Matilda (Film)

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Filmdaten
Deutscher Titel Matilda
Originaltitel Matilda
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1996
Länge 94 Minuten
Altersfreigabe FSK 6
Stab
Regie Danny DeVito
Drehbuch Nicholas Kazan, Robin Swicord
Produktion Liccy Dahl, Danny DeVito, Michael Shamberg, Stacey Sher
Musik David Newman
Kamera Stefan Czapsky
Schnitt Lynzee Klingman, Brent White
Besetzung

Matilda ist eine US-amerikanische Filmkomödie von Danny DeVito aus dem Jahr 1996. Sie ist eine Verfilmung des Romans Matilda von Roald Dahl aus dem Jahr 1988.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die kleine Matilda Wurmwald wird in eine Familie geboren, die für sie nicht unpassender sein könnte. Ihre Eltern Harry und Cynnia Wurmwald sind oberflächlich und an ihr völlig desinteressiert und lassen sie jeden Tag stundenlang alleine, was Matilda aber sogar lieber ist. Bereits mit vier Jahren bringt sie sich alleine das Kochen und das Lesen bei. Nachdem ihre Eltern keine Notiz von ihrer Begabung nehmen und lieber fernsehen, geht Matilda jeden Tag eigenständig in die Bibliothek, um zu lesen. Das Desinteresse von Harry und Zinnia an ihrer Tochter geht sogar so weit, dass sie Matildas Einschulung versäumen. Als Harry Matilda eines Abends zum Fernsehen „zwingt“, ist Matilda so angewidert, dass der Fernseher plötzlich explodiert. Matilda ist sich nicht sicher, ob sie die Explosion verursacht hat. Am folgenden Tag kommt Harry Wurmwald in seinem Autohaus mit Agatha Knüppelkuh ins Gespräch, der er ein günstiges, aber schrottreifes Auto verkauft. Im Gegenzug verschafft Knüppelkuh Matilda einen Platz an der Malheim-Grundschule, was Matilda sehr freut.

Gleich an ihrem ersten Schultag lernt Matilda die Direktorin Knüppelkuh zu fürchten, als diese ein Mädchen an ihren Zöpfen durch die Luft schleudert. Auch die Geschichten ihrer neuen Mitschülerinnen, z. B. von Knüppelkuhs gefürchtetem „Luftabschneider“, in den sie Kinder stundenlang einsperrt, bereiten ihr Bedenken. Allerdings ist ihre Lehrerin Florentine Honig sehr nett und begeistert von Matildas umfassenden Kenntnissen. Ihren Vorschlag, Matilda in eine höhere Klasse zu versetzen, lehnt Fräulein Knüppelkuh verächtlich ab. Sie ist eine frühere Olympiateilnehmerin im Hammerwerfen und handelt stets nach ihrem Motto „Wenn du zum Kinde gehst, vergiss die Peitsche nicht“. Sie wirft Kinder zur Strafe aus dem Fenster und zwingt einen Jungen, der angeblich von ihrem Kuchen gestohlen hat, einen ganzen Schokokuchen vor der gesamten Schule aufzuessen. Als das Auto, das sie von Matildas Vater gekauft hat, den Geist aufgibt, lässt sie ihren Zorn an Matilda aus und sperrt sie in den Luftabschneider.

Fräulein Honig befreit sie aus diesem, was Fräulein Knüppelkuh noch mehr ärgert. Als sie Matilda vor versammelter Klasse anschreit und schikaniert, bringt diese durch ihre Geisteskraft ein Glas mit einem Molch zum Umfallen. Sie möchte es Fräulein Honig erklären, die sie zwar bestärkt, an sich selbst zu glauben, Matildas Geisteskräfte aber als Kinderei ansieht. Zwischen den beiden baut sich eine Freundschaft auf, in der Fräulein Honig Matilda von ihrem dunklen Geheimnis erzählt: Ihr Vater war wohlhabender Arzt, der unter mysteriösen Umständen starb, als sie fünf Jahre alt war. Zuvor war bereits ihre Mutter gestorben, was ihren Vater dazu veranlasst hatte, deren Stiefschwester als Erzieherin für sie einzustellen - Agatha Knüppelkuh. Nach seinem Tod war Fräulein Honig den Schikanen ihrer Tante völlig ausgeliefert, bis sie endlich ausziehen konnte. Daraufhin beschließt Matilda, ihr zu helfen.

