Materborn

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Materborn
Stadt Kleve
„In Rot ein schwarz verzierter goldener (gelber) Brunnen mit silberner (weißer), zu einem "M" stilisierter Fontäne.“
Koordinaten: 51° 46′ 20″ N, 6° 6′ 51″ O
Höhe: ca. 50 m
Fläche: 18,85 km²
Einwohner: 10.959 (31. Dez. 2015)
Bevölkerungsdichte: 581 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1969
Postleitzahl: 47533
Vorwahl: 02821

Materborn ist ein im Stadtgebiet von Kleve am Niederrhein gelegenes nordrhein-westfälisches Dorf, das mit 10.670 Einwohnern (Stand: 31. Dezember 2012)[1] auf einer Fläche von 1.885 Hektar nach Kleve selbst den zweitgrößten Stadtteil bildet. Das Zentrum von Materborn liegt 2 km südwestlich von Klever Zentrum.

Geschichte und Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfarrkirche St. Anna, Materborn
St. Anna-Kapelle Materborn

Im nahegelegenen Klever Reichswald fand im Februar 1945 die sogenannte Schlacht im Reichswald statt. Dort befindet sich heute der größte Kriegsgräberfriedhof des Commonwealth in Deutschland, der Reichswald Forest War Cemetery.

Nach Kriegsende war der linke Niederrhein britische Besatzungszone.

Am 1. Juli 1969 wurde Materborn nach Kleve eingemeindet.[2]

Im Zentrum von Materborn befindet sich die St.-Anna-Kirche; ihr Kirchturm wurde während des Zweiten Weltkriegs zerstört. Bis 1966 fanden dort weiter Messen statt; ab dann in der 1966 fertiggestellten neuen St.-Anna-Kirche. Letztere wurde inzwischen wieder abgerissen, an ihrer Stelle soll (Stand Dezember 2011) ein Mehrgenerationen-Haus der Lebenshilfe Kleverland entstehen.[3] Die alte Kirche (inzwischen saniert) wird seit Ende 2008 wieder für Gottesdienste genutzt.[4]

Nahe der alten Kirche liegt die heute als Seniorenheim dienende, erstmals 1663 urkundlich erwähnte Burg Ranzow; deren Gartenanlagen sind öffentlich zugänglich. Am Klever Berg in Materborn steht ein Sendemast des WDR.

Einrichtungen für Kinder und Jugendliche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Materborn befinden sich das 1969 eröffnete SOS-Kinderdorf Niederrhein und eine Jugendherberge des DJH (mit Hochseilgarten).[5]

Es gibt in Materborn einen eigenen Stamm der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG).[6]

Materborn hat eine Bekenntnisgrundschule (St.-Marien-Grundschule) und eine (inzwischen geschlossene) Gemeinschaftshauptschule (St.-Anna-Gemeinschafts-Hauptschule). Das direkt neben der Gemeinschaftshauptschule gelegene katholische Jugendzentrum „Das Theo“ bildet den Treffpunkt für Jugendliche aus Materborn und anderen Stadtteilen.[7]

Vereine und Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Sommermonaten wird die Materborner Kirmes veranstaltet. Es gibt einen Fußballverein namens SV Siegfried Materborn 1927 e. V. [8], einen Pfadfinderstamm, einen Spielmannszug, den 1963 gegründeten Verein der Heimatfreunde Materborn e. V. sowie zahlreiche weitere Vereine.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Materborn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stadt Kleve, Ortsteil Materborn. Abgerufen am 5. April 2013.
  2. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 80.
  3. Der Westen
  4. http://www.zur-heiligen-familie-kleve.de/index.php?id=39
  5. www.jugendherberge.de
  6. http://www.dpsg-materborn.de/
  7. kleve.de
  8. http://www.materborn.de