Matthias Karmasin

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Matthias Karmasin (* 1964 in Wien) ist ein österreichischer Medien- und Kommunikationswissenschaftler. Er forscht und lehrt als Professor für diese beiden Fachgebiete an der Universität Klagenfurt und er ist Direktor am Institute for Comparative Media and Communication Studies (CMC) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Seine Publikationen weisen ihn als transdisziplinär arbeitenden, Wirtschaftswissenschaft, Kulturwissenschaft und Kommunikationswissenschaft integrierenden Wissenschaftler aus.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Matthias Karmasin studierte Publizistik und Kommunikationswissenschaft, Politikwissenschaft, Philosophie und Betriebswirtschaftslehre und habilitierte an der Universität Wien für Kommunikationswissenschaft.

Von 1990 bis 1999 arbeitete er als Universitätsassistent an der Wirtschaftsuniversität Wien sowie in den Jahren 1997–1998 als Unternehmensberater bei Nausner & Nausner als „Wissenschaftler für die Wirtschaft“.

Als Member International Business Institute University of Vermont (UVM Burlington), 1993–1996, und als Faculty Member IMBA WU-Wien/USC (University of South Carolina), 1996–2002, bereitete er seine Tätigkeit als Vertretungsprofessor der Professur „Medienmanagement“ (C4) am Institut für Medien- und Kommunikationswissenschaft der Technischen Universität Ilmenau (D) vor (SS 1999 - WS2000/2001).

2000 bekam er den Ruf an die Universität Klagenfurt sowie einen Ruf an die Technische Universität Ilmenau (C4); zwischen 2000 und 2003 und zwischen 2004 und 2007 war er Vorstand des Instituts für Medien- und Kommunikationswissenschaft der Universität Klagenfurt. Sein Vorsitz war von schweren Plagiatsvorwürfen gegen eine Institutsmitarbeiterin überschattet.[1] Daneben übte er Lehrtätigkeiten aus an der Wirtschaftsuniversität Wien, der Universitäten Wien, der FHWien, der Universität Graz, der Universität für Weiterbildung Krems, der University of Vermont (UVM Burlington), der University of Tampa (Florida), der TU Ilmenau, der Universität Karlsruhe TH, der Universität Bremen und der PH Ludwigsburg.

Matthias Karmasin ist verheiratet, hat ein Kind und lebt mit seiner Familie in Wien. Von 2003 bis 2004 war er in Vaterschaftskarenz. Er ist der Sohn der österreichischen Markt- und Motivforschungslegenden Fritz Karmasin und Helene Karmasin und der Enkel von Franz Karmasin[2]. Seine Schwester ist die derzeitige österreichische Familienministerin Sophie Karmasin.

Funktionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Matthias Karmasin ist Beitratsmitglied des Netzwerks Medienethik, Mitglied der Jury des Staatspreises Marketing (Vorsitz der Jury 2003, 2005, 2007), Mitglied der Digitalen Plattform der RTR (Rundfunk- und Telekommunikationsregulierungsbehörde), Fachgutachter des Jubiläumsfonds der Österreichischen Nationalbank, Mitglied des wissenschaftlichen Beirates des Kompetenzzentrums für Humanvermögen (CCHCR), Gesellschafter des Medienhaus Wien[3], Editorial Board Member des Medien Journal, Mitglied des wissenschaftlichen Beirates der Österreichischen Akademie für Präventivmedizin und Gesundheitskommunikation (ÖAPG), stv. Vorsitzender des Beirates für die Publizistikförderung, Mitglied des steirischen Forschungsrates (Rat für Forschung und Innovation) sowie Direktor des Instituts für vergleichende Medien- und Kommunikationsforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Seit 2011 ist Matthias Karmasin korrespondierendes Mitglied der österreichischen Akademie der Wissenschaften. Er ist damit der erste österreichische Kommunikationswissenschaftler dem diese Auszeichnung zuteilwird.[4]

Arbeitsschwerpunkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst.

