Matthias Flügge

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Matthias Flügge (* 5. Februar 1952 in Demmin) ist ein deutscher Kunsthistoriker und Kurator.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Sohn des Heinrich-Zille-Herausgebers Gerhard Flügge (1914–1972) schloss 1970 seine Ausbildung zum Facharbeiter für technische Kohle ab. Von 1972 bis 1976 studierte Flügge an der Humboldt-Universität zu Berlin. Anschließend war er ab 1977 Redakteur der Zeitschrift Bildende Kunst. Ab 1984 war er freiberuflich tätig und kehrte 1990 als Chefredakteur zur Zeitschrift Bildende Kunst zurück bis sie ihr Erscheinen 1991 einstellte. 1991 wurde Matthias Flügge Chefredakteur der Zeitschrift neue bildende kunst, 1992 Mitglied des Kuratoriums Stiftung Kunstfonds in Bonn.[1] Im Jahr 2000 stellte die neue bildende kunst ihr Erscheinen ein. Danach war Matthias Flügge als freiberuflicher Publizist und Aussteller tätig.[2] 1995 wurde er Mitglied der Berliner Akademie der Künste in der Sektion „Bildende Kunst“; von 1997 bis 2006 war er deren Vizepräsident. Im Oktober 2012 wurde er zum Rektor der Hochschule für Bildende Künste in Dresden berufen.[3] Bei der Rektorenwahl am 1. Februar 2017 wurde Matthias Flügge in diesem Amt bestätigt.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1994 erhielt Matthias Flügge den erstmals verliehenen Friedlieb-Ferdinand-Runge-Preis.[4]

Im November 2008 erhielt er das Kavalierkreuz des Verdienstordens der Republik Polen in Anerkennung seiner Aktivitäten, die das Interesse an polnischer Kunst erhöhten. So zeigte seine Ausstellung Riß im Raum Mitte der 1990er-Jahre zeitgenössische Kunst aus Polen, Tschechien, Ungarn und der Slowakei. Weiterhin zeigte seine Ausstellung E.U. positive Werke von Künstlern aus den EU-Beitrittsländern. Das Kavalierkreuz wurde vom polnischen Gesandten Wojciech Pomianowski überreicht, die Laudatio hielt der Künstler Mark Lammert.[5][6]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. What’s on – „Ostkultur“. Was bleibt, soll bleiben, für wen? (Memento vom 6. Januar 2013 im Webarchiv archive.today) Staatliche Museen zu Berlin, 18. Oktober 2003.
  2. Matthias Flügge. Akademie der Künste, abgerufen am 17. Dezember 2020.
  3. Dresdner Neueste Nachrichten vom 24. Oktober 2012, S. 9.
  4. Friedlieb-Ferdinand-Runge-Preis für unkonventionelle Kunstvermittlung, Berlinsche Galerie, abgerufen am 17. Dezember 2020.
  5. Matthias Flügge. Sächsische Akademie der Künste, abgerufen am 17. Dezember 2020.
  6. Feierliche Übergabe des Kavalierkreuzes des Verdienstordens der Republik Polen an Herrn Matthias Flügge (Memento vom 3. August 2012 im Webarchiv archive.today), Botschaft der Republik Polen in Berlin, abgerufen am 6. Dezember 2008.