Mathieu van der Poel

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Mathieu van der Poel Straßenradsport
Mathieu van der Poel (2019)
Mathieu van der Poel (2019)
Zur Person
Geburtsdatum 19. Januar 1995
Nation NiederlandeNiederlande Niederlande
Disziplin Straße / Cyclocross / MTB
Fahrertyp Klassikerfahrer
Zum Team
Aktuelles Team Alpecin-Fenix
Funktion Fahrer
Internationale Team(s)
2014– BKCP / Beobank / Corendon / Alpecin
Wichtigste Erfolge
Weltmeister UCI-Weltmeisterschaften
Cyclocross-Weltmeister 2015, 2019, 2020, 2021
Union-Cycliste-Internationale-Logo.svg UCI WorldTour
eine Etappe Tour de France 2021
Ronde van Vlaanderen 2020
Dwars door Vlaanderen 2019
Amstel Gold Race 2019
Gesamtwertung BinckBank Tour 2020
Strade Bianche 2021
Letzte Aktualisierung: 7. März 2021

Mathieu van der Poel (* 19. Januar 1995 in Kapellen, Belgien) ist ein niederländischer Radrennfahrer, der auf der Straße, im Cyclocross und im Mountainbike-Cross Country aktiv ist.

Sportlicher Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Juniorenfahrer wurde van der Poel insgesamt dreimal Weltmeister: Er gewann bei den Cyclocross-Weltmeisterschaften 2012 Koksijde und 2013 Louisville ebenso den Titel wie im Straßenrennen der Weltmeisterschaften 2013 in Florenz.

Bei den Erwachsenen war van der Poel zunächst vor allem im Cyclocross erfolgreich. In seiner ersten U23-Saison 2013/14 gewann er drei Läufe des U23-Weltcups wurde Vizeeuropameister und Dritter der U23-Weltmeisterschaft 2014. In der folgenden Saison beteiligte er sich erfolgreich vermehrt an Eliterennen und wurde im tschechischen Tábor Weltmeister im Cyclocross. Neben zahlreichen weiteren Siegen wurde er in der Saison 2017/18 Europameister und gewann die Gesamtwertung des Weltcups. Bei den Cyclocross-Weltmeisterschaften 2019 konnte er seinen zweiten Titelgewinn feiern.

Parallel zu seinen Erfolgen im Cyclocross fuhr van der Poel auf der Straße für das UCI Continental Team BKCP-Powerplus und konnte beim Eintagesrennen Ronde van Limburg im Jahr 2014 seinen ersten internationalen Elitesieg auf der Straße erzielen. Nach mehreren Siegen in weiteren Rennen der UCI Europe Tour, wurde er 2018 jeweils im Sprint eines kleineren Vorderfelds niederländischer Straßenmeister[1] und Vizeeuropameister.[2]

Nachdem seine Mannschaft 2019 unter dem Namen Corendon-Circus eine Lizenz als Professional Continental Team erhalten hatte, konnte van der Poel auf Einladung an Rennen der UCI WorldTour teilnehmen. Im März 2019 gewann er mit Dwars door Vlaanderen im Sprint einer fünfköpfigen Gruppe seinen ersten Wettbewerb dieser Serie.[3] Im gleichen Monat gewann er das Rennen De Brabantse Pijl, 34 Jahre nach seinem Vater Adrie van der Poel.[4] Am 21. April trug er beim Amstel Gold Race maßgeblich dazu bei, eine Verfolgergruppe an die führenden Julian Alaphilippe und Jakob Fuglsang heranzuführen, und gewann anschließend im Sprint sein zweites WorldTour-Rennen.[5]

Nach gelegentlichen Starts im Cross-country Weltcup in den Vorjahren und einem vierten Platz bei den UCI-Mountainbike-Marathon-Weltmeisterschaften 2017 widmete sich Van der Poel in den Jahren 2018 und 2019 ernsthaft dem Mountainbikesport und startete vermehrt im Weltcup. Besonders erfolgreich war er im Cross-country Short Track (XCC), der 2018 als neue Disziplin in den Weltcup aufgenommen wurde. Er gewann die Premiere der Disziplin in Albstadt[6] und in beiden Jahren insgesamt 8 Rennen bei 10 Starts, bei den restlichen beiden Rennen wurde er jeweils Zweiter. Obwohl er 2019 zwei Weltcup-Stationen komplett ausließ, belegte er in der Gesamtwertung Platz 2 knapp hinter Nino Schurter. Zudem wurde er bei den Mountainbike-Weltmeisterschaften 2018 Dritter, 2019 gewann er bei den Europäischen Mountainbike-Meisterschaften im Cross Country (XCO) trotz eines Sturzes den Titel.[7]

Dank dieser Erfolge konnte Mathieu van der Poel 2019 sowohl auf der Straße als auch im Mountain-Bike im Cross Country als auch im Cyclocross unter die ersten 20 der UCI-Weltrangliste vorstoßen.

