Maskenstein

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Maskenstein von Aarhus als Museumsschild "DR 66"
Maske von Släbro Nr. Sö 367

Maskenstein (dänisch Maskesten auch Trollstein) ist die Bezeichnung für Runensteine und andere Steine mit der Darstellung eines Gesichts (Maske) aus der späten Wikingerzeit (um 960-um 1050) in Schweden und Dänemark. Der Bildstein von Sjellebro ist ohne Runeninschrift.

Maskensteine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schweden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf einer vier Meter hohen Seite ist eine Maske zwischen zwei Wölfen dargestellt

Dänemark[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • DR 62, Stein von Sjelle

Der aüßerste schmale Stein zeigt im Zentrum eine Maske. Die beidseits der Maske senkrecht aufgeführte Inschrift lautet:

Freystein setzt diesen Stein zur Erinnerung an Gyrðr seinen Kameraden, Sigvaldi's Bruder

Der Rest ist unleserlich.

  • DR 66 Stein von Aarhus (um 960/1050)

Auf einer Seite des Steins ist eine Maske dargestellt, auf den zwei anderen eine Runeninschrift:

Gunulv und Ögot und Aslag und Rolf ließen diesen Stein errichten nach Ful ihrem Fahrtgenossen, der … den Tod fand, als (die) Könige kämpften.[2]

Er befindet sich im Museum Moesgård

  • DR 81 Runenstein von Skjern

Der Runenstein trägt im Zentrum der Schauseite eine Maske, die derjenigen von Sjellebro ähnelt. Er steht nahe dem Ringkøbing Fjord, auf dem Friedhof der Kirche von Skjern. Seine Inschrift lautet:

Sasgard, Finnulvs Tochter, errichtete diesen Stein für Odinkar, den Sohn Osbjørns den teuren und fürstengetreuen. Ein Zauberer (soll) den Mann (treffen, verfluchen) der dieses Denkmal zerstört.

Der 1, 7 Meter hohe Stein ist nur mit einem großen Gesicht (Troll) versehen, er trägt keine Inschrift.

  • Der Runenstein von Bjerring (dän. Bjerring-stenen - DR AUD1996;274 oder DK MJy 10) wurde 1996 während der Restaurierung des Nordportals der Bjerring Kirche als Schwellenstein gefunden. Auf der Rückseite des Steins ist eine Maske im Mammenstil geschnitzt. In der Maske sind Spuren der rötlich-gelbe Farbe zu sehen, die nur selten erhalten bleibt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Peter V. Glob: Vorzeitdenkmäler Dänemarks. Wachholtz, Neumünster 1968.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Släbro erinnert in seiner Maskendarstellung stark an den dänische Steins von Aarhus und Sjelle. In Släbro wurden 1984 zehn Felszeichnungen aus der Bronzezeit bestehend aus 440 Figuren und 260 Schälchen (schwed. älvkvarnar - Elfenmühlen) gefunden
  2. der gleiche Passus findet sich auf dem Runenstein an der Råda kyrka der Text des Runensteins lautet: Torkel setzte diesen Stein nach seinem Sohn Gunne. Er wurde in der Schlacht getötet, als die Könige kämpften.