Matthias Büttner

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Matthias Büttner (2016)

Matthias Büttner (* 12. April 1983 in Staßfurt) ist ein deutscher Politiker (AfD) und seit 2016 Mitglied des Landtags von Sachsen-Anhalt.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Büttner schloss 1999 die Sekundarschule „Hermann Kasten“ in Staßfurt ab und absolvierte anschließend bis 2002 eine Berufsausbildung zum Informationselektroniker. Seit 2003 ist er als selbständiger Unternehmer in der Immobilienwirtschaft tätig.

2014 wurde Büttner bei den Kommunalwahlen in Sachsen-Anhalt für die Wählergruppe Unabhängige Wählergemeinschaft Salzland (UWG Salzland) in den Staßfurter Stadtrat gewählt.[1] Die UWG, welche zwei Sitze im Stadtrat hält, bildet dort eine Fraktion mit der AfD (ein Sitz). Büttner ist Mitglied im Ausschuss für Bau, Sanierung, Wirtschaft, Verkehr, Umwelt und Vergaben sowie im Ausschuss für Jugend, Senioren und Soziales.[2]

Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt 2016 zog Büttner mit 32,1 Prozent der Erststimmen als Direktkandidat der AfD im Wahlkreis Staßfurt (Wahlkreis 17) in den Landtag von Sachsen-Anhalt ein.[3]

Auf der konstituierenden Sitzung der AfD-Landtagsfraktion wurde Büttner zum stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden gewählt.[4] Er ist Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung. [5]

Büttner ist stellvertretender Vorsitzender des am 29. September 2016 eingesetzten Parlamentarischen Untersuchungsausschusses, der die Vergabe von Beraterverträgen durch das Finanzministerium in der vergangenen Legislaturperiode klären soll.[6]

Im Dezember 2016 wurden Ermittlungen gegen Büttner wegen versuchter sexueller Nötigung eingeleitet. Eine frühere AfD-Referentin hatte ihn angezeigt, Die AfD sprach von einem Rachefeldzug der ehemaligen Mitarbeiterin. Dieser war nach nur wenigen Wochen gekündigt worden, die Fraktion begründet diesen Schritt mit schlechter fachlicher Arbeit. Büttner lastet der Frau an, ihre Noten geschönt zu haben, um die Stelle als Referentin zu erhalten. Ende Januar 2017 teilte die Staatsanwaltschaft Erfurt mit, sie ermittle gegen Büttner mittlerweile wegen des Verdachts der Vergewaltigung.[7]

Büttner lebt in Staßfurt und ist ledig.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wahlbekanntmachung der Stadt Staßfurt zu den Kommunalwahlen. salzlandkreis.de. Abgerufen am 19. März 2015.
  2. Matthias Büttner, Mitarbeit ratsinfo.stassfurt.de. Abgerufen am 19. März 2015.
  3. Wahlergebnis Staßfurt (WK 17) wahl.tagesschau.de. Abgerufen am 19. März 2015.
  4. Jan Schuhmann: Geheim-Treffen der AfD: Poggenburg führt Fraktion im Landtag an. In: Mitteldeutsche Zeitung, 20. März 2016. Abgerufen am 7. April 2016. 
  5. Landtag Sachsen-Anhalt: Matthias Büttner. In: www.landtag.sachsen-anhalt.de. Abgerufen am 27. September 2016.
  6. Untersuchungsausschuss klärt Beraterverträge. In: www.landtag.sachsen-anhalt.de. Abgerufen am 1. Oktober 2016.
  7. Verdacht der Vergewaltigung: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen AfD-Landtagsabgeordneten. Spiegel Online, 31. Januar 2017.