Betriebswirtschaftslehre, Organisationsforschung, Kommunikationswissenschaft, Publizistik, Kommunikationstheorie, Medienökonomie, Medienmanagement, Organisationskommunikation, Ethik und Sozialwissenschaften, Medienethik, Wirtschaftsethik, Kulturtheorie und Kulturwissenschaft, Kulturökonomik, Interkulturelle Kommunikation

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von Matthias Karmasin stammen kommunikationswissenschaftliche Schlüsselwerke zu den Themen Medienethik, Medienökonomie und Wirtschaftsethik; ebenfalls legte er ein Grundlagenbuch für das wissenschaftliche Arbeiten vor.

  • 32 Bücher und Monographien
  • 71 Beiträge in Sammelbänden/ Referierte Aufsätze in Büchern/ Forschungsberichte
  • 21 Aufsätze in referierten Journalen
  • 67 Beiträge in Fachzeitschriften/Buchbesprechungen
  • 89 nationale Wissenschaftliche Vorträge
  • 73 Internationale Wissenschaftliche Vorträge

zu Kommunikationstheorie, Organisationskommunikation, interkultureller Kommunikation, Medienethik, Wirtschafts- und Unternehmensethik, Medienökonomie, Medienmanagement

Aktuell:

  • Karmasin, Matthias/Ribing, Rainer (2014): Die Gestaltung wissenschaftlicher Arbeiten. WUV. Wien. (8. erweiterte und verbesserte Auflage)
  • Seethaler, Josef/ Karmasin, Matthias/ Melischek, Gabriele/ Wöhlert, Romy (Hg) (2013): Selling War: The Role of the Mass Media in Hostile Conflicts from World War I to the ‘War on Terror’. University of Chicago Press. Chicago.
  • Karmasin, Matthias/Rath, Matthias/Thomass, Barbara (Hg.) (2013): Normativität in der Kommunikationswissenschaft. VS Verlag. Wiesbaden.
  • Karmasin, Matthias/Karmasin, Helene (2011): Cultural Theory. Anwendungsfelder in Kommunikation, Marketing und Management. facultas.wuv. Wien.
  • García-Avilés; José-Alberto; González-Esteban, José-Luis; Kaltenbrunner, Andy; Karmasin, Matthias: Self-regulation and the new challenges in journalism: Comparative study across European countries. Revista Latina de communication social. Nr. 66. 2011.
  • Karmasin, Matthias (2011): „Ökologisierung“ der Öffentlichkeit? Umweltberichterstattung und mediale Verantwortung im Zeitalter der ökologischen Krise. In: Wissenschaft & Umwelt 14 Jg. 2011. S. 185–191.
  • Troxler, Regula/Süssenbacher, Daniela/Karmasin, Matthias (2011): Public-Value-Management als Antwort auf die Legitimationskrise und Chance für neue Strategien der Mehrwertgewinnung. In: Gundlach, Harry: Public Value in der Digital- und Internetökonomie. Von Halem. Köln. S. 121–144.
  • Karmasin, Matthias; Kraus, Daniela; Kaltenbrunner, Andy; Bichler, Klaus (2011): Austria: A Border-Crosser. In: Eberwein, Tobias; Fengler, Susanne; Lauk, Epp; Leppik-Bork, Tanja (Hg.): Mapping Media Accountability - in Europe and Beyond. Köln. Halem. 22-36.
  • "Wirtschaftsethik - Theorien, Strategien, Trends" (mit Michael Litschka 2008)
  • "Organisationskommunikation und CSR: Neue Herausforderungen an Kommunikationsmanagement und PR" (mit Franzisca Weder 2008)
  • "Krieg und Medienkultur" (hg. mit Werner Faulstich 2008)
  • "Medienselbstregulierung zwischen Ökonomie und Ethik. Erfolgsfaktoren für ein österreichisches Modell" (hg. mit Franzisca Gottwald, Andy Kaltenbrunner 2006)

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Plagiatsvorwurf gegen Uni-Assistentin. In: Kleine Zeitung, 12. April 2006. Abgerufen am 20. Dezember 2013.
  2. Nina Brnada: Ausgeforscht. In: Datum. Nr. 4, 2014, S. 36–40.
  3. http://www.mhw.at/karmasin
  4. http://www.horizont.at/no_cache/newsdetail/news/hohe-anerkennung-fuer-matthias-karmasin.html

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]