Mathias Döpfner

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Mathias Döpfner

Mathias Oliver Christian Döpfner (* 15. Januar 1963 in Bonn) ist ein deutscher Manager. Er ist Vorstandsvorsitzender des deutschen Medienunternehmens Axel Springer SE und Präsident des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV).

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mathias Döpfner wuchs in Offenbach am Main auf. Seine Mutter war Hausfrau und sein Vater Dieter C. Döpfner war Hochschulprofessor für Architektur und von 1966 bis 1970 Direktor der Offenbacher Werkkunstschule.[1]

Döpfner und seine Ehefrau Ulrike, geborene Weiss – Tochter des ehemaligen Vorstandes (1979–1998) der Deutschen Bank Ulrich Weiss  [2] – leben in Potsdam und haben drei Söhne.

Ausbildung und erste berufliche Stationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Döpfner studierte Musikwissenschaft, Germanistik und Theaterwissenschaften in Frankfurt und Boston. Im Jahre 1990 wurde er zum Dr. phil. promoviert. Der Titel der Promotionsarbeit lautet: Musikkritik in Deutschland nach 1945. Seine Karriere begann er 1982 als Musikkritiker des Feuilletons der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ). Nachdem er als FAZ-Korrespondent in Brüssel und als Geschäftsführer einer Tochterfirma der Konzertagentur Winderstein gearbeitet hatte, wechselte Döpfner 1992 zu Gruner + Jahr – zunächst als Mitarbeiter von Vorstandsmitglied Axel Ganz in Paris, später als Assistent des Vorstandschefs Gerd Schulte-Hillen.

Im April 1994 wurde Döpfner Chefredakteur der traditionsreichen Berliner Wochenzeitung Wochenpost. 1996 übernahm er den Chefredakteursposten des Boulevardblatts Hamburger Morgenpost.

Axel Springer SE[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im März 1998 wechselte er als Chefredakteur zur Tageszeitung Die Welt der Axel Springer SE. Unter seiner Führung wurde das Blatt inhaltlich und vor allem optisch grundlegend überarbeitet. Am 26. Februar 2008 gab Axel Springer bekannt, dass die Welt-Gruppe erstmals einen Gewinn erwirtschaftet habe.[3]

Seit Juli 2000 ist Döpfner Mitglied des Vorstands der Axel Springer SE, seit Oktober 2000 zusätzlich Vorstand Zeitungen, seit 1. Januar 2002 Vorstandsvorsitzender. Seit Döpfner CEO wurde, erhöhten sich die Erlöse aus digitalen Aktivitäten von 117 Mio. Euro auf 2 Mrd Euro und das entsprechende EBITDA von -12 Mio. Euro auf 429 Mio. Euro. Die digitale Reichweite von Axel Springer liegt inzwischen bei mehr als 200 Mio. Nutzern.

Döpfner übernahm die Führung der Axel Springer SE in einer wirtschaftlich schwierigen Zeit. Nachdem das Unternehmen im Jahr 2000 98 Millionen Euro weniger Gewinn gemacht hatte als im Vorjahr, musste es für das Wirtschaftsjahr 2001 einen Verlust von 198 Millionen Euro verkraften.

Döpfner überraschte seine Kritiker durch einen harten und erfolgreichen Restrukturierungskurs. Bis zum Frühjahr 2006 reduzierte Döpfner die Zahl der Mitarbeiter um ein Drittel – von 14.000 auf knapp 9.000. Gleichzeitig veräußerte Springer verlustbringende Tochterfirmen. Umstritten war die von ihm angeordnete Zusammenlegung der Redaktionen von Die Welt und Berliner Morgenpost. Mittlerweile wird das Kooperationsmodell von Verlagen wie WAZ, Gruner + Jahr und Madsack in ganz Deutschland kopiert.

Mit diesen Maßnahmen führte er den Verlag ab 2002 wieder in die Gewinnzone und steigerte in den Folgejahren kontinuierlich die Profitabilität des Unternehmens.

2002 verlangte Döpfner die Einlösung einer Verkaufsoption von Springer-Anteilen an dem Leo-Kirch-Unternehmen ProSieben/Sat1. Die hierfür fälligen 770.000.000 Euro konnte der Münchner Filmhändler jedoch nicht aufbringen – der Anfang vom Ende des Medienimperiums KirchMedia, das im April 2002 in Insolvenz ging. Der Springer-Partner Leo Kirch hielt damals 40 Prozent am Axel Springer Verlag.

