Massaker von Hué

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Beerdigung der Opfer des Massakers

Das Massaker von Huế war ein Kriegsverbrechen, welches vom Vietcong und der nordvietnamesischen Armee in der Stadt Huế im Jahr 1968 im Zuge der Tet-Offensive im Vietnamkrieg verübt wurde. Es begann im Zuge der Schlacht um Huế am 31. Januar 1968 und dauerte 28 Tage an. Die nordvietnamesischen Soldaten ermordeten zahlreiche Zivilisten, weil sie glaubten, diese seien antikommunistisch. Religiöse Führer, welche meist katholisch waren, wurden hingerichtet, ebenso wie Ausländer und Regierungsbeamte. Diese wurden unter anderem gefoltert oder lebendig begraben. Erst Jahre später wurden die Massengräber entdeckt. Die Zahl der Opfer liegt zwischen 2800 und 6000 Menschen, darunter auch Kinder.[1][2]

Andere Quellen berichten, das die gesamte Zahl der Opfer nicht unbedingt dem Vietcong zu Schulde kommen muss, da es im Laufe und am Ende der Schlacht um Schlacht um Huế ein starkes Bombardement durch die Amerikaner gab, wobei es eine ungeklärte Anzahl von Zivilisten gab, die fälschlicherweise auch auf das Konto der Vietcong kamen.

Unter den Opfern fanden sich auch vier deutsche Bürger: die drei Medizinprofessoren Horst Krainick, Alois Altekoester und Raimund Discher, die an der Universität von Hue tätig waren, sowie Krainicks Ehefrau, die von den Vietcong als Amerikaner verwechselt wurden.[3] Ein vierter deutscher Arzt, Erich Wulff, hatte die Stadt kurz vorher verlassen.

Da es kaum neutrale Quellen gibt und auch die Kampfhandlungen viele zivile Opfer forderten, ist die historische Diskussion über dieses Ereignis noch nicht abgeschlossen.[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. World: The Massacre of Hue. Time vom 31. Oktober 1969 (englisch).
  2. Douglas Pike: Massacre at Hue. Excerpt from The Viet Cong Strategy of Terror (PDF; 4,3 MB), Seiten 23–39 vom 1. Februar 1970 (englisch).
  3. a b Artikel im 'Indochina Chronicle' von Gareth Porter, Juni 1974 (PDF; 2,7 MB)