Matara (Distrikt)

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Distrikt Matara
මාතර දිස්ත්‍රික්කය
மாத்தறை மாவட்டம்
Lagekarte des Distrikts
Provinz: Südprovinz
Verwaltungssitz: Matara
Fläche: 1.283 km²
davon Landfläche: 1.270 km²
davon Binnengewässer: 13 km²
Einwohner: 814.048
Bevölkerungsdichte: 240 Ew./km²
Website: Webseite des Distrikts

Der Distrikt Matara (singhalesisch මාතර දිස්ත්‍රික්කය Mātara distrikkaya; Tamil மாத்தறை மாவட்டம் Māttaṛai māvaṭṭam) ist ein Distrikt in der Südprovinz in Sri Lanka. Hauptort ist Matara.

Geografie[Bearbeiten]

Der Distrikt Matara liegt im Süden der Insel an der Küste und gehört zur Südprovinz. Nachbardistrikte sind Ratnapura im Norden, Hambantota im Osten, der Indische Ozean im Süden und Galle im Westen.

Der Distrikt Matara hat eine Fläche von 1.283 Quadratkilometern (davon 1.270 Quadratkilometer Land und 13 Quadratkilometer Binnengewässer). Damit ist er flächenmäßig der viertkleinste Distrikt Sri Lankas.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Nach der Volkszählung 2012 hat der Distrikt Matara 814.048 Einwohner.[1] Mit 641 Einwohnern pro Quadratkilometer liegt die Bevölkerungsdichte deutlich über dem Durchschnitt Sri Lankas (325 Einwohner pro Quadratkilometer). Von den Bewohnern waren 389.903 (47,90 %) männlichen und 424.145 (52,10 %) weiblichen Geschlechts.

Bevölkerung des Distrikts nach Volksgruppen[Bearbeiten]

Beinahe 95 % der Einwohnerschaft sind Singhalesen. Nur in den Divisions Kotapola und Welipitiya sind mehr als zehn Prozent der Bewohner Angehörige einer ethnischen Minderheit. In elf der sechzehn Divisionen leben fast nur Singhalesen.[2] [3]

Jahr Singhalesen1 Sri-Lanka-Tamilen2 Tamilen2 Moors3 Burgher Malaien Andere4 Total
No. % No. % No. % No. % No. % No. % No. % No. %
1981 608.516 94,52 % 4.683 0,73 % 13.875 2,16 % 16.122 2,50 % 205 0,03 % 79 0,01 % 306 0,05 % 643.786 100,00 %
2001 716.974 94,17 % 5.161 0,68 % 16.672 2,19 % 22.133 2,91 % 179 0,02 % 87 0,01 % 164 0,02 % 761.370 100,00 %
2012 767.580 94,29 % 8.772 1,08 % 12.127 1,49 % 25.254 3,10 % 131 0,02 % 58 0,01 % 126 0,02 % 814.048 100,00 %
Quelle: Volkszählungen in Sri Lanka 1981, 2001 und 2012

1 Tiefland- und Kandy-Singhalesen zusammen2 Sri-Lanka-Tamilen und indische Tamilen separat 3 nur srilankische Moors4 davon 2001 59 Sri Lanka Chetties und 4 Bharathas; 2012 6 Sri Lanka Chetties und 11 Bharathas

Bevölkerung des Distrikts nach Bekenntnissen[Bearbeiten]

Fast alle singhalesischen Einwohner Mataras hängen dem Buddhismus an, während die Moors und Malaien sich allesamt zum Islam bekennen. Drittstärkste Religion ist der Hinduismus, dem die große Mehrheit der indischen und srilankischen Tamilen angehört. Das Christentum, dem die Burgher und eine Minderheit der Tamilen (etwa 21 % oder 4.500 Menschen) angehören, ist nur eine kleine Minderheitenreligion. Erwähnenswert ist das starke Wachstum der Protestanten (meist Freikirchler;1981–2012: + 292 %) bei gleichzeitig geringem Wachstum bei den Katholiken (1981–2012: + 20 %).[4] [5]

Jahr Buddhisten Hindus Muslime Katholiken andere Christen Andere Total
No. % No. % No. % No. % No. % No. % No. %
1981 608.714 94,55 % 15.356 2,39 % 16.670 2,59 % 2.026 0,31 % 818 0,13 % 202 0,03 % 643.786 100,00 %
2001 716.710 94,13 % 17.339 2,28 % 22.481 2,95 % 2.703 0,36 % 2.001 0,26 % 136 0,02 % 761.370 100,00 %
2012 766.323 94,14 % 16.421 2,02 % 25.614 3,15 % 2.432 0,30 % 3.208 0,39 % 50 0,01 % 814.048 100,00 %
Quelle: Volkszählungen in Sri Lanka 1981, 2001 und 2012

