Masubia

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Masubia-Dorf (1906)

Die Masubia, baSubiya, Subiya oder Subia, historisch wohl auch Mosubia, in Eigenbezeichnung Veekuhane bzw. Bekuhane, sind ein Clan der Lozi in Namibia.[1]

Sie gehören zu den Caprivianern, die in der ehemals gleichnamigen Region Sambesi im äußersten Nordosten des Landes leben. Die Masubia sprechen Chiikuhane und werden als Traditionelle Verwaltung von einem König, dem Munitenge, zuletzt von 1996 bis 2021 Kisco Liswani III., angeführt. Dieser hat seinen Hauptsitz in Bukalo.[2] Ihr historisches Reich ist als Itenge bekannt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Masubia zogen ursprünglich aus Zentralafrika in das südliche Afrika und siedelten zunächst um die Goha Hills im heutigen Botswana. Aufgrund lokaler Auseinandersetzungen zogen die Masubia in den Caprivizipfel und siedeln seitdem dort. Die eigentlich aus Sambia stammenden Lozi vermischten sich zunehmend ab dem 17. Jahrhundert mit den Masubia. Keinesfalls stammen die Masubia eigener Aussage nach von den Mbukushu oder Totela ab. Es gibt Studien dazu, dass sie hingegen mit den Damara verwandt sein sollen.[3]

Bis 1876 (und ab der Regentschaft von Nsundano I.) waren die Basubiya in ihrem Königreich Itenge vereint, ehe sich unter anderem das Malozi-Königreich abspaltete.[4]

Kultur und Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Masubia lebten traditionell als Jäger und Sammler haben sich aber mindestens seit ihrer dauerhaften Ansiedlung im Caprivi vor allem dem Fischfang zugewandt. Die Frauen sind für den Anbau von Gemüse und Früchten verantwortlich. Hauptspeise ist Mahangu-Brei (siehe Mielie Pap) mit Fisch und saurer Milch.

Der traditionelle Glaube der Masubia basiert auf dem Ahnenkult. Der Geist der verstorbenen stellt die Verbindung zu Gott her. Eine Missachtung der Ahnen wird bestraft.

Die Masubia sind für ihre Tänze, Chiperu und Chizo und ihre traditionelle Kleidung, Musisi, bekannt..[5]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Manfred O. Hinz: Customary Law Ascertained: The customary law of the Owambo, Kavango, and Caprivi Communities of Namibia, Namibia Wissenschaftliche Gesellschaft, Windhoek 2010, ISBN 978-39416-02-51-9.
  • Chris Maritz: The Subia and Fwe of Caprivi – Any historical grounds for a status of primus inter pares? In: Africa Insight, Ausgabe 26, Nr. 1., 1966, S. 177–186 (PDF).
  • D. M. Shamukuni: The baSubiya, Botswana Society, in: Botswana Notes and Records, Ausgabe 4, 1972, S. 161–184.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. James B. Minahan: Encyclopedia of Stateless Nations: Ethnic and National Groups around the World, 2nd Edition: Ethnic and National Groups around the World, 2. Auflage, ABC-CLIO, 2016, ISBN 9781610699549, S. 248-49.
  2. Chief Mamili calls for tribal harmony. New Era, 2. Oktober 2018.
  3. Chris Maritz: The Subia and Fwe of Caprivi – Any historical grounds for a status of primus inter pares? In: Africa Insight, Ausgabe 26, Nr. 1., 1966, S. 182.
  4. Kommentar von Kapule David Mabuta, Professor aus Gaborone (Botswana) zum Buch Contesting Caprivi: A History of Colonial Isolation and Regional Nationalism in Namibia von Bennett Kangumu (Basler Afrika Biographien, 2011), vom 28. März 2012.
  5. People of Caprivi. Abgerufen am 13. Juli 2020.