hören (Regie: Oliver Döring).

Hörbücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Videospielsynchronisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auch für Videospiele leiht Martin Keßler seine Stimme:

Rollenname Videospiel
Mannimarco Elder Scrolls Online
Sam Fisher Tom Clancy’s Splinter Cell
Milo Burik Vin Diesel: Wheelman
Kain Legacy of Kain: Blood Omen 2
Legacy of Kain – Defiance
Dunkelelf Sacred
David Silver
Sheriff Truart Dark Project 2: The Metal Age
Jericho Driver San Francisco[5]
Quinto Star Trek: Elite Force 2
Romulanische Soldaten
Der Tote Kel Kingdoms of Amalur: Reckoning
Frederic-104 Halo 2: Anniversary – "Halo: The Master Chief Collection"
Halo 5: Guardians
Soldier: 76 Overwatch

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Martin Keßler sprach bei folgenden Songs für das Musikprojekt E Nomine:

Titel Album Jahr
Himmel & Hölle Das Testament 1999
Ave Maria
Aus dem Jenseits Finsternis 2002
Carpe Noctem Die Prophezeiung - Spezial Edition 2003
Opus Magnum Das Beste aus... Gottes Beitrag und Teufels Werk 2004

Des Weiteren sprach er unter anderem auch bei folgenden Titeln der Band Diary of Dreams:

Titel Album Jahr
Into X Ego:X 2011
Element 1: Zeitgeist
Element 2: Illusion
Element 3: Stagnation
Element 4: Angst
Element 5: Resignation
Out of X

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Outer Limits bei synchronkartei.de
  2. Bericht von Casting-Network.de, pdf-Datei (137 kb)
  3. Deutsche Synchronkartei. In: www.synchronkartei.de. Abgerufen am 29. April 2016.
  4. Die Elfen auf folgenreich.de
  5. Review von Driver San Francisco auf InsideGames.ch