Mats Hummels

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Mats Hummels

Mats Hummels (2012)

Spielerinformationen
Voller Name Mats Julian Hummels
Geburtstag 16. Dezember 1988
Geburtsort Bergisch Gladbach[1]Deutschland
Größe 191 cm
Position Innenverteidigung
Vereine in der Jugend
1995–2006 FC Bayern München
Vereine als Aktiver
Jahre Verein Spiele (Tore)1
2005–2008
2007
2008–
FC Bayern München II
FC Bayern München
Borussia Dortmund
42 0(5)
1 0(0)
171 (15)
Nationalmannschaft2
2007–2010
2010–
Deutschland U-21
Deutschland
21 0(5)
36 0(4)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: Saisonende 2013/14
2 Stand: 13. Juli 2014

Mats Julian Hummels (* 16. Dezember 1988 in Bergisch Gladbach[1]) ist ein deutscher Fußballspieler. Hummels spielt seit Anfang 2008 bei Borussia Dortmund und läuft dort als Innenverteidiger auf; des Weiteren ist er Spieler der deutschen Nationalmannschaft.

Kindheit und Jugend

Mats Hummels kam 1988 als Sohn der Sportjournalistin Ulla Holthoff und des Fußballspielers Hermann Hummels[2] zur Welt. Er wuchs im Rhein-Main-Gebiet auf, wo auch sein zwei Jahre jüngerer Bruder Jonas zur Welt kam. Nachdem Vater Hermann als Juniorentrainer zum FC Bayern München gegangen war, zog die Familie nach München. Hummels besuchte das Gymnasium Neubiberg, das er im Hinblick auf seine Karriere als Profifußballer nach der zwölften Klasse mit dem Fachabitur vorzeitig verließ.[3][4]

Karriere

Verein

FC Bayern München

Mats Hummels spielte von seinem siebten Lebensjahr an beim FC Bayern München. In der Jugend spielte er oft mit seinem Bruder Jonas zusammen.

Während der Saison 2005/06 berief Trainer Hermann Gerland Hummels aus der U 19 erstmals in die Regionalliga-Mannschaft. Im Jahr darauf wurde er dort sofort zum Stammspieler. Daraufhin wurde auch Felix Magath, der damalige Trainer der Bundesliga-Mannschaft, auf ihn aufmerksam. Er nahm ihn auf in die Vorbereitung zur Saison 2006/07 der Profis des FC Bayern München und setzte ihn im Ligapokal-Halbfinale gegen den FC Schalke 04 ein. Daraufhin wurde Hummels mit einem ab 1. Januar 2007 laufenden Profivertrag ausgestattet. Am 19. Mai 2007, dem letzten Saisonspieltag, gab Hummels beim 5:2-Heimsieg über den 1. FSV Mainz 05 – in der 52. Minute für Martín Demichelis eingewechselt – sein Debüt in der Bundesliga.

Borussia Dortmund

Mats Hummels im Trikot von Borussia Dortmund (2013)

Nachdem Hummels in der Hinrunde der Saison 2007/08 in der ersten Mannschaft des FC Bayern nicht zum Einsatz gekommen war und nur in der U 23 gespielt hatte, wurde er in der Winterpause zunächst bis zum 30. Juni 2009 an Borussia Dortmund ausgeliehen.[5] Sein erstes Pflichtspiel für die Borussia bestritt er am 29. Januar 2008 im DFB-Pokal-Achtelfinale gegen Werder Bremen, als er kurz vor dem Ende des Spiels eingewechselt wurde. Am 16. Februar 2008 feierte er beim 2:0-Auswärtssieg in Cottbus seinen Ligaeinstand für Borussia Dortmund und kam danach regelmäßig zum Einsatz. Mit dem BVB stand er am 19. April 2008 im DFB-Pokal-Endspiel in Berlin, das der FC Bayern München mit 2:1 nach Verlängerung gewann. Er selbst gehörte zwar zum Kader, kam allerdings nicht zum Einsatz.

