Marz

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Marz
Wappen Österreichkarte
Wappen von Marz
Marz (Österreich)
Marz
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Burgenland
Politischer Bezirk: Mattersburg
Kfz-Kennzeichen: MA
Fläche: 17,4 km²
Koordinaten: 47° 43′ N, 16° 25′ OKoordinaten: 47° 43′ 0″ N, 16° 24′ 58″ O
Höhe: 252 m ü. A.
Einwohner: 2.097 (1. Jän. 2017)
Bevölkerungsdichte: 121 Einw. pro km²
Postleitzahl: 7221
Vorwahl: 0 2626
Gemeindekennziffer: 1 06 05
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Gemeinde Marz
7221 Marz
Website: www.marz.at
Politik
Bürgermeister: Gerald Hüller (ÖVP)
Gemeinderat: (2017)
(21 Mitglieder)
12
8
1
12 
Insgesamt 21 Sitze
Lage der Gemeinde Marz im Bezirk Mattersburg
AntauBad SauerbrunnBaumgartenDraßburgForchtensteinHirmKrensdorfLoipersbachMarzMattersburgNeudörflPöttelsdorfPöttschingRohrbach bei MattersburgSchattendorfSieggrabenSigleßWiesenZemendorf-StötteraBurgenlandLage der Gemeinde Marz im Bezirk Mattersburg (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

BW

Marz (ungarisch: Márcfalva, kroatisch: Marca) ist eine Gemeinde im Bezirk Mattersburg im Burgenland in Österreich.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im Tal des Marzer Bachs in einer etwa 20 km breiten Mulde der Wulkaebene. Sie ist umgeben von niedrigen, zum Teil bewaldeten Hügeln.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mattersburg Pöttelsdorf und Zemendorf-Stöttera
Mattersburg Nachbargemeinden Rohrbach bei Mattersburg
Sieggraben

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marz (Mitte links) um 1880 (Aufnahmeblatt der Landesaufnahme)

Vor Christi Geburt war das Gebiet Teil des keltischen Königreiches Noricum und gehörte zur Umgebung der keltischen Höhensiedlung Burg auf dem Schwarzenbacher Burgberg. Später unter den Römern lag das heutige Marz dann in der Provinz Pannonia.

Marz wurde 1202 erstmals urkundlich als Mouruhc erwähnt. Ab dem Jahr 1312 war Marz Teil der Grafschaft Mattersdorf, die später als Grafschaft Forchtenstein bezeichnet wurde. In den Wirren der Türkenkriege wurde der Ort mehrmals zerstört.

Die Revolution von 1848 brachte die Aufhebung der Grundherrschaft und die Durchführung der Bodenreform. Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Márczfalva verwendet werden.

Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes).

Legende: Der heilige Willibald (erster Bischof von Eichstätt) soll im Jahre 741 die erste Kirche gebaut haben.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderatswahl 2017
 %
90
80
70
60
50
40
30
20
10
0
56,38
(-31,21)
37,63
(n. k.)
5,99
(-6,42)

Das Gemeindeamt steht unter Denkmalschutz

Der Gemeinderat hat 21 Mitglieder.

Der Gemeinderat umfasst aufgrund der Einwohnerzahl insgesamt 21 Mitglieder.

Ergebnisse der Gemeinderatswahlen seit 1997
Partei 2017[1] 2012[2] 2007[3] 2002[4] 1997[4]
Sti. % M. Sti. % M. Sti. % M. Sti. % M. Sti. % M.
ÖVP 791 56,38 12 939 87,59 19 807 57,11 12 791 55,74 12 614 47,27 10
SPÖ 528 37,63 8 nicht kandidiertA1 572 40,48 9 556 39,18 8 535 41,19 9
FPÖ 84 5,99 1 133 12,41 2 nicht kandidiert 72 5,07 1 150 11,55 2
FBL nicht kandidiert nicht kandidiert 34 2,41 0 nicht kandidiert nicht kandidiert
Wahlberechtigte 1756 1712 1692 1677 1537
Wahlbeteiligung 84,11 % 81,07 % 88,89 % 90,94 % 92,13 %
A1 Die Orts-SPÖ hatte die Wahlunterlagen nicht fristgerecht abgegeben, weshalb sie nicht zur Wahl zugelassen wurde

Gemeindevorstand[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben Bürgermeister Gerald Hüller (ÖVP) und den beiden Vizebürgermeistern Jürgen Lehrner (SPÖ) und Maria Zachs (ÖVP) gehören weiters die geschäftsführenden Gemeinderäte Corinna Braunrath (SPÖ), Franz Buchinger (ÖVP), Roman Schiller (SPÖ) und Gertraud Zachs (ÖVP) an.[5]

Gemeindekassier ist Rudolf Kern (ÖVP) und Umweltgemeinderätin ist Christina Biribauer (ÖVP).[6]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist seit 2007 Gerald Hüller (ÖVP). Anlässlich der Bürgermeisterdirektwahl 2017 wurde er mit 67,10 % in seinem Amt bestätigt. Seine Mitbewerber Ursula Linniger (SPÖ) und Klaus Thier (FPÖ) kamen nur auf 27,69 % bzw. 5,21 %.[1] Bei der Wahl 2012 hatte es Hüller auf 85,15 % gebracht, hatte allerdings keinen Gegenkandidaten.[2] Damit geht Hüller in seine dritte Amtsperiode.

Erster Vizebürgermeister ist Jürgen Lehrner (SPÖ), zweite Vizebürgermeisterin ist Maria Zachs (ÖVP).[5]

Amtsleiter ist Daniel Schmidl.[7]

Chronik der Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

von bis Bürgermeister[8]
1850 1851 Johann Tasch
1851 1853 Anton Schlaninger
1854 Matthias Ochs
1855 Matthias Schmidl
1889 Johann Vogler
1900 Johann Buchinger
1910, 1912, 1916 Matthias Rumpler
1920 Matthias Scheiber
von bis Bürgermeister[8]
1920 J. oder Michael Schöll
1920 1921 Johann Buchinger
1921 1922 Matthias Sailer
1923 1925 Josef Steiner
1925 1927 Michael Giefing
1927 1938 Johann Leitgeb
1938 1943 Franz Redl
1943 1945 Rudolf Ponzer
von bis Bürgermeister[8]
1945 Franz Leitgeb
1945 1950 Johann Leitgeb
1950 1963 Johann Buchinger
1963 1967 Stefan Zachs
1967 1972 Johann Buchinger
1972 1997 Alois Grath
1997 2007 Otto Scheiber
seit 2007 Gerald Hüller

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

AUT Marz COA.svg Blasonierung: „In Rot ein silberner, dreigezinnter, mit drei Fensteröffnungen und einem Tor versehener Turm, der von einer silbernen Mauer begleitet wird.

Das Wappen wurde am 7. September 1977 verliehen. Marz wurde im Jahr 1202 erstmals urkundlich erwähnt, und zählt damit zu den ältesten Siedlungen im Burgenland. Die auf einem Hügel stehende Pfarrkirche diente mit einer den Hügel umfassenden Wehrmauer während der Türkenkriege als Zufluchtsstätte der Dorfbevölkerung. Das Wappensymbol verweist auf diese Verteidigungseinrichtung und somit auf das schwere Schicksal der Gemeinde in der Vergangenheit; zugleich soll es als Zeichen für den großen Aufschwung in der Gegenwart dienen.[9]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Römisch-katholische Pfarrkirche Mariae Krönung
Kriegerdenkmal beim Aufgang zur Pfarrkirche
Ältestes Haus von Marz (erbaut 1690)
Denkmalgeschützte alte Schmiede
Mattersburger Bahn, Aufnahmegebäude der Haltestelle Marz Rohrbach, vormals Bahnhof
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Marz
  • Kath. Pfarrkirche Marz Krönung Mariens
  • Lichtsäule: auf dem Ambrosius Salzer-Platz
  • Anlage Alte Schmiede: Schmiede- und Wohntrakt, Lagergebäude und Innenhof, Ambrosius Salzer- Platz 1
  • Pest-/Dreifaltigkeitssäule, Mariensäule: Ambrosius Salzer-Platz 3
  • Radkreuz: Ambrosius Salzer-Platz 4
  • Grabsteine: Friedhofgasse 1
  • Johannes Nepomuk-Kapelle: Heiligenbrunnengasse
  • Neumühle/ehem. Heroldmühle: Heroldmühle 1
  • Gemeindeamt: Schulstraße 11

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quelle[10]

Ehrenbürger der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Franz Mariska, Pfarrer (verliehen am 15. Februar 1937)
  • Johann Schwarz, Pfarrer (verliehen am 3. April 1972 / verstorben am 8. März 1976)
  • Georg Fuchs (verliehen am 24. September 1977 / verstorben am 7. April 1998)

Träger des Ehrenringes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johann Buchinger, Altbürgermeister (verliehen am 8. Mai 1984 / verstorben am 14. Mai 1994)
  • Stefan Zachs, Altbürgermeister (verliehen am 17. November 1989 / verstorben am 21. Mai 1994)
  • Alois Grath, Altbürgermeister (verliehen am 26. November 1999 / verstorben am 29. Juni 2004)
  • Otto Scheiber, Bürgermeister a. D. (verliehen am 15. Mai 2014)

Träger der Ehrennadel der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Franz Schmidl (verliehen am 29. Mai 1987)
  • Johann Herowitsch (verliehen am 19. Juli 1987)
  • Franz Buchinger (verliehen am 20. Dezember 1991)
  • Peter Seedoch (verliehen am 15. März 2007)
  • Ewald Widder (verliehen am 15. März 2007)
  • Hermine Steiner, Volksschuldirektorin i. R. (verliehen am 15. März 2007)
  • Robert Steiner (verliehen am 30. November 2017)

Personen die mit Marz in Verbindung sind[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Marz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Land Burgenland: Wahlergebnis Marz 2017 (abgerufen am 6. Dezember 2017)
  2. a b Land Burgenland: Wahlergebnis Marz 2012 (abgerufen am 6. Dezember 2017)
  3. Land Burgenland: Wahlergebnis Marz 2007 (abgerufen am 6. Dezember 2017)
  4. a b Land Burgenland: Wahlergebnis Marz 2002 (abgerufen am 6. Dezember 2017)
  5. a b Gemeinde Marz: Gemeindevorstand (abgerufen am 6. Dezember 2017)
  6. Gemeinde Marz: Ausschüsse (abgerufen am 6. Dezember 2017)
  7. Gemeinde Marz: Verwaltung (abgerufen am 6. Dezember 2017)
  8. a b c Gemeinde Marz: Bürgermeister seit 1850 (abgerufen am 6. Dezember 2017)
  9. Gemeinde Marz: Wappen (abgerufen am 6. Dezember 2017)
  10. Gemeinde Marz: Ehrungen durch die Gemeinde Marz (abgerufen am 6. Dezember 2017)