Matthias Bartke

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Matthias Bartke (2014)

Matthias Bartke (* 16. Januar 1959 in Bremen) ist ein deutscher Politiker der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) und Mitglied des Deutschen Bundestages in der 18. Wahlperiode. Seit Januar 2016 ist er als Justiziar Mitglied des geschäftsführenden Vorstands der SPD-Bundestagsfraktion.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bartke wuchs in Fischerhude bei Bremen auf. Nach dem Abitur 1978 leistete er den Grundwehrdienst in Rotenburg (Wümme) und absolvierte im Anschluss die einstufige Juristenausbildung der Universität Hamburg (1981–1987). Danach arbeitete er zunächst für einige Monate als Rechtsanwalt in einer Anwaltskanzlei in Hamburg-Altona. Von 1987 bis 1991 war Bartke wissenschaftlicher Referent am Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg (IFSH) in Hamburg-Blankenese. Hier promovierte er 1991 mit der Arbeit „Verteidigungsauftrag der Bundeswehr: eine verfassungsrechtliche Analyse“.[1]

1991 trat Bartke in den Dienst der Freien und Hansestadt Hamburg ein. In der Hamburger Sozialbehörde hatte er Leitungspositionen im Bereich der Arbeitsmarkt- und der Behindertenpolitik inne. Nach dem Hamburger Regierungswechsel im Jahr 2011 war er zwei Jahre der Büroleiter des Hamburger Sozialsenators Detlef Scheele. Vom 1. Januar 2013 bis zu seiner Wahl in den Deutschen Bundestag leitete er die Rechtsabteilung der Hamburger Sozialbehörde.

Von 2012 bis 2014 war Bartke Vorsitzender des Stiftungsrates der Lawaetz-Stiftung.[2] Er ist verheiratet und hat einen Sohn.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1978 ist Bartke Mitglied der SPD und war bei den Jusos aktiv, wie auch Mitglied des Kreisvorstandes der Jungsozialisten in Altona.

1986 wurde er als Abgeordneter in die Bezirksversammlung Hamburg-Altona gewählt, der er bis 1989 angehörte. Anschließend wurde er in den Kreisvorstand der SPD Altona gewählt, wo er 2004 stellvertretender Kreisvorsitzender und 2008 kommissarischer Kreisvorsitzender wurde. Danach war Bartke zwei Jahre bis 2010 Mitglied im Landesvorstand der SPD Hamburg. 2010 war er Gründungsvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft „Selbst aktiv“ für Menschen mit Behinderung in der Hamburger SPD.

Matthias Bartke gewann bei der Bundestagswahl 2013 den Bundestagswahlkreis Hamburg-Altona mit 34,9 % der Erststimmen.[3]

Er ist im Bundestag Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales, wo er die Schwerpunkte Arbeitsmarkt- und Behindertenpolitik bearbeitet; gleichzeitig ist er Mitglied im Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz sowie stellvertretendes Mitglied im Auswärtigen Ausschuss. Seit Januar 2016 ist Bartke Mitglied im Ältestenrat sowie im Ausschuss für Wahlprüfung, Immunität und Geschäftsordnung.

Ferner ist er stellvertretender Vorsitzender der deutsch-japanischen Parlamentariergruppe.

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Verteidigungsauftrag der Bundeswehr: Eine verfassungsrechtliche Analyse (= Dissertation, Universität Hamburg 1991) in: Militär, Rüstung, Sicherheit; Band 66. Baden-Baden, Nomos-Verl.-Ges., 1991, ISBN 3789023337

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Matthias Bartke – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. „Verteidigungsauftrag der Bundeswehr: eine verfassungsrechtliche Analyse“ – Dissertation. Website der beluga sub.uni-hamburg.
  2. Vorsitzender des Stiftungsrates der Lawaetz-Stiftung – Profil. Website der Lawaetz-Stiftung.
  3. Der Bundeswahlleiter: Gewählte Wahlkreisbewerber: Hamburg