Matosinhos

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Matosinhos
Wappen Karte
Wappen von Matosinhos
Matosinhos (Portugal)
Matosinhos
Basisdaten
Region: Norte
Unterregion: Grande Porto
Distrikt: Porto
Concelho: Matosinhos
Koordinaten: 41° 11′ N, 8° 42′ W41.183333333333-8.7Koordinaten: 41° 11′ N, 8° 42′ W
Einwohner: 30.682 (Stand: 30. Juni 2011)[1]
Fläche: 4,83 km² (Stand: 1. Januar 2010)[2]
Bevölkerungsdichte: 6352 Einwohner pro km²
Postleitzahl: 4450
Politik
Bürgermeister: António Manuel Gomes Santos Parada
Adresse der Gemeindeverwaltung: Junta de Freguesia de Matosinhos
Rua de Augusto Gomes, 313 4450-053
Matosinhos
Webseite: www.jf-matosinhos.pt/
Kreis Matosinhos
Flagge Karte
Flagge von Matosinhos Position des Kreises Matosinhos
Einwohner: 174.931 (Stand: 30. Juni 2011)[3]
Fläche: 62,24 km² (Stand: 1. Januar 2010)[2]
Bevölkerungsdichte: 2811 Einwohner pro km²
Anzahl der Gemeinden: 10
Verwaltung
Adresse der Verwaltung: Câmara Municipal de Matosinhos
Av. D. Afonso Henriques 4454-510
Matosinhos
Präsident der Câmara Municipal: Guilherme Pinto (PS)
Webpräsenz: www.cm-matosinhos.pt








Vorlage:Infobox Ort in Portugal/Wartung/Karte ist leer


Vorlage:Infobox Ort in Portugal/Wartung/Höhe ist leer

Vorlage:Infobox Ort in Portugal/Wartung/Bürgermeister ist ausgefüllt


Vorlage:Infobox Ort in Portugal/Wartung/Adresse ausgefüllt


Matosinhos ist eine Stadt (Cidade) in der portugiesischen Region Norte. Sie liegt etwa zehn Kilometer nordwestlich von Porto am Atlantik. Matosinhos ist Sitz eines gleichnamigen Kreises (Concelho) mit 174.931 Einwohnern auf einer Fläche von 62,2 km²[3].(Stand 30. Juni 2011)

Der Ort ist als Hafen- und Industriestadt der Metropolregion Porto bekannt. Landesweit ist der Ort auch bekannt in Zusammenhang mit Sport oder seinen Stränden. Zudem erreichte das innovative, 1966 von dem Architekten Siza Vieira gebaute Küstenschwimmbad Piscinas de Marés überregionale Bekanntheit. Auch historische Herrenhäuser finden sich hier, etwa die Quinta do Chantre in der Gemeinde Leça do Balio.

Die Kirche von Matosinhos

Geschichte[Bearbeiten]

Funde belegen die Anwesenheit von Menschen seit der Altsteinzeit, eine vorgeschichtliche Besiedlung ist mindestens seit der Jungsteinzeit belegt. Eine bronzezeitliche Siedlung der Castrokultur wurde von den Römern eingenommen und bewohnt. Eine Römerstraße von Cale (heute Vila Nova de Gaia bzw. Porto) nach Bracara Oppidum Augusta (heute Braga) verlief hierher.

Gasse im historischen Ortskern von Matosinhos

Im späten Frühmittelalter entstand hier das Kloster Mosteiro de Bouças. Der heutige Ort wurde 900 erstmals als Matesinus erwähnt. 1258 wurde es als Matusiny in den königlichen Registern geführt, als Ort des Kreises Sandim. König D.Manuel I. gab Matosinhos 1514 erste Stadtrechte.

1853 wurde Matosinhos zur Vila (Kleinstadt) im vergangenen Kreis Bouças erhoben, und 1867 wurde es Sitz eines eigenen Kreises (Concelho). Der Kreis bestand nur sehr kurz, und wurde erst 1909 definitinv eingerichtet. Zuvor hatte Matosinhos einige Entwicklung erlebt, insbesondere durch den Bau des Hafens Leixões und der zunehmenden Ansiedlung von Industriebetrieben. 1984 wurde Matosinhos zur Stadt (Cidade) erhoben.[4][5]

Verwaltung[Bearbeiten]

Kreis[Bearbeiten]

Matosinhos ist Sitz eines gleichnamigen Kreises (Concelho). Die Nachbarkreise sind (im Uhrzeigersinn im Norden beginnend): Vila do Conde, Maia sowie Porto.