Unter Döpfners Ägide wurde im August 2005 die Übernahme des TV-Sender-Konglomerats ProSiebenSat.1 eingefädelt. Diese scheiterte letztlich an einer Untersagung durch das Bundeskartellamt, die 2010 vom Bundesgerichtshof bestätigt wurde; das Bundesverwaltungsgericht hat hingegen 2014 die Untersagung der Übernahme durch die Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK) und in der Folge durch die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) in letzter Instanz für rechtswidrig erklärt.[4] Erfolgreich war Döpfner 2014 mit dem Kauf von N24; der TV-Sender soll unter dem neuen Herausgeber Stefan Aust mit der Welt zu einem Multimedia-Nachrichtenunternehmen zusammengeführt werden.[5]

Im Juni 2007 erwarb die Axel Springer SE die Mehrheit an dem Postdienstleister PIN Group AG, an dem das Unternehmen gemeinsam mit den anderen Gründungsgesellschaftern Holtzbrinck, WAZ und Rosalia seit 2004 beteiligt war. Durch die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns – der inzwischen am 18. Dezember 2008 vom Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg für rechtswidrig erklärt wurde[6] – entfiel der entscheidende Wettbewerbsvorteil der privaten Postdienstleister. Die Beteiligung an der PIN Group AG wurde zur Fehlinvestition. Im Dezember 2007 schrieb die Axel Springer SE die Beteiligung ab und zog sich aus dem Postgeschäft zurück.

Für das Unternehmen zog Döpfner die Lehre: „Wachstum der Zukunft liegt in der Digitalisierung und im Ausland, insbesondere im englischsprachigen Markt.“ 2015 gab das Unternehmen den Erwerb von Business Insider bekannt. In einem Interview mit dem Fernsehsender CNBC bezeichnete Mathias Döpfner die USA als den größten und attraktivsten Medienmarkt weltweit. Man sehe enorme Wachstumschancen, der Erwerb von Business Insider sei der erste große Schritt [7]. Durch den Kauf wächst die globale digitale Reichweite von Axel Springer um zwei Drittel auf rund 200 Millionen Leser im Monat. Das Unternehmen ist damit Europas größter Digital-Verlag und steigt in den Kreis der sechs reichweitenstärksten Digital-Verlage der Welt auf[8]. Das Unternehmen hatte zuvor schrittweise ein Portfolio an US-amerikanischen Beteiligungen aufgebaut (insgesamt 13 Investments; u.a. ozy.com , mic.com, NowThis Media, Pocket, Airbnb, Pixlee, eMarketer) und 2014 ein eigenes Büro im Silicon Valley gegründet. Weitere Aktivitäten im Bereich der internationalen digitalen Medien sind die News-App upday in Kooperation mit Samsung, die Investition in das Nachrichten-StartUp Blendle und in die Suchmaschine Qwant.

Döpfners Digitalisierungsstrategie beruht auf den drei Kernkompetenzen des Verlags: Inhalte, Vermarktung, Rubrikenmärkte. Durch Gründung und Akquisition von Inhalte-Portalen (Bild.de, Die Welt), Online-Vermarktern (Zanox, Digital Window, KaufDA) und Rubriken-Portalen (StepStone, Immonet, SeLoger) betreibt Döpfner eine systematische Transformation des ehemaligen Print-Verlags zu einem digitalen Verlag. Im Jahr 2015 wurden mehr als 60 Prozent des Umsatzes und knapp 70 Prozent des Gewinns (EBITDA) mit digitalem Geschäft erzielt.[9] Die Bezahl-Modelle von Bild und Welt im Netz gewinnen kontinuierlich mehr Leser.[10]

Zu Döpfners Kernthesen gehört, dass das traditionelle Geschäftsmodell der Verlage auch in der digitalen Welt überlebensfähig ist: bestmöglicher Journalismus, der durch zahlende Leser (Abonnenten), Anzeigenkunden und Kleinanzeigenkunden (Stellenmarkt, Immobilienmarkt, Automarkt) finanziert wird. Deshalb hat er ein Umdenken hinsichtlich bezahlter Inhalte in digitalen Vertriebskanälen gefordert[11] und Ende 2009 eine Initiative für bezahlte Inhalte gestartet. Mit dem iKiosk bietet Axel Springer außerdem eine App bzw. eine Website für digitale Ausgaben, die auch Titel von anderen Verlagen vermarktet.