Die Saison 2008/09 begann Hummels in der Startelf, konnte aber wegen Verletzungen die Hinrunde nicht durchspielen. Im Januar 2009 zog sich Hummels bei einem Hallenturnier einen Teilriss des rechten Innen- und Außenbandes im Sprunggelenk zu. Einen Monat später, als Hummels erstmals wieder ins Training einstieg, riss dasselbe Außenband komplett, sodass er für den Rest der Bundesligasaison ausfiel und erst am letzten Spieltag wieder auf der Ersatzbank saß.[6] Im Februar 2009 einigten sich indes der BVB und der FC Bayern München auf einen endgültigen Wechsel. Hierbei wurde der bis Saisonende laufende Leihvertrag aufgelöst. Hummels bekam dann von den Borussen einen bis 2013 laufenden neuen Vertrag.[7] Mit Beginn der Saison 2009/10 war Hummels wieder beschwerdefrei. In den ersten beiden Saisonspielen kam er dann als Einwechselspieler zum Zug, am dritten Spieltag musste er bereits in der vierten Minute den verletzten Tinga ersetzen und gehörte von da an zum Stamm der Mannschaft. Am Ende der Saison erreichte er erstmals mit dem BVB einen Europa-League-Platz.

Die Saison 2010/11 lief für Hummels und die Dortmunder sehr erfolgreich. Mit 43 Punkten nach 17 Spielen konnte sich die Mannschaft bereits am 15. Spieltag den inoffiziellen Titel des Herbstmeisters sichern und bereits am 32. Spieltag wurde der Titel des Deutschen Meisters erreicht. Mit nur 22 Gegentoren stellte der BVB die mit weitem Abstand beste Abwehr der Liga.[8] Vom Sportmagazin Kicker erhielt Hummels die besten Noten aller Bundesligaspieler der Saison.[9] Mit fünf Toren war er außerdem, ebenso wie Georg Niedermeier vom VfB Stuttgart, torgefährlichster Verteidiger der Saison. Im März 2011 verlängerte Mats Hummels seinen Vertrag beim BVB vorzeitig bis zum 30. Juni 2014,[10] im Juni 2012 wiederum vorzeitig bis zum 30. Juni 2017.

In der Saison nach der Meisterschaft konnten die Dortmunder zunächst nicht an die guten Leistungen anknüpfen. Nach sechs Spieltagen hatten die Dortmunder ebenso viele Gegentore und in der Champions League musste man Lehrgeld zahlen, zwölf Gegentore in den sechs Spielen der Gruppenphase bedeuteten das frühzeitige Aus. Trotzdem fing man sich in der Liga wieder und verlor ab dem siebten Spieltag kein einziges Spiel mehr bei fünf Unentschieden. Schlüsselspiel war dabei der 1:0-Sieg gegen den FC Bayern München, der nach der Hinrunde noch Tabellenführer gewesen war. Außerdem stellten die Borussen am Ende mit 25 Gegentoren wieder eine der drei besten Abwehrreihen der Liga. Damit verteidigten Hummels und der BVB in der Saison 2011/12 den deutschen Meistertitel aus dem Vorjahr. Im DFB-Pokal erreichte man außerdem das Finale, das gegen den Vizemeister Bayern München spektakulär mit 5:2 gewonnen wurde und das Double perfekt machte.

Nationalmannschaft

Mats Hummels bei der EM 2012 gegen Portugal
Mats Hummels im WM-Finale 2014

Mats Hummels wurde erst spät für die Juniorenauswahlen des DFB entdeckt und gab am 27. März 2007 unter Trainer Dieter Eilts sein Debüt in der U-21-Nationalmannschaft, die in Düsseldorf mit 1:0 gegen die tschechische Auswahl gewann. Er nahm an der U-21-Fußball-Europameisterschaft 2009 in Schweden unter Bundestrainer Horst Hrubesch teil und absolvierte nach einem Kurzeinsatz im Halbfinale gegen Italien auch das Finale, in dem die deutsche Auswahl England mit 4:0 besiegte.

Am 6. Mai 2010 wurde er von Bundestrainer Joachim Löw für das Spiel gegen Malta am 13. Mai 2010 erstmals für die A-Nationalmannschaft nominiert; mit der Einwechslung zur zweiten Halbzeit für Serdar Taşçı absolvierte er sein erstes A-Länderspiel. Die Weltmeisterschaft kam für ihn allerdings noch zu früh und er fand keine Berücksichtigung.

