Mathias Bähr

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Neurologe und Neurowissenschaftler Mathias Bähr

Mathias Bähr (* 24. Januar 1960 in Mainz) ist ein deutscher Neurologe und Neurowissenschaftler.

Leben und Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abitur in Stuttgart studierte Mathias Bähr Humanmedizin in Tübingen und promovierte über ein neuropathologisches Thema[1] am Institut für Hirnforschung bei Jürgen Peiffer. Nach klinischen und wissenschaftlichen Ausbildungsstationen an der Universitätsklinik in Düsseldorf (H.-J. Freund), dem Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie in Tübingen (F. Bonhoeffer) und der Washington University in St. Louis (R.P. Bunge) war er Leiter einer neurobiologisch- molekularbiologischen Arbeitsgruppe am Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie in Tübingen. An der Neurologischen Universitätsklinik Tübingen erhielt er seine Facharztausbildung, habilitierte sich und war als Oberarzt, leitender Oberarzt und Stellvertreter des Kliniksdirektors Johannes Dichgans bis 2001 tätig.[2] Seit 2001 leitet er die Klinik für Neurologie an der Universitätsmedizin der Georg-August-Universität Göttingen.[3] Klinische und wissenschaftliche Schwerpunkte sind die Erforschung der zellulären und molekularen Grundlagen von De- und Regenerationsprozessen im adulten Nervensystem und die Entwicklung neuer, neuroprotektiver Therapiestrategien für die Multiple Sklerose, die Parkinson-Krankheit sowie den Schlaganfall. Er ist einer der Sprecher des DFG-Forschungszentrums und Exzellenzclusters Center for Nanoscale Microscopy and Molecular Physiology of the Brain (CNMPB). Er ist Autor und Ko-Autor von mehr als 300 wissenschaftlichen Veröffentlichungen[4] und Herausgeber (Editor in Chief) der Zeitschrift ‚Molecular and Cellular Neuroscience‘.[5]

Mitgliedschaften und Ämter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrungen und Preise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • mit E. Kilic, G. P. H. Dietz und D. M. Herrmann (2002): Intravenous TAT-Bcl-XL is protective when delivered before and after middle cerebral artery occlusion in mice. In: Annals of Neurology. 52(5):617–22.
  • mit Michael Frotscher (2003): Neurologisch-topische Diagnostik: Anatomie – Funktion – Klinik. 8. Auflage. Thieme, Stuttgart; 10. Auflage 2014.
  • mit R. Diem, M. B. Sättler, D. Merkler, I. Demmer, K. Maier, C. Stadelmann und H. Ehrenreich (2005): Combined therapy with methylprednisolone and erythropoietin in a model of multiple sclerosis. In: Brain. 128:375–85.
  • mit Doeppner TR, Bretschneider E, Doehring M, Segura I, Sentürk A, Acker-Palmer A, Hasan MR, Elali A, Hermann DM (2011): Enhancement of endogenous neurogenesis in ephrin-B3 deficient mice after transient focal cerebral ischemia. In: Acta Neuropathologica. 122(4):429–42.
  • mit Sühs KW, Hein K, Sättler MB, Görlitz A, Ciupka C, Scholz K, Käsmann-Kellner B, Papanagiotou P, Schäffler N, Restemeyer C, Bittersohl D, Hassenstein A, Seitz B, Reith W, Fassbender K, Hilgers R, Heesen C und Diem R. (2012): A randomized, double-blind, phase 2 study of erythropoietin in optic neuritis.In: Annals of Neurology. Aug;72(2):199–210.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Thema seiner Dissertation: Die Bedeutung der perifaszikulären Atrophie bei der Differentialdiagnose der Polymyositis.
  2. Neurowissenschaftliche Gesellschaft. Abgerufen im 4. August 2016.
  3. Klinik für Neurologie der Universitätsmedizin Göttingen. Abgerufen im 4. August 2016.
  4. Google Scholar Citations - Mathias Bähr. Abgerufen im 26. August 2016.
  5. Molecular and Cellular Neuroscience
  6. Mitgliedseintrag von Mathias Bähr (mit Bild und CV) bei der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, abgerufen am 22. August 2016.