Im Geschäftsjahr 2015 kamen knapp 50 Prozent des Umsatzes aus dem Ausland. Das Geschäft von Axel Springer wurde 2010 mit der Gründung der Ringier Axel Springer Media AG weiter internationalisiert, eines Osteuropa-Joint Ventures mit der Ringier AG mit Sitz in der Schweiz, das in Polen, Ungarn, Serbien und der Slowakei jeweils die marktführenden Boulevardzeitungen verlegt.

Auf Basis dieser Strategie erzielte Axel Springer im Jahr 2015 einen Umsatz von rund 3,3 Mrd. Euro und ein EBITDA von 559 Mio. Euro.[9]

Mit einem Jahresgehalt von 11 Millionen Euro soll Döpfner im Jahr 2009 nach Schätzungen des manager magazins der bestbezahlte Manager Deutschlands gewesen sein. Die Axel Springer SE hat diese Schätzung als grob falsch und unseriös bezeichnet. Die im Geschäftsbericht ausgewiesene Gesamtvergütung enthalte Zahlungen für ausgeschiedene Vorstandsmitglieder und lasse keine Hinweise auf die Gehaltsverteilung der vier Vorstände zu.[12]

Döpfner gilt als enger Vertrauter der Großaktionärin des Springer-Konzerns und Witwe des Konzerngründers Axel Springer, Friede Springer, die Patin seines zweiten Sohnes ist.[13] Im August 2012 schenkte Springer Döpfner anlässlich ihres 70. Geburtstags einen Aktienanteil von 2 Prozent im Wert von rund 73 Millionen Euro. Es heißt, sie wolle damit sowohl den erfolgreichen Kurs Döpfners wie auch ihre persönliche Freundschaft belohnen und ihn weiterhin eng an das Unternehmen binden.[14] Zusammen mit weiteren Aktienkäufen liegt Döpfners Anteil bei 3,07 Prozent.[15]

2014 hat die Axel Springer SE seine Regionalzeitungen, die Anzeigenblätter in Berlin und Hamburg sowie die Programm- und Frauenzeitschriften (z. B. Hamburger Abendblatt und Berliner Morgenpost, Hörzu, Funk Uhr, Bild der Frau) an die Funke Mediengruppe (früherer Name: WAZ Mediengruppe) verkauft.[16] Mathias Döpfner schrieb in einer Mitarbeiter-Mail, dass „die Axel Springer SE den eingeschlagenen Weg zum führenden digitalen Medienunternehmen konsequent weitergehen“[17] werde. Er will dabei den Fokus auf die Bild-Gruppe und die Welt-Gruppe legen. Am Tag der Ankündigung stieg der Börsenkurs der Axel Springer SE um 25 Prozent;[18] der Jahresschlusskurs lag knapp 45 Prozent über dem von 2012.[19]

Journalistische und publizistische Tätigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Döpfner äußert sich regelmäßig zu medien- und gesellschaftspolitischen, wirtschaftlichen und kulturellen Themen, z. B. im SPIEGEL-Streitgespräch mit Literaturnobelpreisträger Günter Grass. Döpfner überraschte darin mit dem Bekenntnis: „Ich bin ein nichtjüdischer Zionist“. Neben den Gefahren durch den islamistischen Fundamentalismus und dem Amerikabild der Deutschen ging es in dem Gespräch auch um die Verdienste und Fehler der 68er-Bewegung. Er sei „bereit, im Hinblick auf 1968 für den Axel Springer Verlag eine selbstkritische Revision zu führen“. Es müsse aber eine ebenso selbstkritische Debatte „über die inhaltlichen Verirrungen der 68er-Bewegung“ geben.[20] Die Axel Springer SE hat im Januar 2010 ein Medienarchiv online gestellt, das knapp 6000 Beiträge, Kommentare, Leserbriefe, Karikaturen, Reportagen, Glossen und Interviews aus den Springer-Titeln der Jahre 1966 bis 1968 verfügbar macht.[21] Zum Islamismus hat sich Döpfner zuletzt in seinem Welt-Essay „Der Westen und das höhnische Lachen des Islamismus“ geäußert.[22]