Die folgenden Gemeinden (Freguesias) liegen im Kreis Matosinhos:

Zum Kreis von Matosinhos gehört auch der Seehafen von Leixões.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Einwohnerzahl im Kreis Matosinhos (1801 – 2011)
1801 1849 1900 1930 1960 1981 1991 2001 2011
7 287 12 429 25 071 50 962 91 017 136 498 151 682 167 026 175 478

Kommunaler Feiertag[Bearbeiten]

  • Pfingstdienstag

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Seit 1994 besteht dazu ein Kooperationsabkommen mit Luanda (AngolaAngola Angola). [6]

Das IKEA-Haus in Matosinhos

Wirtschaft[Bearbeiten]

Der Hafen Leixões ist ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor, sowohl für die Fischerei, als auch für Handel und Industrie. Zudem sind zahlreiche Industriebetriebe hier ansässig, darunter petrochemische Industrie (insbesondere die Raffinerie Refinaria da Petrogal der Galp Energia), und Nahrungsmittelindustrie, etwa die Unicer oder Konservenfabriken der Fischverarbeitung. Mit der zuletzt etwas nachlassenden Bedeutung der Industrie ist der Dienstleistungssektor wichtiger geworden. So haben sich hier eine Vielzahl Unternehmensverwaltungen niedergelassen, darunter die Hauptverwaltung der Optimus Telecomunicações. Zudem entstanden hier große Einkaufszentren, darunter ein IKEA-Haus. Die Messe Exponor, auf dem 1857 erstmals eine Industrieausstellung stattfand, gilt als das größte Messegelände des Landes.

Haltestelle Matosinhos Sul der Metro do Porto

Verkehr[Bearbeiten]

Mit der Linie A der Metro do Porto hat Matosinhos eine direkte, moderne öffentliche Nahverkehrsverbindung mit Porto, der zweitgrößten Stadt Portugals. Ein berührungsloses Ticket-System mit dem Namen Andante wird dort verwendet. Die Fahrzeit Matosinhos – Porto beträgt etwa eine halbe Stunde. Die in Strandnähe vereinzelt noch im Straßenbelag vorzufindenden Schienen stammen von den inzwischen aufgegebenen historischen Straßenbahnlinien (Carro Eléctrico) der STCP.

Durch Matosinhos verläuft die Autoestrada A28, die von Porto nach Norden bis zur spanische Grenze verläuft. Hier beginnt auch die Autoestrada A4, die nach Osten bis Bragança führt.

Sport[Bearbeiten]

Das Stadion Estádio do Mar

Innerhalb der Stadt steht das Stadion Estádio do Mar, das überwiegend für Fußballspiele des bekannten Vorortklubs Leixões Sport Club Verwendung findet. Der 1907 gegründete Verein betreibt neben seinen Männer-, Frauen- und Jugendfußballabteilungen auch Sektionen für Billard, Boxen, Karate, Schwimmen und Volleyball.

Der 1912 gegründete Fußballverein Leça FC, aus der Gemeinde Leça da Palmeira, spielte in seiner Geschichte häufiger in der ersten Liga. Nach einigen Abstiegen schied er 2009 auch aus dem niedrigsten landesweiten Wettbewerb aus, dem Campeonato Nacional de Seniroes (3.Liga). Der Verein trägt seine Heimspiele im Estádio do Leça FC aus. Neben der Fußballsektion wird auch eine Billardabteilung betrieben.

Unter den weiteren zahlreichen Vereinen im Kreis ist der 1922 gegründete Fußballverein Padroense FC, aus dem Ortsteil Padrão da Légua der Gemeinde Senhora da Hora. Er spielte bis 2012/2013 in der IIª Divisão (dritte Liga). Nach der Einführung der neugegliederten dritten Liga, dem Campeonato Nacional de Seniores, spielt der Verein in der spielhöchsten Liga des Distriktverbandes.

2007 war Matosinhos Gastgeber der Europameisterschaft des Hallenfußballs, dem Futsal.

Mehrmals fand in der Stadt der Dreiband-Weltcup statt, so die dritte Serie 2009, die dritte Serie 2010, und die zweite Serie 2011.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Manuel da Silva Passos
Catarina Pereira (2008)
Florbela Espanca

Die Schriftstellerin Florbela Espanca lebte eine Zeit in Matosinhos, wo sie sich 1930 im Alter von 36 Jahren erschoss. Auch der mosambikanische Bildhauer, Maler und Dichter Malangatana Ngwenya (1936-2011), der portugiesische Maler und Schriftsteller Álvaro Lapa (1939-2006), und der mehrfache Minister António de Sousa Franco (1942-2004) starben in Matosinhos.

Die bekannte R&B/Soul-Gruppe Expensive Soul stammt aus der Gemeinde Leça da Palmeira.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Matosinhos – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. www.ine.pt – Indikator Resident population by Place of residence and Sex; Decennial in der Datenbank des Instituto Nacional de Estatística
  2. a b Übersicht über Code-Zuordnungen von Freguesias auf epp.eurostat.ec.europa.eu
  3. a b www.ine.pt – Indikator Resident population by Place of residence and Sex; Decennial in der Datenbank des Instituto Nacional de Estatística
  4. Ortsgeschichte auf der Website des Kreises, abgerufen am 15. September 2013
  5. www.verportugal.net, abgerufen am 15. September 2013
  6. www.anmp.pt, abgerufen am 15. September 2013