Für das erste Länderspiel nach der WM am 17. November 2010 wurde er zusammen mit seinen Mannschaftskameraden Marcel Schmelzer, Mario Götze und Kevin Großkreutz für den Kader gegen Schweden nominiert[11] und spielte die kompletten 90 Minuten. Drei weitere Freundschaftsspiele machte er im Nationaltrikot, bevor er am 3. Juni 2011 in seinem ersten von vier Qualifikationsspielen für die Europameisterschaft 2012 auflief. Am 26. Mai 2012 erzielte er in der unmittelbaren EM-Vorbereitung mit dem zwischenzeitlichen 1:2 sein erstes Länderspieltor bei der 3:5-Niederlage gegen die Schweiz. Anschließend wurde er in den deutschen EM-Kader aufgenommen.

Überraschend stand Hummels von Turnierbeginn an in der Startelf, nachdem der favorisierte Per Mertesacker nach langwierigen Verletzungen noch nicht fit genug gewesen war, und zeigte eine überzeugende Leistung.[12] In der Folge spielte Hummels in allen fünf EM-Spielen der deutschen Nationalmannschaft über die vollen 90 Minuten. Während er vor der Europameisterschaft noch häufig für seine im Gegensatz zum Verein schwankenden Leistungen kritisiert worden war, galt er bei dem Turnier als einer der besten deutschen Spieler. Aufgrund seiner starken Leistung war er für Zinédine Zidane dabei die größte positive Überraschung des Turniers.[13] Er hatte in der Vorrunde die zweitbeste Zweikampfquote aller EM-Spieler und kam dabei ohne ein Foul aus.[14] Im Testländerspiel gegen England am 19. November 2013 verletzte er sich und fiel bis Januar 2014 aus. Kurz darauf erlitt er eine erneute Verletzung und musste bis Februar weiter pausieren.

Am 8. Mai 2014 wurde Hummels von Bundestrainer Joachim Löw in den vorläufigen Kader der Weltmeisterschaft 2014 berufen.[15] Nachdem Hummels auch den Sprung in den endgültigen Kader geschafft hatte, traf er beim 4:0 Auftaktsieg gegen Portugal per Kopf zum 2:0.[16] Im Viertelfinale gegen Frankreich erzielte er per Kopf den Siegtreffer zum 1:0[17] und wurde zum „Man of the Match“[18] ernannt.

Sonstiges

Bei dem Spiel FIFA 12 war Hummels gemeinsam mit Lukas Podolski auf dem deutschen Cover zu sehen.[19]

Erfolge

Borussia Dortmund

FC Bayern München

Nationalmannschaft

Auszeichnungen

Weblinks

 Commons: Mats Hummels – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b Geburtsort Bergisch Gladbach
  2. vgl.Hummels: Von dem Fluch halte ich nichts! bei merkur-online.de, 13. Februar 2010 (aufgerufen am 20. Februar 2010)
  3. Hummels, Mats. In: Internationales Sportarchiv 25/2011 vom 21. Juni 2011, ergänzt um Nachrichten durch MA-Journal bis KW 23/2012 (abgerufen via Munzinger Online).
  4. Kölner Stadtanzeiger, Interview mit Mats Hummels, 8. Februar 2011, abgerufen am 11. Juni 2012: [1]
  5. BVB leiht Mats Hummels von Bayern München aus
  6. Saisonende für Hummels
  7. Hummels bleibt beim BVB
  8. Fußballdaten.de: 34. Spieltag der Saison 2010/11 mit Abschlusstabelle, aufgerufen am 14. Juni 2012
  9. Kicker Sportmagazin: "1. Bundesliga Topspieler 2010/11" (Statistik), aufgerufen am 14. Juni 2012
  10. Bestätigung der Vertragsverlängerung durch Borussia Dortmund
  11. Löw nominiert BVB-Quartett, kicker.de
  12. Hamburger Abendblatt: "Überragender Hummels: Und plötzlich steht die Null", 11. Juni 2012
  13. Abendblatt.de Löw und Zidane adeln Mats Hummels, abgerufen am 28. Juni 2012
  14. Spiegel online: "Top-Elf der Vorrunde: Die Besten der Gruppenphase" (3 von 12 Mats Hummels), 21. Juni 2012
  15. Löw streicht Quartett und nimmt Kramer mit kicker.de, abgerufen am 18. Juni 2014
  16. 4:0! DFB-Elf legt dank Müllers Dreierpack furios los kicker.de, abgerufen am 18. Juni 2014
  17. Hummels' Kopfball macht das Halbfinale klar kicker.de, abgerufen am 6. Juli 2014
  18. Awards - Man of the Match fifa.com, abgerufen am 6. Juli 2014
  19. FIFA 12 (Cover)
  20. Posse um Supercup