Martin Vollenwyder

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Martin Vollenwyder (* 4. Oktober 1953[1] in Zürich[2]; heimatberechtigt in Zürich und Lohnstorf[3]) ist ein Schweizer Politiker (FDP.Die Liberalen). Er amtierte von 2002 bis 2013 als Vorsteher des Finanzdepartements im Stadtrat der Stadt Zürich.

Ausbildung und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vollenwyder wuchs im Zürcher Quartier Enge auf.[4] Er besuchte die Primar- und Sekundarschule in Zürich. Nach der Wirtschaftsmaturität 1974 studierte er bis 1981 Rechtswissenschaft an der Universität Zürich und schloss sein Studium mit dem juristischen Lizenziat (lic. iur.) ab.[5] Nach einem Auslandsaufenthalt in Paris war er von 1982 bis 2002 in verschiedenen Bereichen für die Grossbank Credit Suisse (vormals Schweizerische Kreditanstalt SKA) tätig,[5] unter anderem war er Sekretär bei Robert A. Jeker[4]. Zuletzt war Vollenwyder Direktor und verantwortlicher Ressortchef KMU und Verbände.[6]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seine politische Karriere begann Vollenwyder 1985 als Mitglied im Gemeinderat der Stadt Zürich, ab 1988 war er Mitglied der Rechnungsprüfungskommission.[5] Dem Gemeinderat gehörte er bis 1996 an. Von 1990 bis 1994 leitete er die FDP-Fraktion im Gemeinderat. Von 1998 bis 2002 war Vollenwyder für die FDP im Kantonsrat des Kantons Zürich. Bei der FDP war er sowohl Präsident in der Stadt Zürich (1994 bis 1996) als auch im Kanton Zürich (1996 bis 2000).

2002 trat er in den Stadtratswahlen als Herausforderer von Elmar Ledergerber (SP) für das Amt des Stadtpräsidenten an, unterlag, wurde aber als Stadtrat gewählt[6]. Er amtierte von 2002 bis 2013 als Vorsteher des Finanzdepartements im Stadtrat der Stadt Zürich, ein Jahr vor den Gesamterneuerungswahlen 2014 trat er zurück[7]. Richard Wolff (Alternative Liste) wurde daraufhin in den Stadtrat gewählt.

Mandate (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vollenwyder ist Mitglied im Verwaltungsrat der Bank Sparhafen Zürich, bei der Gebäudeversicherung Kanton Zürich[8], bei der MCH Group und Mitglied im Stiftungsrat der Alfred Escher-Stiftung.[3] Am 1. Oktober 2013 übernahm er das Präsidium der Zürcher Volkshochschule und der Eleonoren-Stiftung, Trägerin des Kinderspital Zürich, im Januar 2014 das Präsidium der Tonhalle-Gesellschaft Zürich, dem Trägerverein des Tonhalle-Orchester Zürich.[9]

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vollenwyder ist seit 2013 in zweiter Ehe verheiratet und hat drei erwachsene Töchter aus erster Ehe.[4] Sein Vater Erich Vollenwyder war 42 Jahre lang Organist in der Kirche Enge.[10]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Martin Vollenwyder. In: 20 Minuten vom 11. Januar 2006
  2. Erwin Koller, Johannes Fischer (Hrsg.): Der wirtschaftliche Erfolg und der gnädige Gott. Christliche Arbeitsmoral, Sozialstaat und Globalisierung. TVZ, Zürich 2007, S. 139, ISBN 978-3-290-20040-4.
  3. a b Martin Vollenwyder. In: moneyhouse.ch, abgerufen am 22. Mai 2014
  4. a b c Mathias Ninck: Verängstigte Politiker. Interview in: Das Magazin 18/2013 vom 4. Mai 2013
  5. a b c «Wie beeinflusst Brüssel die Stadt Zürich?» (Memento vom 23. März 2013 im Internet Archive) In: Wirtschaftsforum Uster, abgerufen am 13. Mai 2013
  6. a b Edgar Schuler: Elf Jahre Amtszeit in Zahlen. In: Tages-Anzeiger vom 13./14. Mai 2013
  7. Janine Hosp: «Wir haben den Hang, alles maximal und grossartig zu machen.». Interview in: Tages-Anzeiger vom 14. Mai 2013
  8. Gebäudeversicherung Kanton Zürich. Internetauszug, Handelsregister des Kantons Zürich, abgerufen am 22. Mai 2014
  9. Namibia, Bhutan, neue Ämter: Vollenwyder plant seine Zukunft. In: Tages-Anzeiger.ch/Newsnet vom 5. Mai 2013
  10. Pia Meier, Lorenz Steinmann: «Ich werde Präsident der Eleonorenstiftung» Interview in: Züriberg 12/2013 vom 21. März 2013, S. 5 (PDF-Datei)