Martin Stankowski

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Martin Stankowski bei einer Veranstaltung in Köln

Martin Stankowski (* 1944 in Meschede) ist ein deutscher Publizist, Rundfunkautor, Geschichtenerzähler, Fremdenführer und Kabarettist.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Ende der 1960er Jahre lebt Martin Stankowski in Köln. Er studierte Germanistik und Theologie und promovierte in Germanistik. In den 1960er Jahren war er Herausgeber der Zeitschrift Das große Wagnis des Quickborn-Jüngerenbundes im BDKJ [1]. Von 1968 bis 1974 gehörte er zu den Herausgebern der linkskatholischen Zeitschrift Kritischer Katholizismus. In den 1970er Jahren war er einer der Initiatoren der Bürgerinitiativenbewegung als Mittel der Gegenöffentlichkeit dienenden Stattzeitung Kölner VolksBlatt.

Er arbeitet als Journalist und Moderator überwiegend für den WDR und hat eine Reihe von Büchern veröffentlicht. Bekannt wurde Stankowski durch seine Exkursionen[2][3] zu historischen und aktuellen Schauplätzen des Kölner Stadtgeschehens. Sein Buch Köln - Der andere Stadtführer ist zum Klassiker geworden. Auch Kabarettprogramme, die er zusammen mit Jürgen Becker und Rainer Pause produzierte, trugen zu seiner Popularität bei und sind teilweise in Buchform und als Tonträger veröffentlicht. Außerdem war Stankowski 1983 Mitbegründer des Köln Archiv, einer Sammlung über Protestbewegungen in Köln seit den 60er Jahren, die im Historischen Archiv der Stadt Köln aufbewahrt wurde, nach dem Einsturz am 3. März 2009 aber zunächst als verschollen gilt. Bisweilen fällt Stankowski durch gezielte Provokationen auf, etwa als er die Wiedereinführung des Amtes eines Hundeschlägers forderte. [4]

Programme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Löwe von Köln. Martin Stankowski erzählt Kölner Legenden und Geschichten (= Sagenhafte Vergangenheit. Bd. 4). Alano, Aachen 1987, ISBN 3-924007-31-4.
  • Viktor Böll (Hrsg.): Heinrich Böll und Köln (= KiWi 336). Mit einer Wanderung durch Heinrich Bölls Köln von Martin Stankowski. Kiepenheuer und Witsch, Köln 1994, ISBN 3-462-02321-7.
  • gemeinsam mit Jürgen Becker: Biotop für Bekloppte. Ein Lesebuch für Immis und Heimathirsche (= KiWi 369). Kiepenheuer und Witsch, Köln 1995, ISBN 3-462-02423-X.
  • gemeinsam mit Rainer Pause: Tod im Rheinland. Eine bunte Knochenlese (= KiWi 392). Letzte Worte von Carmen Thomas. Herausgegeben von Rainer Osnowski. Kiepenheuer und Witsch, Köln 1995, ISBN 3-462-02473-6 (Neue, vollständig überarbeitete Auflage. Letzte Worte von Elke Heidenreich. ebenda 2004, ISBN 3-462-03572-X; als CD, aufgenommen am 6./7. November 2004 in der Trauerhalle des Kölner Friedhof Melaten. WortArt, Köln 2005, ISBN 3-7857-3034-9).
  • gemeinsam mit Ulrike Puvogel: Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Baden-Württemberg, Bayern, Bremen, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Schleswig-Holstein (= Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Band 1). 2., überarbeitete und erweiterte Auflage. Bundeszentrale für Politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0.
  • Einen Türken bauen. Geschichten über Alltagsrituale und Redensarten (= Der grüne Zweig 198). Pieper und the Grüne Kraft MedienXperimente, Löhrbach 1999, ISBN 3-925817-98-0.
  • gemeinsam mit Inge Wozelka: Köln. Eine lebendige Stadtgeschichte. Kiepenheuer und Witsch, Köln 2000, ISBN 3-462-03500-2.
  • gemeinsam mit Petra Metzger: Köln. Der andere Stadtführer. KiWi, Köln 2003, ISBN 3-462-03534-7.
  • Kleine Geschichte Kölns. Von den Römern bis zur Neuzeit. KiWi, Köln 2004, ISBN 3-462-03550-9.
  • Der andere Rheinreiseführer Links + Rechts. Vom Kölner Dom bis zur Loreley. KiWi, Köln 2005, ISBN 3-462-03573-8.
  • Wir Rheinländer von A–Z. Ein Lexikon. KiWi, Köln 2006, ISBN 3-462-03597-5 (Zur Dauerausstellung „Wir Rheinländer“ im Rheinischen Freilichtmuseum Kommern).
  • gemeinsam mit Jürgen Becker und Franz Meurer: Von wegen nix zu machen. Werkzeugkiste für Weltverbesserer (= KiWi 989). Kiepenheuer & Witsch, Köln 2007, ISBN 978-3-462-03795-1.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Engagement[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stankowski ist u.a. Mitglied des Bürgerkomitees alternative Ehrenbürgerschaft, das in Köln die "Alternative Kölner Ehrenbürgerschaft" vergibt.[11]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. siehe Quickborn-Arbeitskreis
  2. http://www.stadt-koeln.de/veranstaltungskalender/02000/index.html?lang=de Exkursion mit Martin Stankowski im Veranstaltungskalender der Stadt Köln
  3. http://www.stadt-koeln.de/veranstaltungskalender/02505/index.html?lang=de Exkursion mit Martin Stankowski im Veranstaltungskalender der Stadt Köln
  4. http://www.maulkorbzwang.de/Briefe/presse/streunendehundetot.htm
  5. http://www.burgtheater.de/kabarett/archiv/kaba0110.htm Kabarett Nachrichten des Nürnberger Burgtheater e.V vom Oktober 2001
  6. http://www.pantheon.de/fritz_u_hermann/TOD.html Programm Tod im Rheinland
  7. http://www.pantheon.de/fritz_u_hermann/AKTU_E_SCH.html Programm der Rheintour Völker zum Rhein, zum Rhein
  8. a b http://www.stadt-koeln.de/presse/mitteilungen/artikel/2005/06/04557/ Erwähnung der Preise in Pressemitteilung der Stadt Köln
  9. http://www.morenhovener-kabarett-tage.de/lupe.htm Liste der Preisträger der Morenhovener Lupe
  10. Homepage Severinsbürgerpreis e.V., abgerufen am 26. September 2013
  11. Hedwig Neven DuMont wird alternative Ehrenbürgerin; express.de, 19. Juli 2011

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Martin Stankowski – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Infos beim WDR