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Die Bevölkerung des Distrikts Matara wächst seit Jahrzehnten ständig an. Im Zeitraum von 2001 bis 2012 (den beiden letzten Volkszählungsjahren) betrug die Zunahme 52.678 Menschen. Dies ist ein Wachstum von 6,92 %. Seit 1946 hat sich die Einwohnerschaft mehr als verdoppelt (+ 131 %).

Der Distrikt war nicht Kampfgebiet des Bürgerkriegs. Deshalb ist nur ein kleiner Teil der Migranten der Gruppe der Bürgerkriegsbetroffenen zuzurechnen. Im Jahr 2012 lebten im Distrikt Matara Regierungsstatistiken zufolge nur 1.439 Flüchtlinge und Rückkehrer. Darunter waren 1.211 Flüchtlinge aus anderen Gegenden Sri Lankas und 228 Menschen wurden nach vormaliger Vertreibung wieder angesiedelt.[6]

Bedeutende Orte[Bearbeiten]

Einzige große Orte des Distrikts sind der Distrikthauptort Matara (2012:74.193 Bewohner) und Weligama (2012:22.377 Einwohner).

Geschichte[Bearbeiten]

Trotz seiner Lage an der Südküste traf 2004 der von einem Erdbeben ausgelöste Tsunami die Küste mit voller Wucht. Damals starben nach amtlichen Angaben im Distrikt Matara 1'221 Menschen. Fast 20'000 Familien waren von den Folgen der Flutwelle betroffen.[7]

Lokalverwaltung[Bearbeiten]

Der Vorsteher des Distrikts trägt den Titel District Secretary. Der Distrikt ist weiter in sechzehn Divisionen (unter einem Division Secretary) unterteilt. Die Städte und größeren Orte haben eine eigene Verwaltung (Gemeindeparlament oder Gemeinderat). Es gibt 895 Dorfverwaltungen (Grama Niladharis) für die 2.446 Dörfer im gesamten Distrikt. [8]

Die DS Divisions im Distrikt Matara
Name Hauptort Einwohner
2012 [9]
Fläche
in km² [10]
Dichte GN Dörfer
Akuressa Akuressa 52.912 148,8 356 46 103
Athuraliya Athuraliya 32.304 63,0 513 28 61
Dewinuwara Dewinuwara 48.253 39,9 1.209 41 80
Dickwella Dickwella 54.672 51,9 1.053 48 107
Hakmana Hakmana 31.648 47,7 663 34 89
Kamburupitiya Kamburupitiya 40.969 60,9 673 39 113
Kirinda Puhulwella Kirinda Puhulwella 20.291 37,5 541 25 56
Kotapola Kotapola 63.255 175,5 360 37 110
Malimbada Malimbada 34.856 44,7 780 29 72
Matara Four Gravets Matara 115.805 53,9 2.149 66 108
Mulatiyana Mulatiyana 50.261 115,3 436 48 100
Pasgoda Pasgoda 59.160 148,3 399 43 180
Pitabeddara Pitabeddara 51.186 141,6 361 40 56
Thihagoda Thihagoda 33.535 45,2 742 40 152
Weligama Weligama 72.843 44,0 1.656 48 101
Welipitiya Welipitiya 52.098 64,3 810 38 170
Distrikt Matara Matara 814.048 1.270 641 650 1.658

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Endergebnis der Volkszählung 2012
  2. Karte der ethnischen Verteilung nach der Volkszählung 2012
  3. Daten des Distrikts Matara nach der Volkszählung 2012
  4. Karte der religiösen Verteilung nach der Volkszählung 2012
  5. Daten des Distrikts Matara nach der Volkszählung 2012
  6. Migranten nach Grund der Migration und Distrikt.
  7. Angabe zu den Auswirkungen des Tsunamis 2004 (Memento vom 18. Mai 2007 im Internet Archive)
  8. Handbuch des Distrikts Matara 2011, Tabelle 1.1
  9. Karte der Einwohner nach Divisionen
  10. Handbuch des Distrikts Matara 2011, Tabelle 1.5

Weblinks[Bearbeiten]