Die ARD strahlte am 12. Juli 2009 Döpfners Film „Mein Freund George Weidenfeld“ aus. Döpfner nennt das Film-Porträt, in dem er Lord Weidenfeld bei Reisen und Gesprächen begleitet und prominente Weggefährten wie Daniel Barenboim, Helmut Kohl, Angela Merkel oder Shimon Peres befragt, „eine sehr subjektive Annäherung an einen großen Europäer“.[23]

Wiederholt hat er sich zu den Themen Freiheit und Digitalisierung geäußert, z. B. im Herbst 2010 im Rahmen einer Gastprofessur an der Universität Cambridge unter dem Titel Freedom and the Digital Revolution[24] sowie in seinem 2011 bei Propyläen erschienenen Buch Die Freiheitsfalle, in dem er sich mit der Freiheitsvergessenheit des Westens beschäftigt. Am Beispiel von drei Zäsuren – Mauerfall, Nine Eleven und Finanzkrise – analysiert Döpfner Triumphe, Bedrohungen und Exzesse freiheitlicher Gesellschaften und vertritt die These, dass Freiheit täglich neu erkämpft, verteidigt und verantwortet werden müsse, aber demokratische Gesellschaften dies nicht entschieden genug täten.

Zu seinen medienpolitischen Beiträgen gehören auch Grundsatzreferate, z. B. auf der NOAH Conference Berlin 2015[25] oder auf dem SPIEGEL Publishers Forum[26], die die Etablierung bezahlter Online-Inhalte und die Abgrenzung von privaten und öffentlich-rechtlichen Medien in digitalen Kanälen zum Thema hatten.

Zum 100. Geburtstag Axel Springers im Jahr 2012 hat Döpfner seine persönliche Sicht auf den Verlagsgründer in seiner Neujahrsansprache vermittelt.[27] Beim „Festakt“ im Mai 2012 gab Döpfner sein Debüt als Schauspieler, indem er in Kapuzenjacke und Jeans einen fiktiven Brief an den Verleger vortrug.[28][29] In einem offenen Brief an den Executive Chairman von Google, Eric Schmidt, kritisierte er den Suchmaschinenkonzern[30] und stieß damit eine öffentliche Debatte an.

Am 10. April 2016 solidarisierte sich Döpfner in einem offenen Brief mit dem Satiriker Jan Böhmermann. Dieser hatte zuvor in seiner Show Neo Magazin Royale den Unterschied zwischen Satire und Schmähkritik anhand eines Gedichts über den türkischen Präsidenten Erdoğan veranschaulicht (→ Böhmermann-Affäre) und damit Verstimmungen in der türkischen Regierung sowie staatsanwaltliche Ermittlungen in Deutschland ausgelöst. Döpfner schrieb, er möchte sich „vorsichtshalber allen […] Formulierungen und Schmähungen inhaltlich voll und ganz anschließen und sie mir in jeder juristischen Form zu eigen machen“.[31] Erdogan ließ daraufhin im Mai 2016 über den Medienanwalt Ralf Höcker beim Landgericht Köln eine einstweilige Verfügung gegen Döpfner beantragen.[32] Der Antrag wurde in erster[33] und zweiter[34] Instanz abgelehnt.

Mandate und Mitgliedschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Juli 2006 ist Döpfner Mitglied im Aufsichtsrat des US-Medienkonzerns Time Warner, seit Mai 2014 im Board of Directors von Warner Music und seit April 2015 Non-executive Director der Vodafone Group Public Limited Company. Seit Juli 2016 ist Döpfner Präsident des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV)[35].

