Matthias-Grünewald-Gymnasium (Würzburg)

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Matthias-Grünewald-Gymnasium

BW

Schulform Musisches- und Neusprachliches Gymnasium
Adresse

Zwerchgraben 1

Ort Würzburg
Land Bayern
Staat Deutschland
Koordinaten 49° 47′ 14,2″ N, 9° 57′ 13,1″ OKoordinaten: 49° 47′ 14,2″ N, 9° 57′ 13,1″ O
Träger Freistaat Bayern[1]
Schüler etwa 760
Leitung Martin Sachse-Weinert
Website www.mggw-online.de

Das Matthias-Grünewald-Gymnasium (MGG; benannt nach dem in Würzburg geborenen Maler Matthias Grünewald) ist ein Gymnasium im Würzburger Stadtteil Frauenland, das einen musischen und einen sprachlichen Zweig anbietet. Für Schüler der Roland Berger Stiftung ist eigens ein naturwissenschaftlich technologischer Zweig eingerichtet. Angegliedert ist ein Internat. Zudem bildet die Schule als Seminarschule Lehrkräfte in den Fächern Deutsch, Englisch, Geschichte, Geographie, Katholische Religionslehre und Sport weiblich aus.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Matthias-Grünewald-Gymnasium befindet sich in unmittelbarer Nähe der Universität am Wittelsbacherplatz, des Berufsbildungszentrums Franz-Oberthür-Schule und der Goethe-Kepler-Grundschule. Das MGG ist über die öffentlichen Verkehrsmittel mit den Buslinien 6, 10 und 114 erreichbar. Außerdem bestehen Verbindungen zur Zellerau sowie nach Heidingsfeld, Margetshöchheim und Gerbrunn.

Zweige[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Musischer Zweig[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der musische Zweig setzt Schwerpunkte in der Profilbildung in den Fächern Kunst und Musik. Das Erlernen eines Instrumentes ist Pflicht und wird auch kostenlos an der Schule angeboten. Die Fremdsprachen sind Englisch und Latein, wobei ihre Reihenfolge frei gewählt werden darf. Außerdem ist das Erlernen einer spät beginnenden Fremdsprache Spanisch und Italienisch möglich. Voraussetzung für den Übertritt ist die Note 2 im Fach Musik, nicht aber das Spielen eines Instrumentes. In einem Pilotprojekt „Studienzweig Musik“ des Bayerischen Kultusministeriums werden musikalisch Begabte und Hochbegabte parallel zum Erwerb des Abiturs musikalisch besonders intensiv gefördert.

Sprachlicher Zweig[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Besonderheit am sprachlichen Zweig ist das Erlernen einer dritten Fremdsprache in der 8. Klasse. Englisch und Latein sind wie im musischen Zweig auch die ersten beiden Fremdsprachen und ebenso in ihrer Reihenfolge frei wählbar. Die dritte Fremdsprache in der achten Klasse ist in diesem Fall verpflichtend Französisch. Angeboten wird auch eine moderne Sprachenfolge mit Englisch, Französisch und Spanisch oder Italienisch als dritter Fremdsprache. Auch im sprachlichen Zweig ist das Erlernen einer spät beginnenden Fremdsprache (Italienisch, Französisch, Spanisch etc.) als Ersatz der ersten oder zweiten Fremdsprache möglich.

Sonderlehrgang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonderlehrgänge für Spätaussiedler und russische Immigranten waren von 1990 bis 2012 eingerichtet. Diese boten die Möglichkeit, in einem zweijährigen Kurs die allgemeine Hochschulreife bzw. Fachhochschulreife zu erwerben und so ein Studium zu ermöglichen. Ein Stipendium zum Besuch des Kurses wurde im Regelfall von der Otto Benecke Stiftung teilübernommen. [2]

Architektur und Einrichtung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Fachschaft Musik steht ein eigenes Stockwerk zur Verfügung. Dort finden sich ein großer und ein kleiner Musiksaal sowie ein Kammermusiksaal. Die restlichen Räume sind mit Klavieren bestückt, sodass diese sowohl für Unterricht als auch für Schüler zum Üben zur Verfügung stehen. Die Schule verfügt über drei Orgeln, die für Konzerte, aber auch zum Üben genutzt werden können.

Internat und Tagesheim[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das MGG führt sowohl ein Internat als auch ein Tagesheim. Verpflegung wird in der schuleigenen Mensa für alle Schüler angeboten.

Neubau und Sanierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Rahmen der IZBB-Förderung[3] erhielt die Schule neue Gebäude: einen dreigeschossigen Anbau mit neuen Klassenzimmern, Arbeits-, Förder- und Computerräumen, eine Bücherei sowie zusätzlich einen Aufenthaltsraum. Diese wurden Ende Oktober 2008 vom Sachaufwandsträger, dem Freistaat Bayern, der Schulfamilie offiziell übergeben. Alle übrigen Gebäude der Schule wurden saniert und modernisiert. Dazu gehört auch die Ausstattung mit Internet und Beamern in allen Klassenzimmern sowie die Neugestaltung der Fachräume. Seit März 2010 ist im "Silentium"-Raum ein W-Lan für alle Schüler ab der 10. Jahrgangsstufe zugänglich.

Ehemalige Schüler und Lehrer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekannte Schüler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekannte Lehrer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heinrich Pleticha (1924–2010), ehemaliger Lehrer und Schulleiter des Gymnasiums, Autor und Herausgeber

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. BMBF: Alle Schulen in Bayern, Seite 27 (PDF-Dokument). Stand 25. Januar 2008
  2. http://mggw-online.de/v2/index.php?mpage=schulgemeinschaft&page=sonderlehrgang&PHPSESSID=bc5bb444d4228c3a6be7a8a3051b9ec0
  3. http://www.bmbf.de/de/3735.php
  4. http://www.mainpost.de/lokales/franken/Eine-Million-Euro-fuer-ein-Mathe-Genie-aus-Wuerzburg;art1727,5243165
  5. http://www.claus-kuehnl.de/