Massen-Niederlausitz

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Massen-Niederlausitz führt kein Wappen
Massen-Niederlausitz
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Massen-Niederlausitz hervorgehoben

Koordinaten: 51° 39′ N, 13° 44′ O

Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Elbe-Elster
Amt: Kleine Elster (Niederlausitz)
Höhe: 108 m ü. NHN
Fläche: 76,09 km2
Einwohner: 1898 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 25 Einwohner je km2
Postleitzahlen: 03238,03246 (Babben)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahlen: 03531, 035324 (Babben)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: EE, FI, LIB
Gemeindeschlüssel: 12 0 62 333
Gemeindegliederung: 6 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Turmstraße 5
03238 Massen
Bürgermeister: Lutz Modrow (SPD)
Lage der Gemeinde Massen-Niederlausitz im Landkreis Elbe-Elster
Bad LiebenwerdaCrinitzDoberlug-KirchhainElsterwerdaFalkenbergFichtwaldFinsterwaldeGorden-StaupitzGroßthiemigGrödenHeidelandHerzbergHirschfeldHohenbuckoHohenleipischKremitzaueLebusaLichterfeld-SchacksdorfMassen-NiederlausitzMerzdorfMühlberg/ElbePlessaRöderlandRückersdorfSallgastSchildaSchliebenSchönbornSchönewaldeSchradenSonnewaldeTröbitzUebigau-WahrenbrückBrandenburgKarte
Über dieses Bild

Massen-Niederlausitz (niedersorbisch Mašow) ist eine amtsangehörige Gemeinde im Landkreis Elbe-Elster im Süden Brandenburgs und Verwaltungssitz des Amtes Kleine Elster (Niederlausitz).

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Massen-Niederlausitz liegt im südöstlichen Teil des Landkreises Elbe-Elster in unmittelbarer Nähe der Stadt Finsterwalde.

Die größten Städte der Umgebung sind Finsterwalde, das westlich direkt an Massen grenzt, Senftenberg 32 km südöstlich, Lauchhammer 26 km südlich und Lübbenau 42 km nördlich. Die nächste Großstadt ist Cottbus, die 52 km nordöstlich vom Ort Massen entfernt liegt.

Nachbargemeinden

Die Gemeinde Massen-Niederlausitz grenzt an folgende Gemeinden und Städte:

Gemeindeart Name Grenze Landkreis
Gemeinde Crinitz N EE
Stadt Luckau NO LDS
Stadt Calau O OSL
Gemeinde Bronkow O OSL
Gemeinde Sallgast O EE
Gemeinde Lichterfeld-Schacksdorf S EE
Stadt Finsterwalde SW EE
Stadt Sonnewalde W EE

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach ihrer Hauptsatzung gliedert sich die Gemeinde in sechs Ortsteile[2]:

sowie die Wohnplätze Buschmühle, Gröbitz Siedlung, Obermühle, Rehain (Rydań), Siedlung Erika und Tanneberg[8].

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die heutigen Ortsteile der Gemeinde gehörten seit 1816 zum Kreis Luckau und ab 1952 zum Kreis Finsterwalde im DDR-Bezirk Cottbus. Seit 1993 liegen sie im brandenburgischen Landkreis Elbe-Elster.

Im Zuge der Ämterbildung 1992 in Brandenburg entstand am 21. Juli 1992 das Amt Kleine Elster, 1995 in Amt Kleine Elster (Niederlausitz) umbenannt. Insgesamt 14 Gemeinden waren darin zu einem Verwaltungsverbund zusammengeschlossen. Am 3. April 1995 wurde der Sitz des Amtes von Betten in die Gemeinde Massen verlegt[9]. Die Gemeinde Massen-Niederlausitz entstand am 31. Dezember 1997 durch den Zusammenschluss der bisherigen amtsangehörigen Gemeinden Babben, Betten, Lindthal und Massen.[10] Am 31. Dezember 2001 kamen Gröbitz und Ponnsdorf hinzu.[11]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1997 1 885
1998 1 939
1999 2 012
Jahr Einwohner
2000 2 017
2001 2 429
2002 2 382
2003 2 362
2004 2 350
Jahr Einwohner
2005 2 309
2006 2 236
2007 2 214
2008 2 190
2009 2 129
Jahr Einwohner
2010 2 093
2011 2 066
2012 2 044
2013 2 017
2014 1 981
Jahr Einwohner
2015 1 962
2016 1 919
2017 1 892
2018 1 898

Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl[12][13][14]: Stand 31. Dezember, ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindevertretung der Gemeinde Massen-Niederlausitz besteht aus 12 Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister.

Partei / Wählergruppe Sitze
CDU 4
Unabhängige Wählergemeinschaft Massen 3
SPD 3
Wählergemeinschaftz Ponnsdorf 1
Einzelbewerberin Liane Pötzsch 1

(Stand: Kommunalwahl am 26. Mai 2019)[15]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2003–2014: Wilfried Klähr[16]
  • seit 2014: Lutz Modrow (SPD)[17]

Modrow wurde in der Bürgermeisterwahl am 26. Mai 2019 mit 60,5 % der gültigen Stimmen für eine weitere Amtszeit von fünf Jahren[18] gewählt.[19]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Liste der Baudenkmale in Massen-Niederlausitz und in der Liste der Bodendenkmale in Massen-Niederlausitz stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Kulturdenkmale

