Marty Stuart

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Marty Stuart (1993)

John Marty Stuart (* 30. September 1958 in Philadelphia, Mississippi) ist ein US-amerikanischer Country-Sänger und -Musiker sowie Grammy-Preisträger.

Leben[Bearbeiten]

Anfänge[Bearbeiten]

Stuart beherrschte bereits als Kind eine Vielzahl von Instrumenten. Mit zwölf Jahren wurde er Mitglied der bekannten Gospel-Gruppe The Sullivans. Wenig später hatte er Gelegenheit, bei der Bluegrass-Legende Lester Flatt vorzuspielen. Dieser war von seinem Mandolinenspiel derartig beeindruckt, dass er das gerade erst dreizehn gewordene Talent in seine Band aufnahm. Im gleichen Jahr trat Marty erstmals in der Grand Ole Opry auf. Er blieb acht Jahre bei der Bluegrass-Formation, bis Flatt aus gesundheitlichen Gründen aufgeben musste. 1978 schloss er sich Doc und Merle Watson an.

Ein Jahr später heiratete er Cindy Cash, eine Tochter von Johnny Cash, und trat anschließend in die Begleitband seines Schwiegervaters, den Tennessee Three, ein. 1982 wurde bei einem kleinen Label ein erstes Album produziert. Trotz Mitwirkens zahlreicher Größen der Szene wurde Busy Bee Cafe kein Erfolg. In diesen Jahren entwickelte sich der Multi-Instrumentalist zu einem gefragten Session-Musiker. Die Zusammenarbeit mit Cash dauerte bis 1985 an, die Ehe mit Cindy hielt ein Jahr länger.

Karriere[Bearbeiten]

1986 unterschrieb Stuart beim Columbia Label einen Schallplattenvertrag. Seine erste Single, Arlene, konnte sich zwar in der Top-20 platzieren, das folgende Album verkaufte sich aber derartig schlecht, dass Columbia Records kein Interesse an einer weiteren Zusammenarbeit hatte. Stuart kehrte daraufhin kurzzeitig zu den Sullivans zurück. 1989 fand er beim MCA-Label Unterschlupf. Ein Stilwechsel vom Bluegrass zum Rockabilly erwies sich als erfolgversprechend: Mit Hillbilly Rock, aus dem gleichnamigen Album sowie Little Things und Tempted wurden Top-10-Hits produziert.

Sein Durchbruch gelang 1991, als das im Duett mit Travis Tritt gesungene The Whiskey Ain’t Workin’ bis auf Platz Drei der Country-Charts vorrückte. Es folgte eine erfolgreiche gemeinsame Tournee. 1992 wurden die Freunde mit dem CMA-Award Vocal Event of the Year ausgezeichnet und erhielten einen Grammy. Sein Album This One’s Gonna Hurt You, bei dem Travis Tritt mitwirkte, erreichte Goldstatus. Mehrere ausgekoppelte Singles schafften es in die Top-10 oder Top-20. 1993 wurde er Mitglied der Grand Ole Opry.

Neben seinen musikalischen Aktivitäten ist Stuart als Sammler von Devotionalien aus der Country-Szene bekannt. So erwarb er den Tourneebus von Ernest Tubb und Gitarren von mehreren Stars. Seine umfangreiche Sammlung umfasst außerdem Kostüme und Manuskripte von Hank Williams. Er veröffentlichte zahlreiche Artikel und Fotos zu aktuellen Themen.

1996 wurde der sich immer der Geschichte und Tradition der Country-Musik verpflichtet fühlende Stuart zum Präsidenten der Country Music Foundation gewählt. Er hielt dieses Amt über mehrere Wahlperioden hindurch inne. 1997 heiratete er die 16 Jahre ältere Sängerin Connie Smith, die er seit seiner Kindheit verehrte und bewunderte. 1999, nach dem Flop seines anspruchsvollen Albums The Pilgrim, verlor er seinen Schallplattenvertrag. Er kehrte zu Sony/Columbia Records zurück, wo 2003 das Album Country-Music veröffentlicht wurde.

Diskografie (Alben)[Bearbeiten]

  • 1982 – Busy Bee Cafe (Sugar Hill)
  • 1986 – Marty Stuart (Columbia)
  • 1988 – Let There Be Country (Columbia)
  • 1989 – Hillbilly Rock (MCA)
  • 1991 – Tempted (MCA)
  • 1992 – Once Upon a Time (CMH)
  • 1992 – This One’s Gonna Hurt You (MCA)
  • 1994 – Love and Luck (MCA)
  • 1995 – The Marty Party Hit Pack (MCA)
  • 1996 – Honky Tonkin’s What I Do Best (MCA)
  • 1999 – The Pilgrim (MCA)
  • 2002 – 20th Century Masters: The Millenium Collection (MCA)
  • 2003 – Country Music (Columbia)
  • 2005 – Souls’ Chapel (Superlatone)
  • 2005 – Badlands: Ballads of the Lakota (Superlatone)
  • 2006 – Live at the Ryman (Superlatone)
  • 2007 – Compadres: An Anthology of Duets (Superlatone)
  • 2008 – Whiskey & Rhinestones – The Ultimate Collection
  • 2010 – Ghost Train: The Studio B Sessions (Sugar Hill)

Weblinks[Bearbeiten]