Mathias Binswanger

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Mathias Binswanger (2008)

Mathias Binswanger (* 10. Oktober 1962 in St. Gallen) ist ein Schweizer Ökonom. Er ist Professor für Volkswirtschaftslehre an der Fachhochschule Nordwestschweiz in Olten, Privatdozent an der Universität St. Gallen und Publizist.

Tätigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Binswanger begann seine akademische Laufbahn an der ETH Zürich mit dem Studium der Chemie, das er aber nach zwei Semestern abbrach, worauf er Wirtschaft an der Universität St. Gallen zu studieren begann und das Studium mit dem Lizentiat abschloss. Er wurde an der Universität Kassel promoviert und habilitierte sich wiederum an der Universität St. Gallen. 1998 wurde er von der Fachhochschule Nordwestschweiz zum Professor ernannt.

Binswanger war Gastprofessor, Dozent und Vortragender an verschiedenen Hochschulen, so an der Universität Basel, an der Technischen Universität Freiberg in Deutschland, an der Qingdao Technological University in China und an der Banking University in Ho-Chi-Minh-Stadt, Vietnam.

Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Makroökonomie, Finanzmarkttheorie, Umweltökonomie sowie in der Erforschung des Zusammenhangs zwischen Glück und Einkommen.

Mathias Binswanger publiziert sowohl in Fachzeitschriften als auch in der Presse. Für die Zeitschrift Schweizer Monat schreibt er seit März 2011 alle zwei Monate eine Kolumne in der Rubrik Marktplatz, und für die Zeitschrift Bilanz verfasst er jeden Monat eine Kolumne zu ökonomischen Trends. Er ist Autor des 2006 erschienenen Buches Die Tretmühlen des Glücks, das in der Schweiz zum Bestseller wurde. Im September 2010 erschien Sinnlose Wettbewerbe, im März 2015 das Buch Geld aus dem Nichts. Gemäss dem Ökonomen-Einfluss-Ranking der Neuen Zürcher Zeitung im Jahr 2017 ist Mathias Binswanger auf dem dritten Platz der einflussreichsten Ökonomen der Schweiz und in der Politik der Ökonom mit dem grössten Einfluss.

Mathias Binswanger ist der Sohn des Ökonomen Hans Christoph Binswanger. Der bekannte Psychiater und Begründer der Daseinsanalyse Ludwig Binswanger ist sein Grossonkel.

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bücher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wichtige Artikel in Fachzeitschriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • From Microscopic to Macroscopic Theories: Entropic Aspects of Ecological and Economic Processes. In: Ecological Economics. 8, 1993, S. 209–233
  • The Finance Process on a Macroeconomic Level from a Flow Perspective: A New Interpretation of Hoarding. In: International Review of Financial Analysis. 6, 1997, S. 107–131 (PDF; 2,09 MB)
  • Stock Market Booms and Real Economic Activity: Is This Time Different? In: International Review of Economics and Finance. 9, 2000, S. 387–415 (PDF; 140 KB)
  • Technological Progress and Sustainable Development: What about the Rebound Effect? In: Ecological Economics. 36, 2001, S. 119–132 (PDF; 122 KB)
  • How Important Are Fundamentals? Evidence from a Structural VAR Model for the Stock Markets in the US, Japan and Europe. In: Journal of International Financial Markets, Institutions & Money. Vol. 14, No. 2, April 2004, S. 185–201, doi:10.1016/j.intfin.2003.06.001 (PDF; 144 KB)
  • Why Does Income Growth Fail to Make Us Happier? Searching for the Treadmills Behind The Paradox of Happiness. In: Journal of Socio-Economics. Vol. 35, No. 2, April 2006, S. 366–381, doi:10.1016/j.socec.2005.11.040 (PDF; 168 KB)
  • Is there a Growth Imperative in Capitalist Economies? A Circular Flow Perspective. In: Journal of Post Keynesian Economics. Vol. 31, No. 4, 2009, S. 709–730, doi:10.2753/PKE0160-3477310410 (PDF; 679 KB)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]