Döpfner war auch Mitglied im Aufsichtsrat von RHJI.[36] Im Juli 2009 stellten einige Medien einen Sachzusammenhang zwischen dem Engagement Döpfners für den um Opel ringenden Finanzinvestor und der positiven diesbezüglich Berichterstattung in einigen Medien der Springergruppe her.[37] Die persönlichen Verknüpfungen Döpfners wurden in den Berichten der Medien der Springergruppe zu RHJI nicht thematisiert.[36] Seit 2013 ist Döpfner Mitglied des International Advisory Council der RCS MediaGroup[38], seit Mai 2014 im Board of Directors von Warner Music und seit 2015 Chairman of the Board of Directors bei Business Insider Inc., USA.

Zu seinen Mandaten in Non-Profit-Organisationen zählen Mitgliedschaften in den Aufsichtsgremien des European Publishers Council (EPC), der American Academy in Berlin[39], dem American Jewish Committee und Mitglied im Global Board of Advisors des US-amerikanischen Think Tanks Council on Foreign Relations.[40]

Döpfner ist Mitglied des Vereins Atlantik-Brücke, dessen „Young Leader“-Programm er abgeschlossen hat.[41]

Döpfner war Kuratoriumsmitglied des Berliner Aspen-Instituts. [42]

Weiterhin ist Döpfner ein Teilnehmer der Bilderberg-Konferenz 2015 in Österreich.[43]

Villa Schöningen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2007 erwarb der aktive Kunstsammler[44][45] Döpfner zusammen mit dem Vorstandsvorsitzenden der RHJI, Leonhard Fischer, die direkt an der Glienicker Brücke gelegene Villa Schöningen. Am Vorabend des 20. Jahrestags des Mauerfalls wurde dort am 8. November 2009 von Bundeskanzlerin Angela Merkel, dem polnischen Außenminister Radosław Sikorski und dem ehemaligen US-Außenminister Henry Kissinger ein deutsch-deutsches Museum eröffnet.[46] Das rein privat finanzierte Projekt dokumentiert im Erdgeschoss in der Dauerausstellung die Geschehnisse an der Agentenbrücke während des Kalten Kriegs. Im ersten Stock werden Wechselausstellungen zeitgenössischer Kunst gezeigt. Zu den in Einzelausstellungen gezeigten Künstlern zählen bisher Andreas Slominski (Sommer 2012), Georg Baselitz (Die Berliner Jahre, Frühjahr 2012), Andy Warhol (Frühe Werke, Frühjahr 2011) und Anselm Kiefer (Europa, Herbst 2010) und Martin Kippenberger (Sommer 2010).

Villen Henckel und Schlieffen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem Jahr 2014 ist Döpfner unter eigener Nutzung des Anwesens der Villen Henckel und Schlieffen an dessen Sicherung und Pflege beteiligt, was wegen eines womöglich ungünstigen Verhältnisses von eigenem Nutzen und eigenem Aufwand öffentlich auch kritisiert wird.[47][48] Dabei soll dann auch die ursprüngliche Gestalt der zugehörigen Parkanlage wiederhergestellt werden.[49]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Verleihung des Shepard Stone Awards wurde von Eva Werner, der Sprecherin des Deutschen Journalisten Verbandes kritisiert: „Dass es so kurze Zeit nach dem Ausscheiden aus dem Kuratorium passiert, wirft ein Schatten auf die Auszeichnung.“ Der Medienwissenschaftler Uwe Krüger urteilte, dass „hier ein Preis sozusagen innerhalb der Familie vergeben wurde, also eine bestimmte elitäre Gruppierung sich selbst bestätigt und selbst erhält“.[56]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Mathias O. C. Döpfner, Thomas Garms: Neue Deutsche Welle. Kunst oder Mode? Frankfurt am Main; Berlin; Wien: Ullstein, 1984, ISBN 3-548-36505-1 (Ullstein-Buch, 36505; Populäre Kultur)
  • Mathias O. C. Döpfner, Thomas Garms: Erotik in der Musik. Frankfurt/Main; Berlin: Ullstein, 1986, 208 Seiten, ISBN 3-548-36517-5 (Ullstein-Buch, 36517; Populäre Kultur)
  • Mathias O. C. Döpfner: Musikkritik in Deutschland nach 1945. Inhaltliche und formale Tendenzen; eine kritische Analyse. Zugleich: Dissertation, Universität Frankfurt (Main), 1990. Frankfurt am Main; Bern; New York; Paris: Lang, 1991, 334 Seiten, ISBN 3-631-43158-9 (Europäische Hochschulschriften, Reihe 36, Musikwissenschaft Band 59)
  • Brüssel. Das Insider-Lexikon. München: Beck, 1993, 156 Seiten, ISBN 3-406-37397-6 (Beck’sche Reihe; 1007)
  • Axel Springer. Neue Blicke auf den Verleger; eine Edition aktueller Autorenbeiträge und eigener Texte. Hrsg.: Mathias Döpfner. Hamburg: Springer, 2005, 256 Seiten, ISBN 3-9809879-9-X
  • Reform statt Subvention – Warum wir verlässliche gesetzliche Maßstäbe für Fusionsvorhaben und Schutz kreativer Leistungen brauchen. In: Krautscheid/Schwartmann (Hrsg.): Fesseln für die Vielfalt? Das Medienkonzentrationsrecht auf dem Prüfstand. C.F. Müller Verlag, Heidelberg 2010
  • Die Verlage sind im digitalen Zeitalter stärker, als sie selbst denken. In: Hubert Burda, Mathias Döpfner, Bodo Hombach, Jürgen Rüttgers (Hrsg.): 2020 – Gedanken zur Zukunft des Internets. Klartext, Essen, 2010, S. 177–182. ISBN 978-3-8375-0376-0.
  • How German is it? Abdruck des Vortrags bei der Thomas Demand Ausstellung „Nationalgalerie“, Suhrkamp 2010
  • Die Freiheitsfalle - Ein Bericht. Berlin: Propyläen, 2011, 256 Seiten, ISBN 978-3-5490-7372-8
  • Anselm Kiefer/Mathias Döpfner, Kunst und Leben, Mythen und Tod. Ein Streitgespräch (Quadriga Verlag, 2012)
  • Leser- und Kundenorientierung in einer digitalisierten Medienwelt - Eine Zwischenbilanz, in: Stadler/Brenner/Hermann (Hrsg.), Erfolg im digitalen Zeitalter (Frankfurter Allgemeine Buch Verlag, 2012)
  • Die Welt gehört denen, die neu denken. In: Kardinaltugenden effektiver Führung. Drucker, Peter F. (Hrsg.), München: Redline Verlag, 2014. ISBN 978-3-86881-396-8
  • „Berlin ist das Herz Europas, ich kenne kein anderes.“: Axel Springer und seine Stadt. Berlin: Edition Braus, 288 Seiten. ISBN 978-3862281350.
  • Abschied vom Pessimismus. In: Die Idee des Mediums - Reden zur Zukunft des Journalismus / Bernhard Pörksen ; Andreas Narr (Hrsg.), von Halem, Köln 2015. ISBN 978-3-86962-146-3.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Website der HfG Offenbach
  2. Bloomberg Businessweek Ulrich WEiss
  3. Welt-Gruppe schreibt erstmals schwarze Zahlen. In: Die Welt, 26. Februar 2008
  4. BVerwG: Untersagung der P7S1-Übernahme durch Springer war rechtswidrig meedia.de, 29. Januar 2014
  5. „Wettbewerblich unbedenklich“: Kartellamt genehmigt N24-Übernahme durch Springer spiegel.de, 7. Februar 2014