  • Dorfkirche Massen aus dem 13. Jahrhundert
  • Denkmal von 1967 auf dem Waldfriedhof, das an die umgekommenen französischen und polnischen Zwangsarbeiter und Kriegsgefangenen erinnert, die während des Zweiten Weltkrieges in zwei Lagern lebten und für die Finsterwalder Maschinen GmbH Zwangsarbeit verrichteten.
  • Schwarze Frau von Massen, Skulptur aus Polyesterguss des Bildhauers Frieder Preis[20]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Massen besitzt einen umfangreichen Gewerbe- und Industriepark, der direkt an der Bundesstraße 96 angesiedelt ist. Eine der größten neu angesiedelten Firmen ist der kanadische Autozubehör-Produzent INTIER, welcher zum österreichisch-kanadischen Magna-Konzern gehört. Die Firma INTIER investierte im Jahr 2006 40 Millionen Euro in den Bau einer neuen Niederlassung in der Gemeinde Massen-Niederlausitz. INTIER produziert Kunststoff- und Innenraumteile für zahlreiche Autohersteller wie BMW. Im März 2007 wurde mit 48 Mitarbeitern die Produktion begonnen. Bis zu 200 Mitarbeiter sollen hier künftig arbeiten.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch Massen-Niederlausitz führt die Bundesstraße 96 zwischen Finsterwalde und Senftenberg. Die Anschlussstellen Bronkow und Großräschen der Autobahn 13 (BerlinDresden) liegen 17 km bzw. 18 km weit entfernt.

Der nächstgelegene Bahnhof ist Finsterwalde an der elektrifizierten Bahnstrecke Halle–Cottbus. Im Rahmen der teilweisen Reaktivierung der sogenannten Schippchenbahn wurde neben dem alten Bahnhof ein Haltepunkt eingerichtet. Dies betrifft lediglich Sonderfahrten von Finsterwalde zum Besucherbergwerk Abraumförderbrücke F60 und zurück.

Den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bedienen Busse der VerkehrsManagement Elbe-Elster GmbH aus Finsterwalde.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Massen besitzt eine Grund- sowie eine Oberschule.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der TSV Germania Massen (Turn- und Sportverein Germania Massen e. V.) ist ein Sportverein im Ortsteil Massen. Der Verein wurde 1902 als Turnverein Germania gegründet und zählt heute circa 150 Mitglieder. Der Verein gliedert sich in die Abteilungen Handball, Faustball, Karneval, Fußball und Frauengymnastik.[21]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Martin Kaschke (1610–1727), ältester Mann, der bisher in Deutschland gelebt hat, geboren in Massen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2018 (XLSX-Datei; 223 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Hauptsatzung der Gemeinde Massen-Niederlausitz vom 9. März 2009 PDF
  3. BabinArnošt Muka: Niedersorbische Namen der Städte und Dörfer; 1911-1928, Sorbisches Institut
  4. Butyń → Arnošt Muka: Niedersorbische Namen der Städte und Dörfer; 1911-1928, Sorbisches Institut
  5. Grobice → Arnošt Muka: Niedersorbische Namen der Städte und Dörfer; 1911-1928, Sorbisches Institut
  6. Mašow → Arnošt Muka: Niedersorbische Namen der Städte und Dörfer; 1911-1928, Sorbisches Institut
  7. Bónojce → Arnošt Muka: Niedersorbische Namen der Städte und Dörfer; 1911-1928, Sorbisches Institut
  8. Dienstleistungsportal der Landesverwaltung des Landes Brandenburg - Gemeinde Massen-Niederlausitz
  9. Änderung des Namens und Verlegung des Sitzes des Amtes Kleine Elster. Bekanntmachung des Ministers des Innern vom 27. März 1995. Amtsblatt für Brandenburg - Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 6. Jahrgang, Nummer 30, 12. April 1995, S. 374.
  10. Zusammenschluss der Gemeinden Babben, Betten, Lindthal und Massen (Amt Kleine Elster (Niederlausitz)) zu der neuen Gemeinde Sallgast. Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 18. Dezember 1997. Amtsblatt für Brandenburg Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 9. Jahrgang, Nummer 2, 22. Januar 1998, S. 25.
  11. Eingliederung der Gemeinden Gröbitz und Ponnsdorf in die Gemeinde Massen-Niederlausitz. Bekanntmachung des Ministeriums des Innern vom 10. Dezember 2001. Amtsblatt für Brandenburg Gemeinsames Ministerialblatt für das Land Brandenburg, 12. Jahrgang, 2001, Nummer 52, 27. Dezember 2001, S. 894 PDF
  12. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Elbe-Elster. S. 22–25
  13. Bevölkerung im Land Brandenburg von 1991 bis 2015 nach Kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden, Tabelle 7
  14. Amt für Statistik Berlin-Brandenburg (Hrsg.): Statistischer Bericht A I 7, A II 3, A III 3. Bevölkerungsentwicklung und Bevölkerungsstand im Land Brandenburg (jeweilige Ausgaben des Monats Dezember)
  15. Ergebnis der Kommunalwahl am 26. Mai 2019
  16. Kommunalwahlen 26.10.2003. Bürgermeisterwahlen, S. 24
  17. Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014
  18. § 73 des Brandenburgischen Kommunalwahlgesetzes
  19. Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 26. Mai 2019
  20. Schwarze Frau von Massen wird im Frühjahr saniert. In: Lausitzer Rundschau, 18. Februar 2015.
  21. Homepage TSV Germania Massen

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]