Sie entdeckt ihre telekinetische Fähigkeiten und lernt sie zu steuern. Damit holt sie zuerst einige persönliche Gegenstände aus dem Haus, das rechtmäßig Fräulein Honig gehört. Am folgenden Tag nutzt sie ihre Kräfte, um Fräulein Knüppelkuh alles heimzuzahlen und sie von der Schule zu vertreiben. Daraufhin wird Fräulein Honig Direktorin und zieht wieder in das Haus ihrer Eltern. Weil Matildas Vater Harry mit illegalen und gestohlenen Auto-Ersatzteilen gehandelt hatte, muss die Familie vor der Polizei ins Ausland flüchten. Da Matilda unter allen Umständen bei ihrer Lehrerin bleiben möchte, lässt sie von ihren Eltern kurzfristig die Adoptionspapiere zugunsten von Fräulein Honig unterschreiben und lebt fortan bei ihr. So bekommen beide die Familie, die sie sich immer gewünscht haben.

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Susan Wloszczyna lobte in der USA Today das Spiel von Mara Wilson.[1]

Roger Ebert schrieb in der Chicago Sun-Times, dass Danny DeVito als Regisseur auf derselben Wellenlänge wie der Autor der Romanvorlage liege, als er seine makabre Vision verfilmte. Der Film sei aber auch amüsant.[2]

„DeVito, seit Der Rosen-Krieg längst auch hinter der Kamera eine Macht, weiß mit Roald Dahls berühmter Romanvorlage hervorragend umzugehen: Seine Leinwand-Version des surrealen Märchens ist handwerklich auf höchstem Niveau und prall gefüllt mit phantastisch-originellen Ideen.“

„Nach einem Kinderbuch von Roald Dahl in etwas uneinheitlichem Stil zwischen böser Karikatur und heiterer Märchenhaftigkeit verfilmt. Die makabren Szenen mit der monsterhaften Schuldirektorin überfordern jüngere Kinder.“

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Produktionskosten des Films beliefen sich auf 36 Millionen US-Dollar, er spielte in den US-Kinos 33 Millionen Dollar ein.

Anders als der Roman, der in England angesiedelt ist, spielt der in Kalifornien gedrehte Film in den Vereinigten Staaten. Entsprechend flieht Familie Wurmwald am Ende nicht nach Spanien, sondern nach Guam. Außerdem verliert Matilda im Roman am Ende ihre Kräfte. Im Film hat sie sie noch, benutzte sie aber seltener (Und Matilda musste nie wieder ihre Kräfte einsetzen, na ja, so gut wie nie.).

Im Film finden sich einige Anspielungen auf Roald Dahl. Das Porträt von Fräulein Honigs Vater Magnus ist eigentlich ein Porträt von Roald Dahl. Auch als Matilda sich beim Namen von Charles Dickens verspricht, ist das eine Anspielung auf den Roman Sophiechen und der Riese von Dahl, wo eine Figur sich bei Dickens’ Namen andauernd verspricht.

Der von Fräulein Knüppelkuh gekaufte Wagen ist ein Buick Electra des Modelljahres 1970.

Besetzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schauspieler Rolle Deutsche Stimme:
Mara Wilson Matilda Wurmwald Oona Plany
Embeth Davidtz Fräulein Honig Susanna Bonaséwicz
Pam Ferris Agatha Knüppelkuh Evelyn Meyka
Danny DeVito Harry Wurmwald Klaus Sonnenschein
Marion Dugan Köchin Barbara Ratthey

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Zusammenfassung auf www.rottentomatoes.com
  2. Chicago Sun-Times
  3. Cinema.de
  4. Matilda. In: Lexikon des internationalen Films. Zweitausendeins, abgerufen am 2. März 2017.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]