  6. Richter stoppen Post-Mindestlohn (Memento vom 19. Dezember 2008 im Internet Archive), Tagesschau, 18. Dezember 2008
  7. Interview CNBC, 30. September 2015
  8. [1]
  9. a b Geschäftsbericht 2015 der Axel Springer SE
  10. IVW Paid Content, abgerufen am 19. Oktober 2015
  11. Bild.mobile auf dem iPhone muss bezahlt werden. In: FAZ, 24. August 2009
  12. kress.de, 25. Juni 2010
  13. Ich schwitze als Letzter. In: Die Zeit, Nr. 41/2005
  14. Der Spiegel: Friede Springer schenkt Döpfner Aktien für 70 Millionen Euro, 17. August 2012
  15. Der Spiegel: Döpfner erhöht Anteil: "Signal an Friede Springer", 22. Juni 2016
  16. wiwo 25. Juli 2013
  17. http://meedia.de/print/doepfner-funke-ein-idealer-kaeufer-und-partner/2013/07/25.html
  18. meedia
  19. http://www.boerse-online.de/aktie/nachrichten/deutschland/:Medienkonzern--Springer-Aktie-bis-zu-25-Prozent-im-Plus/649372.html
  20. Wir Deutschen sind unberechenbar. In: Der Spiegel. Nr. 25, 2006, S. 156 (online Streitgespräch mit Grass (Manfred Bissinger)).
  21. medienarchiv68.de
  22. „Der Westen und das höhnische Lachen des Islamismus“, 23. November 2010
  23. Tagesspiegel, 12. Juli 2009
  24. crassh.cam.ac.uk
  25. Keynote NOAH Conference 2015, 9. Juni 2015
  26. Rede SPIEGEL Publishers Forum, 5. Juni 2015
  27. YouTube
  28. FAZ, 3. Mai 2012
  29. YouTube
  30. FAZ, 16. April 2014
  31. Mathias Döpfner: Solidarität mit Jan Böhmermann! In: Welt am Sonntag, 10. April 2016, abgerufen am 11. April 2016.
  32. Wegen Unterstützung für Böhmermann: Erdogan geht juristisch gegen Springer-Chef Döpfner vor Spiegel Online, 9. Mai 2016
  33. Landgericht Köln, Beschluss 28 O 126/16 vom 10.05.2016. In: www.justiz.nrw.de. Abgerufen am 21. Juni 2016.
  34. Oberlandesgericht Köln: Letzte Pressemitteilung. In: www.olg-koeln.nrw.de. Abgerufen am 21. Juni 2016 (deutsch, Beschluss 15 W 32/16 vom 21.06.2016).
  35. Pressemitteilung des BDZV vom 7.7.2016
  36. a b Sonja Pohlmann: Freunde für Opel. In: Der Tagesspiegel, 18. Juli 2009
  37. vgl. z. B.: Wege aus der Zeitungskrise. In: Telepolis, 19. Juli 2009
  38. new-business.de: Springer-Chef Döpfner im RCS-Beirat (deutsch, abgerufen am 23. Januar 2014)
  39. http://www.americanacademy.de/de/home/about-us/trustees
  40. CFR Global Board of Advisors: Mathias Döpfner
  41. manager-magazin.de: Bericht über das „Young Leader“-Programm (deutsch, abgerufen am 10. Oktober 2013)
  42. http://www.aspeninstitute.de/wp-content/uploads/Aspen+Annual+Report+2011-2012.pdf
  43. Teilnehmerliste der Bilderberg-Konferenz 2015 (englisch, abgerufen am 8. Juni 2015)
  44. Kurt Kister: Vom Journalisten zum Zeitungsverkäufer. In: Süddeutsche Zeitung, 26. Juli 2013, abgerufen am 7. April 2016.
  45. Gabriela Walde: Sammler an die Macht. In: Berliner Morgenpost, 17. September 2015, abgerufen am 7. April 2016.
  46. Rede von Bundeskanzlerin Angela Merkel anlässlich der Eröffnung des Freiheitsmuseums „Villa Schöningen“. bundesregierung.de, 8. November 2009, abgerufen am 7. April 2016.
  47. Zaunstreit am Pfingstberg pnn.de, 30. September 2014
  48. „Die Stiftung hat mich darum gebeten“ pnn.de, 30. September 2014
  49. SPSG: Villa Schlieffen und Park der Villa Henckel werden saniert und öffentlich zugänglich
  50. Astrid Ludwig: Eine Vielfalt von Beziehungen. In: Jüdische Allgemeine, 19. Juni 2016, abgerufen am 19. Juni 2016.
  51. Florian Kain: Shepard-Stone-Award für Mathias Döpfner. In: Bild, 9. Oktober 2014, abgerufen am 19. Juni 2016.
  52. „Anti-Defamation League“ ehrt Mathias Döpfner. In: Die Welt, 19. September 2014, abgerufen am 19. Juni 2016.
  53. Award of Merit für Mathias Döpfner. In: Jüdische Allgemeine, 11. Juni 2014, abgerufen am 19. Juni 2016.
  54. talks.cam.ac.uk
  55. http://deutschesprachwelt.de
  56. http://www.cicero.de/kapital/axel-springer-chef-aspen-institut-zeichnet-aspen-alumnus-mathias-doepfner-aus/58396