Martin Stranzl

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Martin Stranzl

Martin Stranzl (2012)

Spielerinformationen
Geburtstag 16. Juni 1980
Geburtsort GüssingÖsterreich
Größe 190 cm
Position Verteidigung, defensives Mittelfeld
Vereine in der Jugend
1986–1997 SV Güssing
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
1997–2004
1999–2004
2004–2006
2006–2010
2011–2016
TSV 1860 München Amateure
TSV 1860 München
VfB Stuttgart
Spartak Moskau
Borussia Mönchengladbach
28 (4)
96 (4)
44 (1)
95 (3)
118 (8)
Nationalmannschaft
2000–2009 Österreich 56 (3)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: 31. Mai 2016

Martin Stranzl (* 16. Juni 1980 in Güssing) ist ein ehemaliger österreichischer Fußballspieler.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Verein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Martin Stranzl begann seine Fußballerkarriere als Sechsjähriger bei seinem Heimatverein SV Güssing, von dem er ins BNZ Burgenland kam. Im Alter von 16 Jahren absolvierte er ein Probetraining beim deutschen Bundesligisten TSV 1860 München und zog schließlich im Februar 1997 nach Deutschland. Zunächst untergebracht bei einer Gastfamilie, beendete er seine schulische Ausbildung und schaffte den Aufstieg von den Juniorenmannschaften über das Amateurteam bis in die Bundesliga. Sein Debüt gab er am 1. Mai 1999 im Spiel gegen Hansa Rostock. In der folgenden Saison war er bald Stammspieler.

Nach dem Abstieg der Münchner 2004 ging Stranzl zum Bundesligakonkurrenten VfB Stuttgart. Bei den Schwaben spielte er erstmals zwei Spielzeiten im UEFA-Pokal, ehe er im März 2006 zum russischen Erstligisten Spartak Moskau wechselte. In Moskau wurde der Innenverteidiger dreimal Vizemeister, erreichte einmal das Cupfinale und spielte auch in der Hauptrunde der UEFA Champions League.

In der Winterpause 2010/11 wechselte Stranzl zu Borussia Mönchengladbach und damit zurück in die Bundesliga.[1] Seit der Saison 2012/13 lief er mehrfach als Mannschaftskapitän auf. In der Saison 2014/15 gewann Stranzl 74,7 % seiner Zweikämpfe, womit er der zweikampfstärkste Bundesligaspieler war.[2]

Seinen bis zum 30. Juni 2016 laufenden Vertrag verlängerte er, auch aufgrund diverser Verletzungen, nicht mehr und gab stattdessen sein Karriereende bekannt.[3] [4]

Mit sieben Platzverweisen erhielt Stranzl die bisher zweitmeisten Platzverweise in der Bundesliga.[5]

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der österreichischen Nationalmannschaft kam der Burgenländer erstmals am 29. März 2000 beim 1:1 gegen Schweden zum Einsatz. Martin Stranzl bereitete den österreichischen Treffer vor und war seit diesem Zeitpunkt Stammspieler im Team. Er absolvierte insgesamt 56 Länderspiele und kam in der Qualifikation zur WM 2006 als Defensivspieler auch zu zwei Toren. Unterbrochen war seine Zeit im Nationalteam durch mehrere Verletzungspausen, unter anderem durch einen Kreuzbandriss sowie einen Bänderriss.

Am 11. November 2009 trat Stranzl vom Nationalteam zurück.[6][7]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Martin Stranzl ist verheiratet und Vater eines Sohnes und einer Tochter.[8]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Martin Stranzl – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. kicker online: Stranzl und Nordtveit verstärken die Borussia, 30. Dezember 2010.
  2. Zweikampfstärkste Spieler der Liga sport1.de, 26. Mai 2015
  3. Borussia Mönchengladbach: Borussia verlängert Vertrag mit Martin Stranzl, abgerufen am 22. Dezember 2014.
  4. Martin Stranzl beendet Karriere im Sommer borussia.de, abgerufen am 8. März 2016
  5. Platzverweise in der Bundesliga: Die Rot-Seher spiegel.de, 14. August 2014
  6. Stranzl haut den Hut drauf. In: derstandard.at. 11. November 2009, abgerufen am 12. September 2015.
  7. ÖFB Teamchef Didi Constantini akzeptiert Rücktritt von Martin Stranzl aus der Nationalmannschaft, abgerufen am 11. November 2009
  8. Martin Röse: Welcher Promi radelt vorneweg? In: Westdeutsche Zeitung (WZ). Westdeutsche Zeitung GmbH & Co. KG, 25. April 2015, abgerufen am 16. Januar 2016.