Massimo Bottura

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Massimo Bottura (2012)

Massimo Bottura (* 30. September 1962 in Modena) ist ein italienischer Koch. Botturas Kochstil ist der Erneuerung der traditionellen italienischen Küche gewidmet. Er wird als einer der kreativsten Köche weltweit angesehen.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abbruch seines Jurastudiums eröffnete Bottura im Jahr 1986 in Modena die Trattoria del Campazzo – „Bar, Tabakladen und Bistro in einem“. 1992 suchte Alain Ducasse zufällig die Trattoria auf, danach lud er Bottura zu sich in das „Restaurant Louis XV“ in Monte Carlo ein.[2]

Die folgende Zeit verbrachte Bottura in New York. Dort lernte er ein Jahr darauf die amerikanische Kuratorin Lara Gilmore kennen. Die beiden heirateten später und bekamen zwei Kinder. Gilmore war neben der italienischen Küche der größte Einfluss auf seine Arbeit.

Eingang zur Osteria Francescana, Modena

1995 eröffnete Bottura in Modena sein zweites Restaurant, die Osteria Francescana. Er ist gleichzeitig Küchenchef und Eigentümer. Der spanische Koch Ferran Adrià aß im Jahr 2000 bei ihm und lud ihn für vier Monate in sein Restaurant „El Bulli“ an der Costa Brava ein.

Im Jahr 2002 erhielt Bottura seinen ersten Michelin-Stern, der zweite wurde ihm 2005 verliehen.

Im Jahre 2010 bezogen sich einige der Kreationen von Massimo Bottura auf Arbeiten des italienischen Künstlers Lucio Fontana, die in den 1960er Jahren unter den Titeln Concetto Spaziale oder Nature geschaffen wurden.[3]

Am 18. November 2011 erhielt Bottura seinen dritten Michelin-Stern.[4]

Auszeichnungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dokumentarfilme (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Massimo Bottura. Dokumentarfilm, USA, 2015, 55 Min., Kamera: Will Basanta, Produktion: Boardwalk Pictures, Netflix, Reihe: Chef’s Table, Staffel 1, Folge 1, (nach einer Idee von David Gelb), Erstsendung: 26. April 2015 bei Netflix, Filmdaten von IMDb.
  • Kunst in der Küche. Zu Besuch beim Dreisterne-Koch Massimo Bottura in seiner Osteria Francescana. Reportage, Deutschland, 2016, 4:52 Min., Produktion: Lufthansa, Internetpublikation: Mai 2016, online-Video.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Clark Parkin: Für den Papst würde Massimo Bottura Reste kochen. In: Die Welt. 8. Mai 2015, Interview.
  2. Emily Bartels: Achtung, kochendes Genie! In: Lufthansa Exclusive. Dezember 2015.
  3. Geschmackssache. Was uns die Zunge sagt. In: FAZ. 15. Januar 2011, S. 32. (Artikelanfang)
      Geschmackssache. Teich aus Kindertagen. In: FAZ. 17. Dezember 2011, S. 39. (Artikelanfang)
  4. a b Ingrid Sachsenmaier: Drei Sterne für Massimo Bottura. (Memento vom 20. Juli 2012 im Webarchiv archive.is). In: Allgemeine Hotel- und Gastronomie-Zeitung. 18. November 2011.
  5. No. 1, Osteria Francescana, Modena, Italy. In: The World’s 50 Best Restaurants. 14. Juni 2016, aufgerufen am 15. November 2016.