Matchbox (Band)

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Matchbox
Allgemeine Informationen
Herkunft Middlesex, England
Genre(s) Rockabilly, Rock ’n’ Roll
Gründung 1971, 1996
Auflösung 1985
Website www.rockabillyrebel.co.uk
Gründungsmitglieder
Gesang
Wiffle Smith (bis 1976)
Gitarre
Steve Bloomfield
Fred Poke
Jimmy Redhead
Ian Terry
Aktuelle Besetzung
Gesang
Graham Fenton (seit 1977)
Gitarre
Steve Bloomfield (1971–1981, seit 1996)
Bass
Fred Poke (1971–1981 seit 1996)
Schlagzeug, Gesang
Jimmy Redhead (1971, 1979–1985, seit 1996)
Gitarre
Gordon Scott (1979–1985, seit 1996)
Ehemalige Mitglieder
Piano
Rusty Lupton (1976)
Schlagzeug
Bob Burgos (1976–1978)
Gitarre
Dick Callan (1980–1985)
Gitarre
Garry Hogan (1985–1985)

Matchbox ist eine britische Rockabilly-Band, die 1971 gegründet wurde. Sie gelten neben den Stray Cats als die Väter des Rockabilly- Revivals Mitte/Ende der 1970er Jahre. Neben Rock ’n’ Roll bezog die Band immer wieder pop-orientiertes Songmaterial in ihr Repertoire mit ein. In den 1980er Jahren gelangen der Gruppe mit Titeln wie Rockabilly Rebel, Midnite Dynamos und Over the Rainbow insgesamt fünf Top 20 Hits. Ihre Single I Want Out (1983) vom Album Crossed Line wurde zusammen mit Kirsty MacColl produziert.

Bandgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die instrumentelle Besetzung der Band blieb durch die Jahre stets ähnlich, aber es fanden mehrmals personelle Änderungen statt. In der Anfangszeit und auf dem ersten Album Riders in the Sky, 1977 bestand die Gruppe noch aus dem Sänger Wiffle Smith, Steve Bloomfield an der Gitarre, dem Pianisten Rusty Lupton, Fred Poke am Bass und dem Schlagzeuger Bob Burgos. Im Folgejahr wurde Smith durch den ehemaligen Sänger der Hellraisers Graham Fenton ersetzt. Lupton schied aus.

Ihren Durchbruch hatte die Band als Begleitung von Bo Diddley und als Support von Carl Perkins. Im Jahr 1979 wurde Matchbox mit dem gleichnamigen Album auch in Deutschland dem breiteren Publikum bekannt. Es erfolgten deutsche Coverversionen von Leinemann und Ted Herold. Die neue Rockabillywelle begann. Neben Bloomfield, Fenton und Poke waren nun die ehemaligen Cruisers Mitglieder Gordon Scott an der Rhythmusgitarre und Jimmy Redhead am Schlagzeug zu hören. Bloomfield setzte jetzt gerne auch die Mandoline ein; für Rockabilly ein eher untypisches Instrument, was für Matchbox durchaus als Markenzeichen verstanden werden kann. 1980 verstärkte der Gitarrist Dick Callan die Besetzung. Im Jahr 1981 wandelte sich der Musikstil allmählich. Die Alben Flying Colours und Crossed Line tendierten in Richtung Pop. Das letzte Album Going Down Town wurde 1985 schließlich nur noch in Schweden veröffentlicht.

Seit 1995 sind Matchbox wieder in der Besetzung zusammen, in der sie ihre größten Erfolge Anfang der 1980er Jahre feierten und haben auch ein neues Album veröffentlicht. Die Band tritt auch heute noch regelmäßig in ganz Europa auf.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1980 hatte die Band Lee neben Bill Haley, Crazy Cavan, Freddie Fingers Lee und Ray Campi einen Auftritt in dem Musikdokumentationsfilm Blue Suede Shoes.[1]

Der Name der Band geht auf den gleichnamigen Titel von Carl Perkins zurück und drückt die Reminiszenz an den klassischen Rockabilly-Stil der 1950er Jahre aus. Bis Ende der 1970er Jahre drückte Matchbox diese Verbundenheit auch durch ihren Kleidungsstil und die Frisuren aus; Fred Poke schlingerte, ähnlich wie Lee Rocker bei den Stray Cats mit einem großen Kontrabass über die Bühne.

