Martina Hartmann

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Martina Hartmann, geb. Stratmann (* 18. September 1960 in Mülheim an der Ruhr) ist eine deutsche Mittelalterhistorikerin.

Martina Hartmann legte 1980 das Abitur ab und studierte von 1980 bis 1986 Geschichte, Klassische Philologie und Historische Hilfswissenschaften an der Universität Bonn; 1986 legte sie das erste Staatsexamen ab. 1989 wurde sie in mittelalterlicher Geschichte in Bonn bei Rudolf Schieffer mit einer Arbeit über Hinkmar von Reims promoviert. Von 1989 bis 2000 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin der Monumenta Germaniae Historica (MGH) in München und Redakteurin des Deutschen Archivs für Erforschung des Mittelalters. Im Jahr 2001 erfolgte ihre Habilitation an der Universität Regensburg für Mittelalterliche Geschichte und Historische Hilfswissenschaften. Seit 2006 lehrte Hartmann als außerplanmäßige Professorin an der Universität Heidelberg; 2011 erfolgte die Umhabilitation an die Universität München. Seit April 2012 ist sie stellvertretende Präsidentin der MGH. Hartmann ist seit dem Erscheinen des Heftes 69/1 (2013) Mitherausgeberin des Deutschen Archivs für Erforschung des Mittelalters.

Hartmanns Forschungsschwerpunkte sind die Geschichte des frühen Mittelalters und die Historischen Hilfswissenschaften. Sie ist mit dem Historiker Wilfried Hartmann verheiratet.

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Merowinger (= Beck'sche Reihe. C.-H.-Beck-Wissen 2746). Beck, München 2012, ISBN 978-3-406-63307-2.
  • Die Königin im frühen Mittelalter. Kohlhammer, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-17-018473-2.
  • Mittelalterliche Geschichte studieren (= UTB 2575). UVK-Verlags-Gesellschaft, Konstanz 2004, ISBN 3-8252-2575-5 (3., überarbeitete Auflage. ebenda 2011, ISBN 978-3-8252-2575-9).
  • Aufbruch ins Mittelalter. Die Zeit der Merowinger. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2003, ISBN 3-534-15829-6 (Sonderausgabe, 2., um ein Vorwort ergänzte, durchgesehene und bibliografisch aktualisierte Auflage. ebenda 2011, ISBN 978-3-534-24034-0).
  • Humanismus und Kirchenkritik. Matthias Flacius Illyricus als Erforscher des Mittelalters (= Beiträge zur Geschichte und Quellenkunde des Mittelalters. Bd. 19). Thorbecke, Stuttgart 2001, ISBN 3-7995-5719-9 (Zugleich: Regensburg, Universität, Habilitations-Schrift, 2000: Matthias Flacius Illyricus als Handschriftenforscher.).
  • Hinkmar von Reims, Collectio de ecclesiis et capellis (= Monumenta Germaniae Historica. Leges. Bd. 8 = Fontes iuris Germanici antiqui in usum scholarum separatim editi. Bd. 14). Hahn, Hannover 1990, ISBN 3-7752-5332-7.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]