Martina Schweinsburg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Martina Schweinsburg (* 22. Dezember 1958 in Gera) ist eine deutsche Politikerin (CDU) und seit 1994 Landrätin des Landkreises Greiz.

Schweinsburg besuchte in Gera die Polytechnische Oberschule und absolvierte eine Lehre zur Zootierpflegerin im Zoo Leipzig, bevor sie ab 1983 an der Ingenieurschule für Veterinärmedizin in Beichlingen mit dem Abschluss als Veterinäringenieur studierte. 1990 trat sie in die CDU ein und wurde erste frei gewählte Landrätin des Kreises Zeulenroda (Thüringen). 1994 wurde sie Landrätin des neu gebildeten Landkreises Greiz. Von 1998 bis 2000 war Schweinsburg Mitglied des Landesvorstands der CDU Thüringen. 2000, 2006 und 2012 wurde sie als Landrätin des Landkreises Greiz wiedergewählt. Sie ist somit die dienstälteste Landrätin im Freistaat Thüringen. Martina Schweinsburg ist seit Mai 2010 Vorsitzende der CDU im Landkreis Greiz und hat dort drei junge Stellvertreter.[1]

Seit Juli 2012 ist Martina Schweinsburg Präsidentin des Thüringer Landkreistags. In dieser Funktion übte sie wiederholt heftige Kritik an der Landesregierung und deren Plänen zu einer Kreisreform in Thüringen. So verglich sie etwa das Gutachten einer Expertenkommission zur Verwaltungsreform mit dem Gebaren europäischer Kolonialmächte: „So etwas ähnliches haben die Kolonialmächte nach dem Ersten Weltkrieg in Nordafrika und dem vorderen Orient gemacht, weil die auch der Meinung waren, die Einheimischen sind zu deppert, um das selber zu können. Und die Konflikte aus dieser Zeit haben wir noch heute.“[2]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • mit Detlef Klass: Thüringisches Grundschulkonzept. In: Der Landkreis. Zeitschrift für kommunale Selbstverwaltung. ISSN 0342-2259, Bd. 78 (2008), Heft 2, S. 79–80.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kreisvorstand. In: CDU-Greiz.de.
  2. Schweinsburg zur Gebietsreform: „Wie bei Kolonialmächten in Afrika“. In: Thüringer Allgemeine, 1. Februar 2013.