Massaker von Pawłokoma

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Gedenkstätte für die Opfer des Massakers von Pawłokoma

Das Massaker von Pawłokoma ereignete sich Anfang März 1945 bei dem Dorf Pawłokoma (ukrainisch Павлокома) in Polen in der heutigen Woiwodschaft Karpatenvorland.

Geschehnisse[Bearbeiten]

In Pawłokoma wurden gegen Ende des Zweiten Weltkriegs, am 2./3. März 1945, dort lebende Ukrainer durch polnische Partisanen, darunter ehemalige Angehörige der Polnischen Heimatarmee unter der Leitung von Józef Biss, ermordet.[1] Dabei wurden die Bewohner zunächst zu einer Kirche getrieben, wo sie verhört wurden und danach vermutlich an einem naheliegenden Friedhof hingerichtet wurden. Es gab je nach Schätzung 150 bis 365 Tote.[2]

Kontext[Bearbeiten]

Die Morde an den Ukrainern stehen im Zusammenhang mit Morden an Polen durch Ukrainer in den Jahren 1942–1943, während der deutschen Besatzungszeit. Das Massaker, das als Vergeltung für die Taten der Ukrainer anzusehen ist, wurde durch die Verschleppung von 13 Einwohnern Pawłokomas durch die Ukrainische Aufständische Armee ausgelöst.[3]

Aufarbeitung[Bearbeiten]

Am 13. Mai 2006 weihten die Staatspräsidenten der Ukraine und Polens, Wiktor Juschtschenko und Lech Kaczyński, in Pawłokoma eine Gedenkstätte für die getöteten Ukrainer ein. An einem der drei Massengräber sind die Namen der Opfer eingraviert.[4]

Verweise[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Tadeusz Piotrowski: Poland's Holocaust: Ethnic Strife, Collaboration with Occupying Forces and Genocide in the Second Republic, 1918–1947. McFarland, London 1998, ISBN 0-7864-0371-3.

Weblinks[Bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten]

  1. Śledztwo w sprawie zabójstwa w dniach 1-3 marca 1945 r. w Pawłokomie ponad 368 obywateli narodowości ukraińskiej przez polskie oddziały partyzanckie. Instytut Pamięci Narodowej. Abgerufen am 29. Mai 2015.
  2. http://www.rferl.org/content/article/1068362.html
  3. Pawłokoma: u żródeł akcji odwetowej. Na Rubieży 80/2005. Abgerufen am 30. April 2013.
  4. http://old.dailylviv.com/news/667