Matthias Müller (Manager)

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Matthias Müller im März 2015
Müller im Gespräch mit VDA-Präsident Matthias Wissmann
Müller auf dem Genfer Auto-Salon 2018

Matthias Müller (* 9. Juni 1953 in Limbach-Oberfrohna)[1] ist ein deutscher Manager. Müller war von 2015 bis April 2018 Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG, Vorstandsmitglied der Porsche-Holding sowie Aufsichtsratsvorsitzender bei Audi.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Müllers Vater war Rennsportleiter im VEB Motorradwerk Zschopau (Marke DKW-IFA, das frühere Motorradwerk der Auto Union AG) und flüchtete 1955 aus der DDR.[2] Die restliche Familie verließ 1956 die DDR und ließ sich beim Vater in Ingolstadt nieder, wo bereits 1949 eine neue Auto Union GmbH gegründet worden war. 1972 beendete Müller eine Berufsausbildung zum Werkzeugmacher bei der Audi NSU Auto Union AG. Im darauffolgenden Jahr legte er sein Abitur in Ingolstadt ab[3] und begann anschließend ein Informatikstudium an der Fachhochschule München, das er als Diplom-Informatiker (FH) abschloss.

1978[1] kehrte er zu Audi zurück. Er übernahm 1984 eine Führungsposition im EDV-Bereich. Von 1993 bis 1995 leitete Müller das Produktmanagement für den Audi A3, danach koordinierte er die Planung sämtlicher Baureihen der Marke.

Ein Jahr nachdem Martin Winterkorn 2002 die Führung von Audi übernommen hatte, wurde Müller Chefkoordinator der sportlichen Markengruppe des VW-Konzerns, die neben Audi auch Seat und Lamborghini umfasste. Als Winterkorn 2007 Chef der Volkswagen AG wurde, nahm er Müller mit nach Wolfsburg, wo dieser zum Generalbevollmächtigten ernannt wurde. Als Leiter der VW-Produktstrategie steuerte Müller das Produktmanagement sämtlicher Marken des Konzerns. Danach wurde er Konzernchef.

Vorstands- und Aufsichtsratstätigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Juli 2010 wurde er mit Wirkung zum 1. Oktober 2010 zum Vorstandsvorsitzenden der Porsche AG ernannt. Im März 2015 erhielt er zusätzlich einen Sitz im Vorstand des Mutterkonzerns Volkswagen mit dem Zuständigkeitsbereich Vorstandsvorsitzender der Dr. Ing. h. c. F. Porsche AG.[4]

Nach dem Rücktritt von Martin Winterkorn im September 2015 im Zuge des Abgasskandals wurde Matthias Müller am 25. September 2015 neuer Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG.[5] Wenige Wochen später wurde er auch zum Aufsichtsratsvorsitzenden der Audi AG gewählt.[6]

Im Oktober 2017 kritisierte Müller einige Konkurrenzunternehmen, ohne deren Namen zu nennen. Aus dem Zusammenhang und den von ihm genannten Zahlen wurde aber deutlich, dass er unter anderem das US-amerikanische Unternehmen Tesla meinte, das mit seinen Elektroautos weltweit bekannt geworden war. Er kündigte an, mit VW bis 2025 rund 80 neue Modelle mit Elektromotoren auf den Markt zu bringen.[7]

Mit Wirkung zum 30. April 2018 legte Müller sein Vorstandsmandat bei der Porsche-Holding nieder.[8][9]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Müller Vorstandsvorsitzender des Volkswagen Konzerns. Porsche AG, 25. September 2015, abgerufen am 29. September 2015.
  2. Bilanz-Magazin, 2014
  3. Matthias Müller
  4. Zusatzamt für Porsche-Lenker: Müller erhält Sitz im VW-Vorstand. In: automobilwoche.de. 27. Februar 2015, abgerufen am 29. September 2015.
  5. Matthias Müller ist neuer VW-Chef. Süddeutsche Zeitung, 25. September 2015, abgerufen am 26. September 2015.
  6. Audi AG Personal. 7. Dezember 2015, abgerufen am 7. Dezember 2015.
  7. Andreas Wilkens: VW-Chef kritisiert Tesla: "Vernichtet Geld und schmeißt Mitarbeiter raus". www.heise.de, 20. Oktober 2017, abgerufen am 23. Oktober 2017.
  8. Müller legt auch Posten bei Porsche SE nieder. In: www.welt.de. 30. April 2018, abgerufen am 30. April 2018.
  9. www.porsche-se.com: Pressemitteilung

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Matthias Müller (businessman) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien