Masera

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Masera
Vorlage:Infobox Gemeinde in Italien/Wartung/Wappen fehltKein Wappen vorhanden.
Masera (Italien)
Masera
Staat Italien
Region Piemont
Provinz Verbano-Cusio-Ossola (VB)
Koordinaten 46° 10′ N, 8° 18′ OKoordinaten: 46° 10′ 0″ N, 8° 18′ 0″ O
Höhe 297 m s.l.m.
Fläche 20 km²
Einwohner 1.483 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte 74 Einw./km²
Postleitzahl 28855
Vorwahl 0324
ISTAT-Nummer 103042
Volksbezeichnung maseresi
Schutzpatron Martin von Tours (11. November)
Website Masera
Ossolatal in der Region Piemont
Masera
Altes Bürgerhaus Farina
Giuliana Sgrena
Fluss Melezzo

Masera ist eine Gemeinde in der italienischen Provinz Verbano-Cusio-Ossola (VB) in der Region Piemont.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst eine Fläche von 20 km². Zu Masera gehören die fraktionen Carale, Casa Benvenuta, Casa del Secco, Cresta, Melezzo, Menogno, Ranco, Rivoira, Rogna und Veriago (mit Ariola, Merro, Piazza, Quartavolo, Rancaldina). Die Nachbargemeinden sind Crevoladossola, Domodossola, Druogno, Montecrestese, Santa Maria Maggiore und Trontano.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ersten historischen Erwähnungen von Masera stammen aus Dokumenten des 10. Jahrhunderts und genau in einem Pergament vom Juni 970, in dem es heißt, dass der Bischof von Novara Aupaldo dem Priester Dododei vom Ort Vogogna (feudale Hauptstadt von Ossola Inferiore) ein Grundstück in loco et feudo Maxerie gegeben hat; eine weitere Erwähnung findet sich 994 in einem Verkaufsdokument. Im 12. Jahrhundert gehörte Masera dem Grafen Guido von Biandrate, wie ein Bestätigungsdiplom des Kaisers Friedrich I. (HRR) 1152 belegt. Nach dem Frieden von Konstanz bildete Masera mit der Unteren Ossolatal eine Gerichtsbarkeit, die den Namen Vicariatus Ossolae erhielt.

Während der Visconti-Herrschaft in Mailand fiel Masera unter die Zuständigkeit von Giovanni Visconti (Erzbischof); nach seinem Tod wurde das Territorium von Novara seinem Neffen Galeazzo zugewiesen; während seiner Herrschaft wurden die Gemeindestatuten genehmigt; später, 1439, kam Masera unter die Herrschaft von Graf Vitaliano Borromeo, treuer Schatzmeister des Herzogs von Mailand Filippo Maria Visconti. Unter der Herrschaft der Borromäer erhielten Masera eine gewisse Autonomie und war Hauptstadt der Quattro Terre.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1861 1871 1881 1901 1921 1931 1951 1971 1991 2001 2011 2017 2018
Einwohner 994 1098 1121 1060 1165 1132 1232 1236 1257 1429 1527 1486 1483

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pfarrkirche San Martino di Tours erbaut im lombardischen gotischen Stil mit drei Schiffen, der 1883 auf dem Gelände der alten Kirche im rein lombardischen Stil des 11. Jahrhunderts; die neue Kirche wurde vom Mailänder Maler Bottini dekoriert, das Fresko von St. Martin über dem Hauptportal ist dagegen das Werk des Malers A. Cotti; im Anker des Altars am Ende des Nordschiffes befindet sich ein holzgemaltes Triptychon Madonna col Bambino con Santi Rocco e Sebastiano darstellt, die Sperindio Cagnoli zugeschrieben wird.
  • Oratorium San Rocco im Weiler Ranco, mit kostbaren Fresken aus dem Jahr 1402; in der Nähe des Weiler befindet sich noch ein alter Signalturm aus dem Ende des 15. Jahrhunderts.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Giuliana Sgrena (* 20. Dezember 1948 in Masera) ist eine italienische Journalistin. Ritter des Verdienstordens der Italienischen Republik (4. November 2003)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Verschiedene Autoren: Comuni della Provincia del Verbano-Cusio-Ossola. Consiglio Regionale del Piemonte, Chieri 2012, ISBN 9788896074503.
  • Verschiedene Autoren: Il Piemonte paese per paese. Bonechi Editore, Firenze 1996, ISBN 88-8029-156-4.
  • Verschiedene Autoren: Piemonte (non compresa Torino). Touring Club Italiano, Milano 1976, S. 643, Masera online (italienisch)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Masera – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Masera (italienisch) auf tuttitalia.it
  • Masera (italienisch) auf comuni-italiani.it
  • Masera (italienisch) auf piemonte.indettaglio.it/ita/comuni
  • Masera auf der Plattform ETHorama

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2017.