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Martin Seifert (Schauspieler)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Martin Seifert bei einer Hörspielproduktion Anfang der 1990er Jahre in einer Porträtaufnahme des Berliner Fotografen Werner Bethsold.

Martin Seifert (* 24. Februar 1951 in Jena; † 15. Juli 2025 in Berlin) war ein deutscher Schauspieler und Hörspielsprecher.

Als gelernter Werkzeugmacher spielte Seifert zunächst in einer Laienspielgruppe, studierte dann von 1971 bis 1974 Schauspiel an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ in Berlin-Niederschöneweide.[1] Bereits während des Studiums spielte er am Deutschen Theater. Nach ersten Engagements am Staatstheater Schwerin kam er 1978 ans Berliner Ensemble, wo er in diversen Rollen wie Romeo, Marquis Posa oder Amphitryon auftrat.

Ab 1976 begann Seifert seine bis 2023 andauernde Film- und Fernsehkarriere, die über 80 Film- und Fernsehproduktionen umfasst.[2] Sein Filmdebüt gab er als Vater Jaspers neben Erwin Geschonneck in Ein Wigwam für die Störche. Eine erste vielbeachtete Hauptrolle spielte Seifert in Heiner Carows DEFA-Streifen Bis daß der Tod euch scheidet (1979). Weitere Filmaufgaben wie beispielsweise Claudia Prietzels Das vergessene Leben (1998) an der Seite von Inge Meysel oder in Lenard Fritz Krawinkels Sumo Bruno (2000) schlossen sich an. In der Filmreihe Bibi & Tina verkörperte er ab 2014 die Rolle des Butlers Dagobert. Zwischen 1993 und 2020 übernahm er mehrfach Gastrollen in den Fernsehreihen Polizeiruf 110 und Tatort. Im Herbst 2022 trat Seifert für den achten Teil der Filmreihe Familie Bundschuh in die Rolle des scheidenden Brandenburger Bürgermeisters Wilhelm Bredow letztmals vor die Kamera.[3]

Daneben arbeitete er auch als Sprecher in Hörproduktionen und als Dozent an der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“. Seifert starb am 15. Juli 2025 im Alter von 74 Jahren in Berlin.[4]

Filmografie (Auswahl)

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Hörspiele und Features

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  • 1996: Rudyard Kipling: Geschichten für den allerliebsten Liebling – Regie: Karin Lorenz, Sauerländer audio
  • 1999: Bernd Kohlhepp und Jürgen Treyz: Die Seeräuberinsel (Erzähler) – Regie: Karin Lorenz, Hörspiel, Sauerländer audio
  • 1999: Bernd Kohlhepp und Jürgen Treyz nach Gerdt von Bassewitz: Peterchens Mondfahrt (Regenfritze) – Regie: Karin Lorenz, Hörspiel, Sauerländer audio
  • 2000: Bernd Kohlhepp und Jürgen Treyz nach Hans Christian Andersen: Die Schneekönigin (Rentier) – Regie: Karin Lorenz, Hörspiel, Sauerländer audio
  • 2000: Werner Holzwarth: Vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat (Maulwurf) – Regie: Karin Lorenz, Hörspiel, Sauerländer audio
  • 2001: Toshiko Kanzawa: Uff, der kleine Bär – Regie: Karin Lorenz, Patmos audio
  • 2003: Werner Holzwarth: Die Rache des Hans-Heinerich (Maulwurf) – Regie: Karin Lorenz, Hörspiel, Sauerländer audio
  • 2003: Leise, leise, der Mond geht auf die Reise – Lieder, Gedichte und Geschichten zur guten Nacht, Sauerländer audio
  • 2005: Christine Nöstlinger: Die verliebten Riesen (Riese Pelinka) – Regie: Karin Lorenz, Hörspiel, Patmos audio
  • 2006: Gottfried August Bürger: Die Abenteuer des Barons Münchhausen, Argon Verlag
  • 2013: Ingrid Schubert und Dieter Schubert: Geschichten von Bär und Igel – Regie: Karin Lorenz, Sauerländer audio
  • 2014: Weihnachtszauber für Klein und Groß – Geschichten, Gedichte und Lieder zum Fest – Regie: Karin Lorenz, Argon Verlag
  • 2015: Gunnel Linde: Joppe – Regie: Karin Lorenz, Sauerländer audio
  • 2016: Wunderschöne Winterzeit – Regie: Karin Lorenz, Sauerländer Audio
  • 2020: Karl May: Der Schatz im Silbersee, 19:11, Hörbuch, MDR-KULTUR[5]

Einzelnachweise

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  1. Martin Seifert bei Filmmakers, abgerufen am 13. September 2023
  2. Martin Seifert. Internet Movie Database, abgerufen am 24. Juli 2025.
  3. TV-Tipp: "Familie Bundschuh: Bundschuh vs. Bundschuh". In: evangelisch.de. 2. Oktober 2023, abgerufen am 2. Oktober 2023.
  4. „Er liebte sein Publikum“: Der Berliner Schauspieler Martin Seifert ist tot. In: berliner-zeitung.de. 24. Juli 2025, abgerufen am 24. Juli 2025.
  5. MDR-KULTUR: Karl May: Der Schatz im Silbersee. In: Hörbuch. ARD-Audiothek, 10. September 2020, abgerufen am 30. Juni 2023.