Mitte der 1980er Jahre nahm Graham Fenton unter anderem zusammen mit den ehemaligen Matchbox-Mitgliedern Bob Burgos und Ian Terry unter dem Namen Graham Fenton's Matchbox einige Titel auf, die allerdings nicht als offizielle Matchbox-Alben gelten.[2]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Musiklabel
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[3][4]
(Jahr, Titel, Musiklabel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
DE DE AT AT CH CH UK UK
1976 Riders In The Sky
Rockhouse
1979 Midnite Dynamos
Magnet
DE28
(9 Wo.)DE
UK23
Silber
Silber

(9 Wo.)UK
1980 Settin’ The Woods On Fire
ACE
Matchbox
Magnet
UK44
(5 Wo.)UK
1981 Flying Colours
Magnet
1982 Crossed Line
Magnet
1998 Comin’ Home
Eigenveröffentlichung

grau schraffiert: keine Chartdaten aus diesem Jahr verfügbar

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
B-Seite
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[3][4]
(Jahr, Titel, B-Seite, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
DE DE AT AT CH CH UK UK
1975 Rock ’N’ Roll Band
Born To Rock ’N Roll
Musiklabel: Dawn
1978 Rock Rollin’ Boogie
Troublesome Bay
Musiklabel: Raw
1979 Rockabilly Rebel
I Don’t Wanna Boogie Alone
DE17
(29 Wo.)DE
AT12
(8 Wo.)AT
CH9
(5 Wo.)CH
UK18
(12 Wo.)UK
Musiklabel: Magnet
Buzz Buzz a Diddle It
Everybody Needs A Little Love
DE45
(10 Wo.)DE
AT17
(8 Wo.)AT
UK22
(8 Wo.)UK
Musiklabel: Magnet
Black Slacks
Mad Rush
Musiklabel: Magnet
1980 Midnite Dynamos
Love Is Going Out Of Fashion
DE8
(24 Wo.)DE
AT15
(8 Wo.)AT
CH4
(9 Wo.)CH
UK14
(12 Wo.)UK
Musiklabel: Magnet
Erstauflage mit Scotted Dick auf B-Seite
When You Ask About Love
You’ve Made A Fool Of Me
DE29
(14 Wo.)DE
AT16
(2 Wo.)AT
UK4
Silber
Silber

(12 Wo.)UK
Musiklabel: Magnet
Over the Rainbow – You Belong to Me (Medley)
Don’t Break Up The Party / Stay Cool
DE42
(12 Wo.)DE
UK15
(11 Wo.)UK
Musiklabel: Magnet
Please Don’t Touch
All The Boys (Love My Baby)
Musiklabel: Charley
1981 Babe’s in the Wood
Tokyo Joe
DE44
(9 Wo.)DE
UK46
(6 Wo.)UK
Musiklabel: Magnet
Love’s Made a Fool of You
Springheel Jack
DE66
(3 Wo.)DE
UK63
(3 Wo.)UK
Musiklabel: Magnet
Matchbox
Make Like A Rock And Roll
Musiklabel: Bellaphon
Only Wanna Rock
Riders In The Sky
Musiklabel: Bellaphon
1982 One More Saturday Night
Rollin‘ On
UK63
(2 Wo.)UK
Musiklabel: Magnet
24 Hours
Anabella’s On Her Way
Musiklabel: Magnet
Riding The Night
Mad, Bad And Dangerous
Musiklabel: Magnet
1983 I Want Out
Heaven Can Wait
DE58
(1 Wo.)DE
Musiklabel: Magnet
feat. Kirsty MacColl

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Matchbox in der Internet Movie Database (englisch)
  2. Matchbox Offizielle Diskographie auf der Künstlerwebseite, abgerufen 1. März 2020
  3. a b Chartquellen: DE AT CH UK
  4. a b Gold-/Platindatenbank der BPI (Großbritannien)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]