Matakohe

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Matakohe
Matakohe (Neuseeland)
Matakohe
Koordinaten 36° 8′ S, 174° 11′ O-36.129444444444174.185Koordinaten: 36° 8′ S, 174° 11′ O
Einwohner 400 (2006)
Region Northland
Distrikt Kaipara-Distrikt

Matakohe ist eine Siedlung im Kaipara-Distrikt in der Region der Region Northland auf der Nordinsel Neuseelands. Der Matakohe River ist ein kurzer Nebenfluss des Arapaoa River, der in den Kaipara Harbour mündet. Der State Highway 12 führt durch Matakohe. Ruawai befindet sich 16 km westlich, Paparoa 6 km nordöstlich. Die Hukatere Peninsula erstreckt sich von Matakohe in südlicher Richtung in den Kaipara Harbour.[1][2]

Das Kauri Museum in Matakohe ist der Geschichte der auf dem Einschlag von Kauribäumen basierenden Holzindustrie der Gegend gewidmet.[3]

2006 hatte der Ort etwa 400 Einwohner.[4]

Geschichte[Bearbeiten]

Post und Telegrafenamt, heute ein Museum
Dieser 60 PS starke Schlepper ist einer von fünf 1930 zum Holzrücken importierten Maschinen. Sie ersetzte 8 Ochsengespanne mit insgesamt 112 Tieren. Kauri Museum in Matakohe

Das Gebiet um Matakohe wurde erstmals 1863 von den Pakeha besiedelt, als Angehörige der religiösen Gruppe der Albertlander in Neuseeland eintrafen.[5] Das Land wurde durch Brandrodung für Anbauflächen und Weiden urbar gemacht. Eine monatliche, später wöchentliche Schiffsverbindung brachte Post und es wurde eine Straße nach Paparoa gebaut.[6] 1881 wurde in Matakohe für die Dampfschiffe der mit 440 m längste Kai im Kaipara Harbour gebaut. Die Minnie Casey bediente Matakohe in den 1880er Jahren, die S.S. Ethel, danach die S.S. Tangihua in den 1890ern.[7]

Die Gewinnung von fossilem Kauri-Harz kam um Matakohe in den Jahren zwischen 1867 und 1970 auf, damit war der Ort möglicherweise die erste Stelle im Kaipara-Distrikt, an der es abgebaut wurde. Eine Flachsmühle zur Verarbeitung von Neuseelandflachs wurde 1870 gebaut, sie war jedoch nicht wirtschaftlich und wurde bald in ein Sägewerk umgewandelt. Dieses wurde in den 1880er Jahren durch ein größeres Sägewerk ersetzt.[8] Dieses brannte 1906 nieder.[9] Matakohe hielt jeden Februar einen Renntag ab, zu dem Teilnehmer auch aus Kaiwaka und Waipu kamen.[10]

In den 1890er Jahren stieg die Bevölkerung der Siedlung von 93 auf 231 und die Gemeinde wurde als „bedeutendster Ort im Otamatea County“ bezeichnet. 1902 gab es zwei Pensionen, eine Bibliothek, Läden und ein Lagerhaus, eine Kirche und eine Schule.[11] Die Bevölkerungszahl erreichte 1906 264, sank bis 1921 jedoch wieder auf 141.[12]

Im frühen 20. Jahrhundert gewann die Milchwirtschaft an Bedeutung. Der Anbau von Äpfeln war anfangs erfolgreich, wurde aber um 1935 wegen der Great Depression und Missmanagement wieder aufgegeben.[13] Die Straßen wurden verbessert und 1920 waren die gesamten 85 km Straße geschottert. Dabei nutze man die örtlichen Kalksteinvorkommen. Die Verbindung nach Dargaville wurde durch eine 1927 eröffnete Straße über Ruawai verbessert, die die alte, weiter im Landesinneren verlaufende Straße ersetzte.[14]

Bildung[Bearbeiten]

Die Matakohe School ist eine koedukaitve Grundschule für die 1. bis 8. Klasse mit einem Decile rating von 5 und 82 Schülern im Jahr 2009.[15] Die Schule feierte 2003 den 125. Jahrestag. Im Laufe der Jahre fusionierte die Schule mit den Schulen von Ararua, Hukatere, Oparakau und Parahi.

In Matakohe gab es ab 1870 eine Schule. Sie nutzte anfangs einen Vorraum der Kirche und zog dann in den Kirchenraum, während ein Schulgebäude errichtet wurde..[16][17]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Gordon Coates, von 1925 bis 1928 Premierminister Neuseelands wurde auf der Hukatere Peninsula geboren und besuchte in Matakohe die Schule.[18]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Peter Dowling (editor): Reed New Zealand Atlas. Reed Books, 2004, ISBN 0-7900-0952-8, S. map 7.
  2. Roger Smith, GeographX: The Geographic Atlas of New Zealand. Robbie Burton, 2005, ISBN 1-877333-20-4, S. map 30.
  3. Sustainable forest management. Abgerufen am 11. Januar 2011.
  4. Carolyn Bain: New Zealand.. Lonely Planet, 2006, ISBN 1741045355.
  5. Sir Henry Brett and Henry Hook: The Albertlanders: Brave Pioneers of the 'Sixties 1927, S. S. 234.
  6. Wayne Ryburn: Tall Spars, Steamers & Gum. Kaipara Publications, Auckland, N.Z. 1999, ISBN 0-473-06176-7, S. S 19–20, 27, 30, 36.
  7. Ryburn, S. 75-76, 79-80
  8. Ryburn, D. 40, 42, 55
  9. Ryburn, S. 108-110
  10. Ryburn, S. 72
  11. Ryburn, S 62, 64, 69
  12. Ryburn, S. 165
  13. Ryburn, S. 156-7, 161
  14. Ryburn, S. 188, 190, 192
  15. Te Kete Ipurangi - Matakohe School. Ministry of Education. Abgerufen am 11. Januar 2011.
  16. Ryburn, S. 45-46
  17. Matakohe: School Fete. In: Daily Southern Cross. XXVII, Nr. 4330, 1. Juli 1871, S. 2.
  18. Michael Bassett: Coates, Joseph Gordon. In: Dictionary of New Zealand Biography. Ministry for Culture and Heritage, 4. Juli 2012, abgerufen am 23. August 2012 (HTML, englisch).