In der Saison 2020 gewann van der Poel nach dem niederländischen Meistertitel und einer Etappe von Tirreno–Adriatico durch eine erfolgreiche 50-Kilometer-Soloflucht auf der letzten Etappe der BinckBank Tour auch die Gesamtwertung dieser Rundfahrt und damit sein erstes Etappenrennen der WorldTour.[8] Anschließend gewann van der Poel im Zweiersprint gegen Wout van Aert die Ronde van Vlaanderen und damit sein erstes Monument des Radsports. Die beiden fuhren die letzten 47 Kilometer – zunächst begleitet durch den dann gestürzten Julian Alaphilippe – an der Spitze.[9]

Persönliches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Van der Poel ist ein Sohn des ehemaligen Radrennfahrers Adrie van der Poel und ein Enkel von Raymond Poulidor. Sein Bruder David ist ebenfalls Radrennfahrer.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Cyclocross[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2011/12
  • Europameister Europameister (Junioren)
  • MaillotHolanda.svg Niederländischer Meister (Junioren)
  • Weltmeister Weltmeister (Junioren)
2012/13
  • Europameister Europameister (Junioren)
  • MaillotHolanda.svg Niederländischer Meister (Junioren)
  • Weltmeister Weltmeister (Junioren)
2013/14
2014/15
2015/16
2016/2017
2017/2018
2018/2019
2019/20
2020/21[10]

Straße[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2011
  • MaillotHolanda.svg Niederländischer Meister – Einzelzeitfahren (Jugend)
2013
  • MaillotHolanda.svg Niederländischer Meister – Straßenrennen (Junioren)
  • Weltmeister Weltmeister – Straßenrennen (Junioren)
2014
2017
2018
2019
2020

2021

Mountainbike[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2018
2019
2021

Wichtige Platzierungen (Straße)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mathieu van der Poel siegt bei Dwars door Vlaanderen 2019
Legende: DNF: did not finish, aufgegeben oder wegen Zeitüberschreitung aus dem Rennen genommen.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Pöstlberger siegt in Österreich, van der Poel in den Niederlanden. In: radsport-news.com. 1. Juli 2018, abgerufen am 6. April 2019.
  2. Trentin bezwingt in einem engen Sprint van der Poel und Van Aert. In: radsport-news.com. 12. August 2018, abgerufen am 6. April 2019.
  3. Van der Poel macht sich in Waregem zum Ronde-Favoriten. In: radsport-news.com. 4. März 2019, abgerufen am 6. April 2019.
  4. Van der Poel gewinnt das Rennen, das ihm am meisten liegt. In: radsport-news.com. 18. April 2019, abgerufen am 18. April 2019.
  5. Van der Poel gewinnt Amstel Gold Race nach unfassbarem Finale. In: radsport-news.com. 21. April 2019, abgerufen am 21. April 2019.
  6. MTB-Weltcup: Van der Poel und Langvad gewinnen Short Race-Premiere. rad-net.de, 18. Mai 2018, abgerufen am 24. März 2021.
  7. Favorit Van der Poel holt trotz Sturz EM-Gold - Egger Neunter. In: rad-net.de. 28. Juli 2019, abgerufen am 28. Juli 2019.
  8. Van der Poel rettet sich nach 50-km-Solo gerade noch ins Ziel. In: radsport-news.com. 3. Oktober 2020, abgerufen am 3. Oktober 2020.
  9. Eine Reifenstärke reicht van der Poel zum Ronde-Triumph. In: radsport-news.com. 18. Oktober 2020, abgerufen am 20. Oktober 2020.
  10. Mathieu van der Poel - Cyclocross. Abgerufen am 15. Februar 2021 (englisch).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Mathieu van der Poel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien